Wie bei den meisten Medikamenten können auch bei der Anwendung von Inclisiran unerwünschte Begleiterscheinungen auftreten. Allerdings sind sie in diesem Fall sehr überschaubar: Abgesehen von Reaktionen an der Einstichstelle wie Schmerzen, Hautrötung oder -ausschlag sind keine weiteren relevanten Nebenwirkungen bekannt.
Die genannten Hautirritationen sind jedoch keine Seltenheit. Sie sind relativ häufig und treten bei bis zu 1 von 10 behandelten Personen auf. In den meisten Fällen sind sie jedoch nur leicht bis mäßig ausgeprägt und heilen ohne Folgeschäden ab.
Eine weitere mögliche Folge der Therapie mit Inclisiran ist eine leichte Erhöhung der Leberwerte ALT (Alanin-Aminotransferase) und AST (Aspartat-Aminotransferase) im Blut. Diese können laut Studien unter Inclisiran bis zum dreifachen des oberen Normwertes ansteigen, gehen aber nicht mit Beschwerden einher.
Quellen:
- Inclisiran (Leqvio®). Hrsg.: Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ). Arzneiverordnung in der Praxis Band 48 Heft 1-2, S 25-28, April 2021.
- Maucher, I V. Inclisiran. 2021. Hrsg.: Gelbe Liste Online.
- Gebrauchsinformation: Leqvio® 284 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze. 2022. Hrsg.: Novartis Europharm Limited.


haben Sie herzlichen Dank für Ihre Stellungnahme und ich werde zeitnah einen Termin beim Kardiologen vereinbaren. Traurig ist, dass man direkt als Hypochonder angesehen wird, wenn man diese Unverträglichkeiten anbringt und die Antwort lautet dann "kann nicht sein". Nun, wir werden weitersehen und ich danke Ihnen, denn jetzt weiß ich, dass diese Nebenwirkung tatsächlich möglich ist.
Viele Grüße, Conny Haas
Die 2. Injektion bekam ich 3 Monate später und kurze Zeit danach setzten starke Muskelschmerzen ein. Betroffen ist der ganze Körper und die Schmerzen lassen nicht nach. Außer des hohen Lip(a)Wertes habe ich keine Risikofaktoren und ich weiß nicht, ob es Sinn macht, die nächste Injektion zu bekommen, denn die Lebensqualität ist deutlich reduziert.
die von Ihnen beschriebenen ausgeprägten Muskelschmerzen sind ernst zu nehmen, vor allem wenn sie zeitlich nach der zweiten Leqvio-Injektion aufgetreten sind. Zwar gilt Leqvio insgesamt als gut verträglich, aber auch hier können – wenn auch selten – muskuläre Beschwerden auftreten. Zusätzlich kann Rosuvastatin, selbst in niedriger Dosis, solche Symptome verstärken oder mitverursachen, insbesondere in Kombination mit anderen lipidsenkenden Therapien.
Wichtig ist jetzt, die Ursache möglichst klar einzugrenzen. Dazu gehört vor allem eine Blutuntersuchung. Auch ein vorübergehendes Pausieren des Statins wird häufig erwogen, um zu sehen, ob sich die Beschwerden bessern.
Ob die nächste Leqvio-Injektion sinnvoll ist, lässt sich erst entscheiden, wenn klarer ist, ob die Beschwerden tatsächlich damit zusammenhängen oder eher mit dem Statin.
Da Ihr Lipoprotein(a) stark erhöht ist, ist eine LDL-Senkung weiterhin wichtig. Falls sich bestätigt, dass Sie die aktuelle Kombination nicht vertragen, gibt es alternative Strategien (z.B. andere Medikamente oder angepasste Dosierungen), die man individuell besprechen sollte.
Ich würde Ihnen raten, zeitnah Ihre behandelnde Praxis aufzusuchen und die Beschwerden und den zeitlichen Zusammenhang genau zu schildern. Wir aus der Ferne können das nicht entscheiden.
