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PSA-Wert: alle Fragen, alle Antworten

Was muss ich zum Thema PSA-Wert wissen? Welche Rolle spielt der Wert in der Prostata-Krebsvorsorge und wie oft muss er dafür bestimmt werden? Diese und viele weitere Fragen rund um das Thema PSA-Wert beantworten wir im folgenden Beitrag.

Einführung

Was genau ist eigentlich PSA?

Das Prostata-spezifische Antigen (PSA) ist ein körpereigenes Eiweiß. Es sorgt in der Prostata für eine Verflüssigung des Samensekrets.

Messbar und in der Diagnostik nutzbar wird PSA dadurch, dass es in geringen Mengen auch ins Blut übergeht und charakteristisch für die Prostata ist. Geringe Mengen an PSA im Blut sind also völlig normal, erhöhte Spiegel deuten auf eine gesteigerte Aktivität in der Vorsteherdrüse (Prostata) hin.

PSA: wichtig zu wissen

Was bedeutet freies und gebundenes PSA?

Bei der Blutuntersuchung auf PSA kann man mit einem zusätzlichen Messverfahren testen, wie viel des PSA frei und wie viel gebunden ist. Frei bedeutet dabei, dass das PSA ungebunden im Blut "schwimmt", gebunden bedeutet, dass das PSA an Bluteiweiße gebunden ist.

Diese Unterscheidung kann diagnostisch wichtig sein, weil viel "freies" PSA eher gegen einen bösartigen Tumor spricht. Sind dagegen unter 20% des PSA frei, also über 80% an Eiweiße gebunden, erhöht das die Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen eines Karzinoms.

Ist der PSA-Test Bestandteil der gesetzlichen Krebsfrühkennung?

Nein, zur gesetzlichen Krebsfrüherkennung gehört lediglich die Abtastung der Prostata mit dem Finger (rektale Untersuchung durch den Arzt). Die meisten Experten sind auch der Ansicht, dass das völlig genügt und der PSA-Test in diesem Rahmen keine Vorteile bringt.

Was ist der INR-Wert?

Auch der INR-Wert ist ein Maß der Blutgerinnung. Da je nach Untersuchungsmethode und Labor der Quick-Wert zur Messung der Blutgerinnung verschieden hoch ausfallen kann, wird heutzutage häufig zusätzlich der INR bestimmt.

Der INR-Wert dient zur Kontrolle und Grundlage der Dosierung von Blutgerinnungshemmern. INR steht dabei für "International Normalized Ratio" oder auch "Prothrombin-Ratio".

Die Normwerte des INR-Wertes liegen im Bereich von 0,90 bis 1,15. Bei abnehmender Gerinnbarkeit des Blutes steigt der INR-Wert und verhält sich umgekehrt proportional zum Quick-Wert. Erhöhte Werte von 2,0 bis 3,5 finden sich z.B. bei einer gerinnungshemmenden Behandlung mit Marcumar® & Co.

Wie bestimmt man den INR-Wert?

Der INR-Wert ist im Prinzip ein standardisierter Quick-Wert. Im Vergleich zum Quick-Wert ermöglicht der INR eine bessere Vergleichbarkeit der in verschiedenen Untersuchungslaboren gemessenen Blutgerinnung. Denn er ist unabhängig von den jeweils verwendeten Testmaterialien.

Und für die, die es ganz genau wissen wollen: Gemessen wird wie beim Quick-Wert die Thrompoplastinzeit. Die INR ist der Quotient aus der Thromboplastinzeit des Patientenplasmas und der Thromboplastinzeit eines Kontrollplasmas.

Bei welchen Blutverdünnern kann auf die Quick-/INR-Kontrolle verzichtet werden?

Seit etwa dem Jahr 2000 sind Medikamente erhältlich, die auch die Blutgerinnung hemmen, bei denen aber die regelmäßige Quick- bzw. INR-Kontrolle wegfällt. Hierzu gehören unter anderem:

Mehr zur Wirkung der neuen Generation von Blutverdünnern lesen Sie hier.

