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Knochen: Aufbau und Stoffwechsel

Welchen Einfluss haben Hormone wie Calcitonin und Östrogen auf den Knochenaufbau? Und warum ist Sonnenlicht für starke Knochen wichtig? Antworten auf diese und weitere Fragen rund um das Thema Knochenaufbau und -stoffwechsel beantworten wir Ihnen im folgenden Beitrag.

Aufbau

Warum sind Calcium und Vitamin D3 so wichtig für den Körper?

Sowohl Calcium als auch Vitamin D3 sind essentielle Bausteine für unsere Knochen. Sie tragen maßgeblich dazu bei, dass der Knochenstoffwechsel funktioniert und unser Skelett seine Stabilität bewahrt.

Dabei ist Calcium der wichtigste Mineralstoff des Knochens, also im wahrsten Sinne des Wortes ein Baustein. Vitamin D3 hingegen ist eher ein Zulieferer. Es ist dafür zuständig, dass überhaupt Calcium zur Verfügung steht und eingebaut werden kann. Vitamin D3 fördert die Aufnahme von Calcium und Phosphat aus dem Darm und sorgt für den Einbau der Mineralstoffe in die Knochen.

Im jungen und mittleren Erwachsenenalter und bei normaler Ernährung klappt die Zufuhr an Calcium und Vitamin D3 in der Regel reibungslos. Beide Stoffe nehmen wir über die Nahrung auf, Vitamin D3 kann zudem auch vom Körper selbst hergestellt werden, soweit wir ausreichend Sonnenlicht abbekommen.

Anders sieht es in höherem Alter aus, vor allem, wenn die Ernährung möglicherweise nicht mehr so vollwertig ist oder auch bei längerer Bettlägerigkeit. Dann kann es passieren, dass es zu einem Mangelzustand an Calcium oder Vitamin D kommt. Bei Frauen kommt hinzu, dass nach den Wechseljahren die Knochenstabilität auch durch den Östrogenmangel beeinträchtigt wird. Lässt sich dann an den ursächlichen Faktoren nicht kurzfristig etwas ändern, kann die Einnahme von Calcium- und Vitamin-D-Tabletten sinnvoll sein.

Knochenstoffwechsel

Welche beiden Körperstoffe sorgen dafür, dass der Knochen ausreichend Kalzium enthält?

Calcitonin und Vitamin D. Vitamin D ist dabei im eigentlichen Sinne kein körpereigener Stoff: Das Vitamin muss über die Nahrung zugeführt werden oder – mengenmäßig bedeutender – es wird im Körper unter Einfluss von Sonnenlicht aus Vorstufen gebildet.

Deshalb ist für die Knochenmineralisation so wichtig, regelmäßig Tageslicht abzubekommen. Ohne Licht würde sich nicht mehr ausreichend Vitamin D bilden.

Calcitonin ist ein Schilddrüsenhormon, das den Kalzium- und Phosphat-Haushalt steuert. Es senkt den Kalziumspiegel im Blut, in dem es Kalzium in den Knochen einbaut oder über die Nieren ausscheidet.

Welches Hormon sorgt für einen Kalziumabbau im Knochen?

Das sogenannte Parathormon. Parathormon wird in der Nebenschilddrüse gebildet und steuert den Kalziumabbau im Knochen. Unter dem Einfluss dieses Hormons wird Kalzium aus dem Knochen herausgelöst und ins Blut überführt.

Das klingt aus Sicht des Knochens erst einmal schlecht. Ist es aber nicht. Wie fast alle Hormone und Botenstoffe im Körper ist auch Parathormon nur ein Teil eines wunderbar abgestimmten Räderwerks, das logistisch jeden Computer weit übertrifft. So wird manchmal mehr Kalzium im Blut beziehungsweise woanders im Körper benötigt und dann sorgt das Parathormon dafür, dass das Mineral aus den Knochenvorräten gewonnen und zum Zielort transportiert wird. Dass im Knochen weiterhin genug Kalzium verbleibt bzw. wieder eingebaut wird, dafür sorgt ein anderes Hormon: Calcitonin.

Klingt kompliziert? Das war jetzt nur die einfache Version der Geschichte.

Quellen:

  • Feigl, S. Hormone und Knochenstoffwechsel. J. Klin. Endokrinol. Stoffw. 14, 48–54 (2021). https://doi.org/10.1007/s41969-021-00134-z

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