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Ramipril (Delix): Wirkung und Nebenwirkungen

Wie wirkt der ACE-Hemmer Ramipril (Delix®, Ramicard®) auf die Herzarbeit? Gibt es Tipps zur Einnahme des Medikaments? Und welche Nebenwirkungen können unter Ramipril auftreten? Mehr zu diesen Themen lesen Sie in folgendem Beitrag.

Wirkung

Was für ein Medikament ist Ramipril? Und wie wirkt es?

Ramipril gehört zur Gruppe der ACE-Hemmer. Das sind Medikamente, die sowohl bei zu hohem Blutdruck als auch bei chronischer Herzschwäche wirksam sind. Ihr Wirkmechanismus ist relativ komplex, aber im Kern verringern sie die Spannung der Blutgefäßwände. Dadurch sinkt der Blutdruck und das Herz hat es leichter, Blut in die Gefäße zu pumpen.

Wenn man das etwas genauer erklären will, wird es kompliziert. Es gibt im Körper einen Botenstoff namens Angiotensin II. Der sorgt in den Blutgefäßen für höheren Blutdruck. Und zwar über eine Steigerung der Wandspannung. Außerdem ist dieser Botenstoff auch noch an einer ganzen Reihe weiterer Prozesse beteiligt, die zum Teil ebenfalls blutdruckrelevant sind.

Damit aber überhaupt Angiotensin II aus seiner Vorstufe Angiotensin I entstehen kann, braucht es ein bestimmte Enzym. Die Rede ist vom Angiotensin Converting Enzym (ACE). Und dieses Enzym hemmen die ACE-Hemmer.

Ramipril ist einer der bekanntesten Vertreter der ACE-Hemmer. Das Medikament wird mittlerweile auch unter seinem Eigennamen angeboten, außerdem unter folgenden Präparate-Namen:

  • Delix®
  • Hypren® (Österreich)
  • Lannapril® (Österreich)
  • Ramicard®
  • Ramiclaire®
  • Triatec® (Schweiz)
  • Tritace® (Österreich)
  • Vesdil®

Tipps zur Einnahme

Wann am Tag sollte man Ramipril (Delix®) einnehmen?

Sie können Ramipril während des Tages einnehmen, wann es Ihnen persönlich am besten passt. Ob morgens nüchtern, beim kleinen Mittagssnack oder abends nach einer üppigen Mahlzeit – egal was Sie gerade essen, das Medikament entfaltet seine Wirkung in jedem dieser Fälle gleich gut und hilft Ihnen, die Risiken des Bluthochdrucks zu minimieren.

Wenn Sie zwei Tabletten über den Tag verteilt einnehmen sollen, bietet sich natürlich der Morgen und der Abend an – aber auch da gilt, dass Sie sich nicht nach Ihren Mahlzeiten richten müssen.

Mit weniger Kochsalz wirkt Ramipril noch besser

Wenn Sie gegen Bluthochdruck oder Herzschwäche das Arzneimittel Ramipril (Präparat z.B. Vesdil®, Delix®, Ramipril HEXAL®) einnehmen, sollten Sie folgendes wissen: Kochsalz kann zu verminderter Blutdrucksenkung und geringerer Wirkung auf Symptome der Herzleistungsschwäche führen. Damit das Medikament also optimal wirkt, versuchen Sie bitte, Ihren Salzkonsum in der Küche möglichst niedrig zu halten.

Wussten Sie schon? Das meiste Kochsalz findet sich in Fertiggerichten wie Dosensuppen oder servierfertigen Pastasoßen. Auch in Kantinen und Fast-Food-Restaurants wird überdurchschnittlich viel Salz verwendet. Aber auch wenn Sie frisch zu Hause kochen, versuchen Sie den (wiederholten) Griff zum Salzstreuer bitte etwas zu reduzieren.

Ihre Gefäße werden es Ihnen danken – nicht nur bei Einnahme von Vesdil® und Co.

Nebenwirkungen

Was tun bei Reizhusten durch Ramipril (Delix®)?

Wenn Sie bei der Einnahme von Ramipril unter länger anhaltenden oder auch nur nächtlich auftretendem Reizhusten leiden, sollten Sie noch mal mit Ihrem Arzt sprechen.

Trockener Husten, Heiserkeit und Halsschmerz zählen zu den recht häufig auftretenden Nebenwirkungen dieses Medikaments. Wenn Sie der Husten in Ihrem Alltag und Ihrer Lebensqualität deutlich belastet, kann ggf. auf ein Blutdruckmittel aus einer anderen Wirkstoffklasse zurückgegriffen werden.

Bevor man bei anhaltendem Reizhusten also einen Lungenfacharzt aufsucht, sollte man zunächst dieser Möglichkeit nachgehen.

Quellen:

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

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