Ablauf der PSA-Testung

Warum sollte ein PSA-Test immer mindestens einmal wiederholt werden?

Weil der PSA-Wert sehr störanfällig ist und sehr stark schwanken kann. So können zum Beispiel so alltägliche Dinge wie körperliche Anstrengung, Fahrradfahren oder auch Geschlechtsverkehr vor der Untersuchung den Wert in die Höhe treiben.

Das gilt auch für eine vorherige rektale Untersuchung. Deshalb sollte die Abtastung der Prostata immer nach der Blutabnahme erfolgen.

Wegen dieser zahlreichen Faktoren, die den Wert verfälschen können (und Gefahr andeuten, obwohl keine besteht), sollte die Bestimmung des PSA-Werts grundsätzlich mehrmals erfolgen.

Warum sollte die Blutentnahme für den PSA-Test immer vor der rektalen Untersuchung erfolgen?

Weil die rektale Untersuchung die Ergebnisse des PSA-Tests verfälschen kann. Der während der Tastuntersuchung ausgeübte Druck auf die Prostata kann zu einer Erhöhung der PSA-Werte führen, ohne dass eine Erkrankung vorliegt.

PSA-Werte und ihre Bedeutung

Bedeutet ein erhöhter PSA-Test immer Krebs?

Klares Nein. Auch die Benigne Prostatahyperplasie und Entzündungen der Prostata oder Blase können einen erhöhten PSA-Wert hervorrufen.

Mitunter wird der PSA-Wert auch durch vorherige körperliche Anstrengung, Geschlechtsverkehr oder Druck auf die Prostata (z.B. durch Fahrradfahren) verändert. Aus diesem Grund sollte ein PSA-Test auch nie direkt nach einer manuellen Prostata-Untersuchung durch den Arzt vorgenommen werden.

Generell gilt: Ein einmalig erhöhter PSA-Wert genügt nicht, um eine Krebsdiagnose zu stellen.

PSA-Wert: Bedeutung in der Krebsvorsorge

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich Prostatakrebs habe, bei bestimmten PSA-Werten?

Ein PSA-Wert allein liefert nie eine 100% sichere Aussage. Bei Werten unter 1 ng/ml, die eigentlich als unverdächtig angesehen werden, bekommt jeder 10. Mann im weiteren Verlauf dennoch ein Prostatakrazinom.

Meist handelt es sich dann aber um so kleine Tumoren, dass sie auch durch andere Untersuchungen nicht entdeckt worden wären. Und nur höchst selten werden diese Tumoren lebensbedrohlich.

Liegt der PSA-Wert zwischen 2 und 4 ng/ml, zeigt sich bei den weiteren Untersuchungen etwa bei jedem vierten Mann, dass tatsächlich ein Karzinom vorliegt. Meist aber ein kleines und nicht bedrohliches. Daher wird in der Regel auch erst ab Werten von 4 ng/ml zu weiteren Untersuchungen geraten.

Bei PSA-Werten zwischen 4 ng/ml und 10 ng/ml steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein bösartiger Krebs vorliegt, deutlich an. Sie sind aber auch noch alles andere als eine sichere Krebsdiagnose. Bei etwa 40% der Männer mit solchen Werten findet man im weiteren Verlauf tatsächlich ein Karzinom.

Liegt der PSA-Wert über 10 ng/ml, besteht eine mindestens 70%ige Wahrscheinlichkeit, dass ein Prostatakrebs die Ursache ist.

Warum ist der PSA-Test in der Krebsvorsorge umstritten?

Zum einen weil der PSA-Wert nicht selten auch erhöht ist, ohne dass sich später Krebs feststellen lässt. Das führt dann zu aufwändigen weiteren Untersuchungen, die für den betroffenen Mann sehr belastend sind, nur um am Ende festzustellen, dass es sich um falschen Alarm handelte.

