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Die gleichzeitige Verabreichung von Inclisiran und Statinen wie Simvastatin oder Atorvastatin erfolgt häufig, wenn eines der Medikamente allein nicht den gewünschten Effekt zeigt.

Denn durch die Kombination der beiden unterschiedlich wirkenden Präparate (Statine hemmen das Enzym HMG-CoA-Reduktase, Inclissiran dagegen das Enzym PCSK9) werden die angestiegenen Blutfette von mehreren Seiten „angegriffen“ und der erhöhte Cholesterinspiegel schließlich deutlich gesenkt.

Quellen:

  • Inclisiran (Leqvio®). Hrsg.: Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ). Arzneiverordnung in der Praxis Band 48 Heft 1-2, S 25-28, April 2021.
  • Maucher, I V. Inclisiran. 2021. Hrsg.: Gelbe Liste Online.
  • Gebrauchsinformation: Leqvio® 284 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze. 2022. Hrsg.: Novartis Europharm Limited.

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Kommentare  
Höchstdosis Statin beibehalten trotz guter Senkung mit Leqvio?
Hallo,
sollten 40 mg Rosuvastatin nach guter Senkung des LDL-Wertes nach 2 Spritzen Leqvio reduziert werden?
Rosuvastatin trotz Leqvio weiter einnehmen?
Hallo Gabi,
nicht automatisch. Wenn das LDL-Cholesterin unter der Kombination aus Rosuvastatin 40 mg und Leqvio sehr gut gesunken ist, bedeutet das zunächst, dass die Therapie wirksam ist. Ob das Rosuvastatin reduziert werden sollte, hängt vor allem vom individuellen LDL-Zielwert und dem kardiovaskulären Risiko ab.
Bei sehr hohem Risiko (z.B. nach Herzinfarkt, Stentversorgung, ausgeprägter Arteriosklerose oder familiärer Hypercholesterinämie) wird in der Regel die maximal verträgliche Statindosis beibehalten und Leqvio zusätzlich gegeben, um den LDL-Wert möglichst niedrig zu halten. Ein gutes LDL-Ergebnis ist dann meist kein Grund zur Dosisreduktion.
Anders kann es sein, wenn Nebenwirkungen durch das Statin bestehen (Muskelbeschwerden, erhöhte Leberwerte etc.) oder wenn das LDL extrem niedrig geworden ist. Dann kann eine Dosisanpassung im Einzelfall sinnvoll sein.
Sie sollten das mit Ihrer Arztpraxis abstimmen, die Sie besser kennt als wir.
Viele Grüße, Dr. med. Jörg Zorn
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