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Ist eine Feinnadelpunktion schmerzhaft oder gefährlich?

Nein, die Feinnadelpunktion dauert nur wenige Sekunden und ist kaum schmerzhaft. Von einem erfahrenen Spezialisten ist der Eingriff einfach durchzuführen und kaum mit Risiken verbunden.

Dünne Nadel – wenig Schmerzen

Die Feinnadelpunktion der Schilddrüse wird ambulant durchgeführt und fühlt sich in etwa wie eine Blutabnahme an. Wie der Name schon sagt, ist die Nadel sehr dünn. Eine örtliche Betäubung ist daher nicht nötig. Wenn gewünscht, kann der Arzt nach vorheriger Absprache eine entsprechende Creme zur Betäubung auftragen.

Für die Behandlung legt sich der Betroffene in Rückenlage auf eine Liege. Nachdem der Arzt die verdächtige Stelle desinfiziert hat, schiebt er die Spitze einer dünnen Punktionsnadel durch die Haut in die Schilddrüse und entnimmt eine kleine Menge Zellmaterial. Die Nadel ist innen hohl und kann daher ein Stückchen Gewebe aufnehmen. Die Gewebeprobe wird dann im Labor unter dem Mikroskop untersucht.

Was für Sie zu beachten ist

Wichtig: Während des Eingriffs sollten Sie darauf achten, nicht zu schlucken, da sich der Knoten sonst verschieben würde und Schmerzen oder eine Fehlpunktion die Folge sein könnten. Es ist sehr wichtig, dass die richtige Stelle getroffen wird. Mittels Ultraschall kann der Arzt das verdächtige Gewebe zunächst ausfindig machen, um anschließend gezielt eine Probe zu entnehmen.

Außerdem: Vor dem Eingriff muss darauf geachtet werden, dass der Betroffene die letzten 10 Tage keine gerinnungshemmenden Medikamente (wie z.B. Marcumar oder ASS/Aspirin) eingenommen hat, da sie eine Blutung an der Punktionsstelle fördern könnten. Nach der Punktion sollte man sich zudem schonen und auf körperliche Anstrengungen wie Sport verzichten.

Risiken überschaubar, Gewinn groß

Die Feinnadelpunktion ist ein risikoarmes Verfahren, das nur in seltenen Fällen zu Komplikationen führt. Dennoch sind folgende Risiken nicht auszuschließen, über die Sie der Arzt im Vorfeld aufklären muss:

  • relativ häufige Komplikationen: Nach der Punktion können leichte Schmerzen am Hals auftreten, die in der Regel nach einigen Stunden wieder von alleine abklingen. Zudem ist es möglich, dass sich an der Punktionsstelle ein blauer Fleck bildet.
  • seltene Komplikationen: Durch den Einstich können Keime in die Schilddrüse gelangen und Entzündungen hervorrufen. Zudem kann es zu Nervenverletzungen und damit zu Missempfindungen und Schluckstörungen kommen. In seltenen Fällen können größere Blutungen auftreten, die operativ behoben werden müssen.

Insgesamt ist das Verfahren ungefährlich und gleichzeitig enorm wichtig, um herauszubekommen, was hinter einer suspekten Struktur im Hals steckt. Die Punktion dient auch dazu, nicht gleich eine große Operation zu planen und das gesamte Gewebe zu entfernen. Denn oft verbirgt sich dahinter ein vergleichsweise harmloser Knoten, der mit weniger eingreifenden Mitteln behandelt werden kann.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

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