Vor allem aber weil der Test so häufig in der Krebsvorsorge eingesetzt wird. Hintergrund des Disputs ist, dass das Prostatakarzinom ein vergleichsweise langsam wachsender Krebs des höheren Lebensalters ist. Inwieweit eine frühe Entdeckung somit überhaupt Vorteile bringt, ist strittig. Viele Experten gehen davon aus, dass sich mit der frühen Diagnose keine Lebensjahre gewinnen lassen. Sie kritisieren, dass sich nach Entdeckung eines Prostatakarzinoms durch den PSA-Test eine diagnostische und therapeutische Mühle mit all ihren belastenden Begleiterscheinungen in Gang setzt, die oft gar nicht notwendig gewesen wäre, weil viele der betroffenen Männer niemals etwas von ihrem Krebs bemerkt hätten und auch nicht daran gestorben wären.

Informationen zur Entscheidungshilfe

Wenn Sie selbst unsicher sind, ob Sie im Rahmen der Krebsvorsorge einen PSA-Test durchführen lassen sollen, bietet eine Internetseite, die die AOK, die Universität Bremen und der Krebsinformationsdienst bereit gestellt haben, eine gute Entscheidungshilfe.

www.psa-entscheidungshilfe.de

Auf dieser Seite werden Sie neutral durch die verschiedenen Vor- und Nachteile geführt und können so zu einer eigenen Entscheidung kommen.

PSA im Faktencheck: Was bringt das Screening?

Die einen loben ihn in den Himmel, die anderen verfluchen ihn – seit einigen Jahren erregt der PSA-Test zum Screening auf Prostatakrebs die Gemüter von Ärzten und Wissenschaftlern. Betroffene stehen oft ratlos daneben und wissen nicht weiter. Lassen Sie uns die Sache einmal ganz nüchtern betrachten.

Als Verlaufsparameter bei Krebs unentbehrlich

Der Test auf die für die Prostata typische Substanz diente ursprünglich dazu, nach einer Prostatakrebsbehandlung den weiteren Verlauf zu evaluieren. Als solcher Verlaufsparameter ist der PSA-Test nach wie vor unumstritten. Steigt er nach einer Operation oder Strahlentherapie wieder an, ist das oft ein deutlicher Hinweis auf einen erneuten Ausbruch der Erkrankung.

Anders sieht es mit einem bevölkerungsweiten Screening aus, das alle Männer Deutschlands anvisiert und diejenigen detektieren soll, die einen erhöhten Wert aufweisen. Dadurch sollen nämlich Krebserkrankungen in frühen Stadien entdeckt werden, die viel besser zu behandeln sind als fortgeschrittene Tumoren.

Es muss aber nicht unbedingt Krebs sein

Im Grunde klingt das sehr vernünftig. Leider gibt es dabei aber ein paar Haken. Denn so spezifisch das PSA auch für die Prostata ist, krebsspezifisch ist es nicht. Das heißt, ein erhöhter Wert bedeutet zwar, dass mit der Prostata irgendetwas nicht stimmt; was genau das ist, kann man anhand des Wertes allerdings nicht ablesen.

Es gibt keinen Absolutwert, ab dem man sagen könnte, dass es sich um Krebs handelt. Das Prostata-spezifische Antigen kann bei Krebs, aber eben auch bei Entzündungen und Vergrößerungen des Organs oder einfach nur nach körperlicher Anstrengung jeweils in beliebige Höhen schnellen.

Hitzige Debatte um ein Promille

Interessanterweise herrscht Einigkeit darüber, dass insgesamt durch das Screening nicht weniger Menschen sterben. Zwei relevante Studien der letzten Zeit zeigten beide keinen Unterschied in der Gesamtsterblichkeit im Vergleich von gescreenten zu nicht gescreenten Probanden. In Zahlen übersetzt heißt das: Innerhalb von 11 Jahren starben sowohl in der Screeninggruppe als auch in der Nicht-Screeninggruppe 210 von 1000 Männern.

