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Bindehautentzündung: Symptome und Behandlung

Juckende, gerötete Augen, die brennen: eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) ganz schön lästig sein, manchmal auch richtig unangenehm. Wie sie behandelt wird, hängt davon ab, ob Bakterien, Viren oder eine Allergie der Auslöser sind. Die wichtigsten Fragen dazu beantworten wir im folgenden Beitrag.

Definition

Was ist eine Konjunktivitis?

Konjunktivitis ist der medizinische Fachausdruck für eine Bindehautentzündung. Eine Bindehautentzündung kann allergisch, aber auch bakteriell bedingt sein.

Da die Ursache unterschiedliche Behandlungen erfordert, muss bei Vorliegen einer Konjunktivitis immer abgeklärt werden, ob sie allergischen oder bakteriellen Ursprungs ist. Ist nur ein Auge betroffen und besteht kein Juckreiz, spricht dies eher gegen eine allergische Ursache.

Ursachen

Woran erkennt man, dass die Ursache allergisch ist?

Wenn die Augen aufgrund einer Bindehautentzündung gerötet sind und brennen, muss das nicht unbedingt eine Allergie sein. Genauso können Viren oder Bakterien die Ursache der lästigen Beschwerden sein.

Und woran kann man erkennen, wer der Übeltäter ist? Ist nur ein Auge betroffen, ist eine Allergie fast ausgeschlossen. Das Immunsystem neigt nicht dazu, sich im Körper auf eine Seite zu beschränken. Viren und Bakterien schon, weil sie ja von außen ins Auge eindringen. Der Umkehrschluss allerdings ist unsicher: Eine beidseitige Bindehautentzündung schließt eine bakterielle oder virale Entzündung nicht aus, denn ein juckender Finger genügt, um die kleinen Erreger von der einen zur anderen Seite zu befördern.

Noch ein Unterscheidungsmerkmal: Während die allergische Bindehautentzündung fast immer juckt, ist das bei viraler oder bakterieller Entzündung eher die Ausnahme. Dafür kommt es hier häufiger zu eitrigen Sekreten.

Im Zweifel: Immer zum Arzt!

Ist eine Bindehautentzündung ansteckend?

Das kommt auf die Ursache an. Sind Viren die Auslöser, hält sich die Ansteckungsgefahr in Grenzen. Bakterielle Bindehautentzündungen können dagegen sehr stark ansteckend sein.

Schicken Sie Ihr Kind (auch) deshalb erst dann wieder zum Kindergarten oder in die Schule, wenn der Arzt das geklärt hat oder unter der Behandlung eine Besserung eintritt.

Eine allergisch bedingte Bindehautentzündung gibt es natürlich auch noch, die ist zwar genauso unangenehm, aber nicht ansteckend.

Symptome

Was sind typische Symptome der allergischen Bindehautentzündung?

Typisch sind eine Rötung der Bindehaut der Augen, oft verbunden mit Jucken der Augen und Augentränen. Auch Kopfschmerzen können mitunter dazukommen.

Da eine Bindehautentzündung (medizinisch: Konjunktivitis) immer auch bakteriell verursacht sein kann, beweisen die oben genannten Symptome keine allergische Ursache. Um das abzuklären, müssen Allergie-Tests durchgeführt werden.

Kann eine Bindehautentzündung das einzige Symptom einer Allergie sein?

Ja. Zwar ist die allergische Bindehautentzündung bei den meisten Betroffenen nur ein Bestandteil einer umfassenderen Allergie-Symptomatik, doch kann sie gelegentlich auch als Einzelsymptom auftreten.

Voraussetzung dafür ist, dass ein direkter Kontakt mit Schwebstoffen wie Pollen, Pilzsporen, Staub oder tierischen Substanzen besteht. Dann werden das Weiße im Auge und die Augenlider rot und schwellen an, oft begleitet von Juckreiz und Augentränen.

Davon zu unterscheiden sind Kontaktekzeme, die als Überempfindlichkeitsreaktionen gewöhnlich die Haut am Augenlid und rund ums Auge betreffen. Zu den auslösenden Substanzen zählen beispielsweise Inhaltsstoffe von (Augen-) Medikamenten, Kosmetika wie Eyeliner oder Gesichtspuder und – ggf. berufsbedingt – Chemikalien, die über die Finger ins Auge gelangen.

Behandlung

Wie wird eine allergische Bindehautentzündung behandelt?

Zur Behandlung einer allergischen Bindehautentzündung empfehlen sich in erster Linie Tabletten aus der Gruppe der Antihistaminika. Diese Medikamente unterdrücken den Botenstoff Histamin und damit die allergische Reaktion. Eine Alternative sind Augentropfen. Dabei ist Folgendes zu beachten:

  • Augentropfen mit Cromoglicinsäure dienen vor allem zur Abmilderung der Allergiesymptome und sollten möglichst früh angewendet werden.
  • Augentropfen mit gefäßverengenden Wirkstoffen beseitigen die Augenrötung. In manchen Präparaten ist zusätzlich ein Antihistaminikum enthalten. Es kann allerdings sein, dass der Histamin-Blocker selbst oder das in fast allen Augentropfen enthaltene Konservierungsmittel die allergische Reaktion eher noch verstärken.
  • Kortisonhaltige Augentropfen sollten nur in sehr schweren Fällen eingesetzt werden. Da sie Komplikationen wie den grünen Star verursachen können, muss der Augeninnendruck regelmäßig vom Augenarzt kontrolliert werden.
  • Augentropfen mit künstlicher Tränenflüssigkeit können die Reizungen lindern.
  • Während einer akuten Bindehautentzündung sollten keine Kontaktlinsen getragen werden.

Wenn mit den anderen Behandlungsmethoden kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden kann, kommt möglicherweise eine Hyposensibilisierung als erfolgversprechende Alternative in Betracht. Lassen Sie sich dazu vom Allergologen beraten.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

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