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Was ist der Unterschied zwischen einem Muskelfaserriss und einem Muskelbündelriss?

Im Kern handelt es sich um dieselbe Art von Verletzung: Sowohl beim Muskelfaserriss als auch beim Muskelbündelriss werden Muskelfasern so stark gedehnt, dass sie reißen. Allerdings handelt es sich beim Muskelfaserriss hier nur um einzelne Muskelfasern, bei einem Bündelriss reißt praktisch ein ganzer zusammenhängender Muskelstrang.

Ein bisschen Muskelkunde

Um das zu verstehen, lohnt sich ein kurzer Blick darauf, wie ein Muskel aufgebaut ist. Ein Muskel besteht aus mehreren Muskelbündeln. Die Enden sind fest im Knochen verankert. Und ein Muskelbündel besteht wiederum aus mehreren Muskelfasern. Die Basiseinheit im Muskel ist also die Muskelfaser. Sie ist eine Art Zusammenschluss mehrerer Einzelzellen: kontraktiler, sich zusammenziehender Einheiten, den Myofibrillen.

Damit die Muskelbündel nicht auseinanderfallen, werden diese von Bindegewebe, den Faszien umhüllt. Die Faszien sind elastisch und bestimmen auch die Elastizität des Muskels. Deshalb ist es wichtig, die Faszien elastisch zu erhalten, damit sie sich dem Muskel anpassen können. Das geht nur, wenn die Muskulatur bei sportlicher Aktivität oder großer Kraftanstrengung vorbereitet ist. So wird die Dehnung erhöht und der Muskel nimmt keinen Schaden.

Zwischen den Muskelfasern befinden sich Nerven und Blutgefäße.

Muskelfaserriss und Muskelbündelriss: von einigen Wochen bis hin zu Monaten

Ein Muskelfaserriss entsteht, wenn der Muskel, ohne Vorbereitung einer entsprechenden Vordehnung, mit großer Kraftanstrengung überdehnt wird. Die Elastizität kann sich nicht schnell genug aufbauen. Das vereinende Muskelbündel ist bei einem Muskelfaserriss aber noch intakt bzw. nicht in Gänze gerissen. Ein Muskelbündelriss entsteht nach dem gleichen Prinzip wie ein Muskelfaserriss, jedoch bei noch größerer mechanischer Krafteinwirkung.

Das hat sehr reale Konsequenzen: Bei einem Muskelfaserriss dauert es je nach Lage und Ausprägung 2-6 Wochen, bis man den Muskel wieder voll belasten kann. Bei einem Muskelbündelriss beträgt die Ausfallzeit immer über einen Monat, oft auch 3-4 Monate.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

Kommentare  

# Muskelbündelriss: KomplikationenErdei Maria 06.10.2022 19:57
Guten Tag,
ich bin 48 Jahre alt, und habe große Probleme. Im Januar hatte ich einen Arbeitsunfall mit einem Muskelbündelriss in meinem Oberschenkel. Ich wurde konservativ behandelt. Aber nach ca. sechs Monaten Kniebeuge-Übungen habe ich wieder dieselben und noch schlimmere Probleme. Nach MRT: 10 cm nach unten. Ich bin schon im vierten Monat mit viel Schmerzen - und hilflos. Immer wieder bekomme ich neue Risse. Das ist
tragisch. Ich bin nur am Liegen, stehen auf keinen Fall und laufen geht nicht. Dennoch bekomme ich keine Behandlung. Außer Ibu 800 mg und Novaminsulfon. Ich bin verzweifelt und pflegebedürftig. Wer kann mir bitte helfen?
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Autoren unseres Artikels
 
Dr. med. Jörg Zorn, Arzt

Dr. med. Jörg Zorn
Arzt

    Studium:
  • Universitätsklinik Marburg
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
    Berufliche Stationen:
  • Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag

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Alma Marianne Válki-Wollrabe
Physiotherapeutin / medizinische Fachautorin

    Berufliche Stationen:
  • Autorin: "Das Schulter-Arm-Syndrom"
  • Autorin: "Das Geheimnis für ein langes vitales Leben"
  • Autorin: "Das Büro zu Hause - so bleiben Sie fit und gesund im Homeffice"

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Medizinische Prüfung
des Artikels
Dr. med. Monika Steiner, Ärztin / Gutachterin für medizinische Fortbildung

Medizinisch geprüft von
Dr. med. Monika Steiner
Ärztin / Gutachterin für medizinische Fortbildung

    Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
    Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung bei esanum.de

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