Was jedoch die Frage nach der Sterblichkeit am Prostatakrebs anbelangt, unterscheiden sich die Studien um sage und schreibe eine Person! Die eine Studie kam nämlich zu dem Ergebnis, dass von besagten 1000 Männern 4 in der nicht gescreenten Gruppe starben, in der Screeninggruppe dagegen nur knapp 3. Die aufgeregte Debatte hängt sich also an der Frage auf, wieviele von 1000 Männern durch das Screening weniger sterben: einer oder keiner.

Fluch und Segen des Screenings

Vielleicht fragen Sie sich, wie es denn sein kann, dass die Gesamtsterblichkeit sich nicht unterscheidet, die Krebstodesfälle aber schon. Das erklärt sich vermutlich über die negativen Auswirkungen, die das Screening mit sich bringt und die Kritiker immer wieder betonen.

Von den 1000 untersuchten Probanden wurden in den 11 Jahren 160 fälschlicherweise identifiziert, das heißt, es wurden in der Folge Proben der Prostata entnommen, obwohl kein Krebs vorhanden war. Von diesen wiederum erhielten 20 Männer sogar eine völlig unnötige Behandlung. Obwohl sie keinen Krebs hatten, wurden sie operiert oder bestrahlt. Eine solche Therapie kann natürlich auch Komplikationen bis hin zum frühzeitigen Tod mit sich bringen. Dadurch gleicht sich die Gesamtsterblichkeit wahrscheinlich wieder aus.

Man kann also sagen: Ja, das Screening sorgt tatsächlich dafür, dass weniger Menschen (knapp 3 statt 4 von 1000) am Prostatakrebs sterben. Die diagnostische und therapeutische Spirale, die dadurch in Gang gesetzt wird, kostet aber wiederum Leben, so dass das Ergebnis unterm Strich dasselbe ist.

Statistiken und der Einzelfall

Vielleicht erschrecken Sie diese Zahlenspiele. Für die Aussagekraft wissenschaftlicher Studien und die Evaluierung neuer Verfahren sind solche nüchternen Rechnungen jedoch tatsächlich wichtig. Über den Einzelfall sagen allerdings wenig aus.

Und da sind wird genau bei Ihnen und anderen Betroffenen, die sich dieselbe Frage stellen: Was haben Sie persönlich von einem PSA-Test? Zu welcher Gruppe gehören Sie? Sind Sie der eine, der tatsächlich Krebs hat und von dem Test profitiert? Oder gehören Sie doch eher zu denen, bei denen der Blutwert falschen Alarm loslöst, und die fortan in Angst und Schrecken leben? Niemand kann Ihnen das sagen.

Wie funktioniert die Selbstmessung der Gerinnungswerte (INR-Wert)?

Will man seine Blutgerinnung selbst messen oder hat sich ein Angehöriger dazu bereit erklärt, gibt es dafür kleine transportable elektronische Geräte (Gerinnungsmonitor). Diese sind batteriebetrieben und können den aktuellen Gerinnungswert bestimmen.

Voraussetzung für die Anwendung von INR-Selbsttests mit dem Ziel der eigenverantwortlichen Anpassung der Dosis des Gerinnungshemmers ist eine mehrstündige Schulung. In dieser wird die korrekte Messung wie auch die Interpretation der Ergebnisse erlernt.

Kurzanleitung der INR-Messung

Und so funktioniert es: Auf einen vorgefertigten Teststreifen gibt man einen Tropfen kapillares Blut. Das bekommt man am besten durch einen Mini-Piekser in die Fingerkuppe (die dafür geeigneten kleinen Pieks-Nadeln liegen den Geräten in der Regel bei, lediglich ein vorheriges Aufwärmen ist nötig). Der mit Blut versetzte Teststreifen wird dann in das Gerät eingelegt, das den Wert misst und auf einer digitalen Anzeige ausspielt.

