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Was ist eine somatisierte Depression?

Unter einer somatisierten oder larvierten Depression versteht man ein depressives Zustandsbild, das sich hinter körperlichen Beschwerden verbirgt. Die Betroffenen klagen zum Beispiel über diffuse Schmerzen und Unwohlsein oder fühlen sich einfach krank.

Aber hinter diesen körperlichen (somatischen) Beschwerden kann eine Depression stecken. Für den Arzt, insbesondere den Hausarzt, ist das oft nicht leicht zu identifizieren.

Typisch für eine somatisierte Depression sind auch mangelnder Appetit, Gewichtsverlust, Verstopfung, Schlafstörungen und eine eingeschränkte Libido. Die charakteristischen Symptome einer Depression wie Freud- und Interesselosigkeit stehen dagegen weniger im Vordergrund. Dennoch leiden die Betroffenen zum Teil erheblich unter der Symptomatik und machen sich große Sorgen um ihren körperlichen Gesundheitszustand.

Wie Körper und Seele sich noch beeinflussen können

Nicht zu verwechseln ist eine somatisierte Depression mit einer sogenannten Somatisierungsstörung. Auch hier sind körperliche Beschwerden typisch, die sich somatisch nicht erklären lassen. Allerdings halten die körperlichen Symptome bei einer Depression in der Regel weniger lang an und bessern sich durch die antidepressive Behandlung. Bei einer Somatisierungsstörung bleiben die Beschwerden dagegen bestehen, auch wenn sich die Stimmung wieder aufhellt.

Und dann gibt es natürlich noch körperliche Beschwerden bzw. Erkrankungen, die tatsächlich eine somatische Ursache haben und eine Depression nach sich ziehen. Es ist aber auch umgekehrt möglich, dass eine Depression Ursache bzw. Auslöser einer handfesten körperlichen Erkrankung wird.

Sie sehen also, Körper und Psyche hängen eng miteinander zusammen.

Kommentare: Archiv

somatische Depression
Freitag, den 30. Oktober 2015 um 17:21 Uhr
Hatte im vorigen Jahr eine somatische Depression, was mir aber anfangs keiner sagte. Ich durchlief mehrere Wochen Krankenhausaufenthalte und verschiedenste neurologische Untersuchungen. Letztendlich erhielt ich Venlafaxin. Damit ging es mir sehr gut. 
Im Sommer diesen Jahres habe ich mit Absprache mit meiner Ärztin das Medikament abgesetzt. Siehe da, jetzt, nach ca 2 Monaten, sind alle Symptome wieder da. Rückenschmerzen, Gliederschmerzen, Müdigkeit Antriebslosigkeit ... Wahnsinn, was Körper und Geist alles vollbringen. 
Zum Glück weiß ich jetzt, woher die Schmerzen kommen und muss nicht erneut ein Ärztehopping durchlaufen. Ich nehme das Medikament wieder. 75 mg sind nicht besonders hoch dosiert und es geht einem viel besser. 
Also, an alle, die ebenfalls eine solche Krankheit durchlaufen. Kopf hoch, das Leben ist lebenswert. Es kommen auch wieder bessere Zeiten, auch wenn einem manchmal nicht danach zumute ist. Ich weiß, wovon ich spreche.
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