Viele Grüße, Dr. med. Jörg Zorn
Ich werde mir keine derartige Spritze mehr geben lassen. Die Schmerzen sind extrem und mir wurde gesagt, was drin ist, ist drin, und dauert, bis es nachlässt. Langsam, aber wirklich langsam, wird es besser. Nach 10 Wochen.
Also für mich definitiv keine weitere Spritze. Auf die Tabletten hatte ich damals auch heftig reagiert – mit Übelkeit, Erbrechen und Schmerzen.
Leqvio kann in seltenen Fällen Muskelschmerzen oder Beschwerden im Bewegungsapparat auslösen, meist sind diese jedoch eher leicht. Wenn Sie nach der zweiten Injektion massive Rücken- und Ischiasschmerzen entwickelt haben, muss man auch an eine andere Ursache denken, zum Beispiel ein orthopädisches Problem oder einen Nerveneingriff, und nicht nur an das Medikament. Da Sie gleichzeitig Eliquis einnehmen, ist die Einnahme vieler gängiger Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac tatsächlich nicht geeignet, weil das Blutungsrisiko steigt.
Eine Möglichkeit wäre die Einnahme von Paracetamol, das sich in Kombination mit Eliquis meist unproblematisch einsetzen lässt. Bei stärkeren Schmerzen könnte Ihr Arzt auch ein stärkeres, nicht blutungsförderndes Schmerzmittel verschreiben, zum Beispiel aus der Gruppe der Opiate in niedriger Dosis. Auch lokale Maßnahmen wie Wärme, Physiotherapie oder gegebenenfalls Infiltrationen beim Orthopäden sind denkbar.
Wichtig ist, dass Sie die Beschwerden zeitnah mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen, damit die Ursache geklärt wird und Sie eine sichere Schmerztherapie erhalten, die mit Ihrer Blutverdünnung vereinbar ist.
Viele Grüße, Dr. med. Jörg Zorn
1. Spritze: keine bis kaum Nebenwirkungen, nach 2. Spritze starke Erkältungsgefühle, Muskelschmerzen, Rückenschmerzen, Gelenkbeschwerden, verstopfte Nase, starke Müdigkeit, eine 3. Spritze wird es für mich nicht geben.
Bin 60 Jahre, schlank, bis auf das Cholesterin gesund, habe die Spritze wegen Statinunverträglichkeit bekommen. Nach nun 7 Wochen immer noch Beschwerden. Nie wieder.
eher nein. In den klinischen Studien wurden keine direkten Auswirkungen auf den Elektrolythaushalt (z.B. Natrium, Kalium, Magnesium, Kalzium) berichtet.
Viele Grüße, Dr. med. Jörg Zorn
das ist von Fall zu Fall verschieden und ist eine Frage, die nur der Arzt oder die Ärztin vor Ort beurteilen kann.
Viele Grüße, Dr. med. Jörg Zorn
Ich habe nach der Spritze Halskratzen gehabt. Ca. 3 Wochen lang. Dann traten starke Muskelschmerzen in den Beinen, besonders in den Oberschenkeln auf. Starke Gelenkbeschwerden, bes. in den Sprung- und Fingergelenken kamen dazu. Die Lebensqualität hat stark gelitten.
Jetzt sind 1,5 Jahre nach der Injektion von Inclisiran vorbei, und ich habe immer noch Beschwerden. Ich bin nicht die einzige Patientin, die Beschwerden hat. Es gibt Internetseiten, wo das geschildert wird. Meines Wissens wurden von den Patienten auch Meldungen getätigt.
Anfang Februar hatte ich einen untypischen Muskelfaserriss in der Wade, seit 2 Wochen verstärkt Probleme in der Hüfte und jetzt auch 4 Tage Schmerzen im Schienbein. Alles Verletzungen, die als Sportverletzungen eingestuft werden – ist aber bei normalen Alltagstätigkeiten aufgetreten.