Das Testergebnis liegt bereits nach kurzer Zeit (eine Minute) vor. Das Gerät verfügt über einen Speicher, die Werte können mittels einer PC-Übertragung auch an den Arzt weitergeleitet werden. Daneben müssen die Werte und Dosisanpassungen protokolliert und vierteljährlich überprüft werden.

Kann ich mich einfach so für eine Selbstmessung der Gerinnungswerte entscheiden oder muss diese genehmigt werden?

Nein, das allgemeine Vorgehen vor einer geplanten Selbstüberwachung des INR-Wertes ist:

  • eine Verordnung durch den behandelnden Arzt,
  • die Bewilligung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse,
  • die Anmeldung in einer Schulungseinrichtung und
  • die Schulung selbst.

Nach erfolgreicher Schulung erhält man ein entsprechendes Zertifikat.

Einflussfaktoren

Stimmt es, dass Fahrradfahren oder körperliche Anstrengung den PSA-Wert ansteigen lassen können?

Ja. Alles, was Druck auf die Prostata ausübt, kann des PSA-Wert kurzfristig erhöhen. Das gilt besonders für Fahrradfahren, aber auch für körperliche Anstrengung generell, und das gilt übrigens auch für Geschlechtsverkehr.

Gerade wegen dieser vielen "Störfaktoren" muss ein erhöhter PSA-Wert immer nachkontrolliert werden, bevor man voreilige Schlüsse zieht. Er könnte nämlich auch ganz harmlose Ursachen haben.

Wissenswertes

Kostenübernahme, Krebsfrüherkennung und Alternativen

Wird der PSA-Test im Rahmen der gesetzlichen Krebsfrüherkennung von den Krankenkassen bezahlt?

Nein, zumindest die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in aller Regel nur die Kosten für die Tastuntersuchung (rektale Untersuchung durch den Arzt). Die Kosten für einen PSA-Test müssen dann also vom Patienten selbst getragen werden. Das ist zumindest der Stand im Januar 2010.

Es ist allerdings auch höchst umstritten, inwieweit der PSA-Test im Rahmen der Krebsfrüherkennung überhaupt etwas bringt. Die meisten Experten gehen heute davon aus, dass er zur Früherkennung verzichtbar ist.

Anders sieht es aus, wenn andere Symptome oder Beschwerden darauf hindeuten, dass Prostatakrebs vorliegt. Wenn der PSA-Test in diesem Zusammenhang als weitere diagnostische Maßnahme eingesetzt wird, wird er auch von den Krankenkassen bezahlt. Das Gleiche gilt für PSA-Tests im Rahmen der Krebsnachsorge.

Habe ich einen Anspruch auf Erstattung der Kosten für einen PSA-Test?

Nein, zumindest nicht im Rahmen der gesetzlichen Krebsvorsorge. Der PSA-Test gehört nicht zum Früherkennungsprogramm bei Prostatakrebs und wird daher von den gesetzlichen Krankenkassen in diesem Zusammenhang auch nicht bezahlt bzw. erstattet.

Anders sieht es aus, wenn der PSA-Wert bestimmt wird, um einem Krebsverdacht nachzugehen, zum Beispiel, wenn die rektale Untersuchung auffällig war. Auch wenn bereits ein Prostatatumor vorliegt und der PSA-Test zur Verlaufsdiagnose dient, werden die Kosten selbstverständlich übernommen.

Wenn Sie privat krankenversichert sind, klären Sie die Kostenübernahme in der Krebsvorsorge am besten vor den geplanten Untersuchungen mit Ihrem Versicherer.

Gibt es außer dem PSA-Test noch andere Bluttests auf Prostatakrebs?

