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Wie bei allen anderen Antidepressiva kann es auch unter der Behandlung mit Fluoxetin zu Nebenwirkungen kommen. Am häufigsten ist dabei Übelkeit. In Studien war fast ein Viertel der Behandelten zumindest zeitweise davon betroffen.

Weitere relativ häufige Nebenwirkungen sind:

  • Schlaflosigkeit
  • Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Angstgefühle
  • Nervosität, Zittern
  • Muskelschwäche
  • Libido- und Erektionsprobleme
  • Hautausschläge
  • Magen-Darm-Probleme (Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen)
  • körperliche Unruhe (vor allem zu Beginn der Behandlung)

Die Liste der möglichen, selteneren Nebenwirkungen im Beipackzettel ist noch wesentlich länger. Allerdings muss man dabei auch betonen, dass nichts davon auftreten muss. Man muss es im Zweifel einfach ausprobieren.

Entzugserscheinungen nach dem Absetzen

Auch, wenn Fluoxetin abgesetzt wird, können Nebenwirkungen auftreten, die in diesem Falle eine Art von Entzugserscheinungen darstellen.

Typisch sind:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Angstzustände, andere Empfindungsstörungen

Diese Entzugs-Symptome verflüchtigen sich in aller Regel binnen zwei Wochen nach dem Absetzen. Sie verlaufen meist deutlich milder, wenn man die Dosis langsam reduziert, statt die Einnahme von Fluoxetin abrupt zu beenden.

Quellen:

  • Rote Liste, Patienteninfoservice: Fluoxetin dura® 20 mg. Online unter www.patienteninfo-service.de (letzter Zugriff: 24.08.2023).
  • Maucher I V, Alnouri N. Fluoxetin. Online unter www.gelbe-liste.de (letzter Zugriff: 24.08.2023).

Haben Sie eine eigene Erfahrung dazu gemacht oder haben Sie eine andere Meinung? Oder haben Sie eine Frage? Dann schreiben Sie gern einen Kommentar. Bitte Regeln beachten.

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Kommentare  
Nebenwirkungen
Seit 5 Wochen nehme ich Fluoxetin – 1 Woche 10 mg, dann 20 mg. Bis jetzt leider keine Besserung, dafür aber starke Nebenwirkungen:
Übelkeit, Appetitlosigkeit mit Gewichtverlust, Desinteresse, Lustlosigkeit.
Mein Arzt ließ mich div. Untersuchungen machen. Blut und Stuhlprobe, Gastroskopie, Bauchraum-Ultraschall. Alles ist in Ordnung.
Ist es normal, dass es nach 5-wöchiger Einnahme noch keine Besserung gibt? Mein Zustand verschlechtert sich zunehmend, bin körperlich total geschwächt. Ich weiß nur, dass ich diesen Zustand nicht mehr länger ertragen kann.
Körperliche Schwäche nach Fluoxetin
Hallo Viola,
es kann vorkommen, dass Fluoxetin erst nach 4–6, manchmal sogar erst nach 6–8 Wochen wirkt. Was Sie beschreiben, ist aber nicht mehr im normalen Rahmen, vor allem weil sich Ihr Zustand unter der Einnahme deutlich verschlechtert und Sie stark geschwächt sind. Übelkeit, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust können zwar Anfangsnebenwirkungen sein, sollten aber nicht über Wochen so ausgeprägt anhalten und zu einer zunehmenden körperlichen Erschöpfung führen. Auch Desinteresse und Lustlosigkeit können sich unter Fluoxetin paradox verstärken.
In Ihrer Situation sollte zeitnah ärztlich reagiert werden, entweder durch Dosisreduktion, Absetzen oder einen Wechsel des Medikaments. Bitte warten Sie damit nicht weiter ab, sondern wenden Sie sich umgehend an Ihren behandelnden Arzt oder – wenn das kurzfristig nicht möglich ist – an einen ärztlichen Bereitschaftsdienst. Wenn Sie merken, dass Sie diesen Zustand kaum noch aushalten oder sich hoffnungslos fühlen, ist das ein ernstzunehmendes Warnsignal und rechtfertigt auch eine akute Vorstellung.
Sie bilden sich das nicht ein, und Sie müssen da nicht „durchhalten“. Es gibt Alternativen, und Ihr aktueller Zustand ist so nicht akzeptabel.
Viele Grüße, Dr. med. Jörg Zorn
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Dr. med. Jörg Zorn, Arzt / medizinischer Fachautor

Dr. med. Jörg Zorn
Arzt / medizinischer Fachautor

    Studium:
  • Universitätsklinik Marburg
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
    Berufliche Stationen:
  • Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag

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