Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen von Estramon® (ein Östrogen-Präparat) zählen laut Herstellerangaben unter anderem:
- Stimmungsschwankungen
- Hautausschlag
- Juckreiz (Pruritus)
- trockene Haut
- verlängerte Monatsblutungen (Menorrhagie)
- unregelmäßig auftretende Blutungen
- Gebärmutterkrämpfe
- Scheidenentzündung
- Rückenschmerzen
- allgemeines Schwächegefühl (Asthenie)
Quellen:
- Fachinformation: Estramon® 25 µg/24 Stunden, Transdermale Pflaster (2021). Hexal AG. www.gelbe-liste.de.
- Gebauchsinformation: Dermestril® 50 µg/24 Stunden, transdermales Pflaster (2020). MEDA Pharma GmbH & Co. KG. www.patienteninfo-service.de.
- Fachinformation: Tradelia® 25/50/100 Transdermales Pflaster (2005). Dr. August Wolff GmbH & Co. Arzneimittel. www.bfarm.de.




unter einer Estradiol-Therapie sollten nach der Anfangsphase eigentlich keine regelmäßigen Blutungen mehr auftreten – außer es handelt sich um eine bewusst zyklische Hormontherapie. Wiederkehrende Blutungen nach einem Jahr sind deshalb grundsätzlich abklärungsbedürftig.
Ein eigenständiges Verändern des Pflasterrhythmus (z.B. nur alle 5 Tage kleben oder Pausen machen) ist keine gute Lösung, weil das den Hormonspiegel eher unruhig macht und Blutungen sogar verstärken kann.
Wichtiger ist zu klären, warum die Blutungen auftreten. Häufige Ursachen sind eine nicht ausreichend abgestimmte Kombination mit einem Gestagen (falls die Gebärmutter noch vorhanden ist), eine zu hohe oder zu niedrige Dosierung oder auch Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut.
Sie sollten das deshalb gynäkologisch abklären lassen. Bis dahin die aktuelle Anwendung besser unverändert fortführen.
Viele Grüße, Dr. med. Jörg Zorn