Unter Schirmherrschaft der
Deutschen Gesellschaft für Gesundheit e.V.
Navigator-Medizin.de
   X   

[Krankheiten von A bis Z]

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

   X   

[Medikamente von A bis Z]

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

   X   

[Diagnostik & Laborwerte von A bis Z]

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

   X   

[Therapieverfahren von A bis Z]

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

   X   

[Gesundheitsthemen von A bis Z]

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

   X   

[Symptome von A bis Z]

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

   X   
Suche

Maprotilin (Ludiomil): Wirkung und Nebenwirkungen

Was für ein Antidepressivum ist Maprotilin? Wie wirkt es es, welche Nebenwirkungen können auftreten? Mehr dazu im folgenden Beitrag.

Wirkung

Wie wirkt Maprotilin?

Erst beruhigend, dann anregend

Maprotilin gehört zu den tetrazyklischen Antidepressiva und wirkt vor allem stimmungsaufhellend und beruhigend. Der beruhigende Effekt tritt insbesondere in den ersten Wochen der Behandlung auf und wird danach schwächer. Somit eignet sich das Arzneimittel nicht nur als Antidepressivum, sondern kann auch Angstzuständen entgegenwirken.

Danach rückt die anregende, antriebsteigernde Wirkung in den Vordergrund. Maprolu® bzw. Maprotilin wird daher auch häufiger bei älteren Menschen verordnet, bei denen die Depression vor allem zu einer Antriebsschwäche geführt hat.

Mehr Noradrenalin macht munter

Die Hauptwirkung von Maprotilin beruht auf der Erhöhung eines Botenstoffs im Gehirn, der vor allem aktivierend wirkt. Die Rede ist von Noradrenalin. Der Wirkstoff blockiert die Wiederaufnahme dieses Neurotransmitters in die Nervenzellen, so dass der Botenstoff länger aktiv bleibt.

Maprotilin wirkt auch noch auf andere Botenstoffe im Gehirn, allerdings kaum auf Serotonin, dem Angriffspunkt vieler anderer Antidepressiva. Gegenüber trizyklischen Antidepressiva hat Maprotilin den Vorteil, weniger vegetative Nebenwirkungen zu haben. Sie betreffen Körperfunktionen, die automatisch ablaufen und die wir nicht willkürlich beeinflussen können, wie z.B. die Darmfunktion. Allerdings hat auch dieses Antidepressivum eine ganze Reihe möglicher Nebenwirkungen.

Präparate mit Maprotilin sind:

  • Deprilept®
  • Ludiomil®
  • Maprolu®
  • Maprotilin (z.B. von: CT®, neuraxpharm®, ratiopharm®, TEVA®)

Bitte nicht abrupt absetzen!

Maprotilin wird als Tablette eingenommen, die exakte Dosierung besprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt. Wichtig zu wissen ist, dass eine Beendigung der Behandlung nicht abrupt geschehen sollte, sondern in langsamen Schritten der Dosisreduzierung über mehrere Wochen.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können unter Maprotilin (Ludiomil) auftreten?

Aus dem Eingriff in die komplexen Gehirnvorgänge erklären sich auch die meisten Nebenwirkungen von Maprotilin.

Häufige Nebenwirkungen (bei mehr als 1% und bis zu 10% aller Anwender auftretend, sind z.B.:

  • Müdigkeit
  • Schwindelgefühle
  • Kopfschmerzen
  • erregte Stimmung, innere Unruhe
  • trockener Mund
  • Magen-Darm-Probleme, v.a. Verstopfung
  • Zittern
  • Probleme mit den Augen (trockene Augen, Sehstörungen)
  • Probleme beim Wasserlassen

Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere mögliche Nebenwirkungen, die allesamt bei weniger als 1% der Anwender auftreten. Eine vollständige Liste finden Sie im Beipackzettel.

Nebenwirkungen meist nur vorübergehend

Nebenwirkungen unter der Behandlung mit Antidepressiva sind leider relativ häufig. Das gilt aber für nahezu alle Wirkstoffe. Wichtig zu wissen ist, dass mögliche Nebenwirkungen oft nach einigen Wochen der Behandlung abklingen, zu Beginn also ausgeprägter sind. Das gilt auch für Maprotilin.

Wichtig ist auch, dass bei einem Absetzen des Medikaments ebenfalls Probleme auftreten können, die sich am besten vermeiden lassen, wenn man die Dosis über mehrere Wochen Schritt für Schritt reduziert. Sonst kann es zu Unruhe- und Erregungszuständen mit Schweißausbrüchen kommen, aber auch zu unangenehmen Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Durchfall.

Besondere Vorsicht ist bei Maprotilin angebracht, wenn Sie eine Herzerkrankung oder auch eine Überfunktion der Schilddrüse haben, weil Maprotilin über den Botenstoff Noradrenalin und einige andere aktivierend auch an anderer Stelle wirken kann.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

Kommentar schreiben

Inhaltsverzeichnis Top
 naturstoffe=

Navigator-Medizin.de
Bluthochdruck, Arteriosklerose, Krebs, chronisch-entzündliche Erkrankungen, Wechseljahre

Was unser Ärzte-Team empfiehlt

Sie glauben an die Wirksamkeit von Heilpflanzen? Wir auch! Dabei gibt es aber Unterschiede. Einige Arzneipflanzen sind besonders interessant, weil nun auch wissenschaftliche Studien ihre Wirkung untermauern.

Mehr dazu lesen Sie hier!