Gerade weil der PSA-Test in seiner Aussage so unsicher ist, wird intensiv an der Entwicklung weiterer Tests auf Prostatakrebs geforscht. Im Mittelpunkt steht dabei die Suche nach bzw. der Nachweis von bestimmten Zellen oder Zellmarkern, die charakteristisch für ein Prostatakarzinom sind.

Einige neue Tests sind auch schon auf dem Markt, allerdings sind sie noch nicht abschließend geprüft.

Wenn Ihnen ein solcher Test angeboten wird, müssen Sie bedenken, dass dieser zwar eine Aussage liefern kann, dass die Zuverlässigkeit aber noch nicht offiziell abgesegnet ist. Sie erlangen dadurch also keine endgültige Sicherheit, zumindest nicht, wenn Sie nach den Leitlinien der zuständigen Kommissionen gehen. Außerdem wird Ihre Krankenkasse die Kosten für die Untersuchung höchstwahrscheinlich nicht übernehmen.

Das bedeutet nicht, dass diese neuen Tests schlecht sein müssen. Sie sind einfach noch nicht ausreichend erprobt.

Quellen:

  • Manski, D. (2017) Urologielehrbuch.
  • Schmelz et al. Facharztwissen Urologie.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

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Kommentare: Archiv

 
PSA Wert
2019-06-27 13:06:09, Dietmar Knape
Ich fahre schon seit vielen Jahren täglich 10 km mit dem Rad. Mein Urologe stellte einen PSA-Wert von 8,6 fest. Ich habe meinen Hausarzt davon in Kenntnis gesetzt. Sein Rat: 3 Wochen kein Rad fahren und 14 Tage keinen Sex. Danach habe ich einen neuen Test machen lassen. Der Wert von 8,6 auf 4,3. Für mich zu ersehen, dass es einiges gibt, was die Prostata beeinflusst. Ich bin 67 Jahre und mein Mittelwert liegt ständig bei 4-5,4. Und das seit Jahren und ich habe null Probleme.
 
PSA-Wert
2017-03-21 08:45:20, Wende
90% aller symptomatischen, chronischen "Prostatitisfälle" gehören zum "Chronischem Beckenschmerzsyndrom" ("Chronic Pelvic Pain Syndrome" (CPPS)).
(weiterer Kommentartext stark gekürzt, weil überwiegend 1:1 kopiert, siehe Kommentarregeln)
(von http://www.dr-walser.ch/index.html?prostatitis.htm).
Es gibt ein Verkettungssyndrom von der Lumboischialgie zu den Unterleibsorganen bis zur Prostata
(http://www.wirbel-sturm.com/ws/index.php/verkettungssyndrom.html).
Bei der Verspannung des gesamten Beckenbodens werden entzündungsspezifische Botenstoffe freigesetzt…
(vgl. http://www.chirurgie-portal.de/urologie/prostatitis-syndrom/chronische-beckenschmerzsyndrom-pelvic-pain-syndrome.html).
PS: Mein Urologe hat bei mir erstmalig nach gründlicher Untersuchung unauffälliger Prostata einen PSA-Test gemacht.  Da mein PSA bei 14 lag, hat er mir Antibiotika gegeben. Nach einem Monat war mein PSA auf 18 gesprungen. Ich habe seit Jahrzehnten ein Beckenschmerzsyndrom mit Cremaster-, Gesäß- und Beinschmerzen. Der PSA sagt für mich aus, dass von der Wirbelsäule ausgehende Verspannungen maßgeblich sind und die Schulmedizin keine Ahnung hat.
 
Prostata
2016-10-21 19:34:02, Teutsch Marius
Habe schon mal Blut abgegeben,  um Prostata mal zu testen. Ich habe selbst 25 Euro zahlen müssen, für den Test. ich habe meinen Hausarzt gefragt, und er hat mir gesagt, sehr gut, 7 wert.  Aber durch das Internet habe ich erfahren, dass 7 schlecht ist, oder?
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