Nach einer Ultraschall-Untersuchung des Herzens (Echokardiographie) liest man im Arztbrief mitunter die Abkürzung WBS. Damit sind Wandbewegungsstörungen des Herzens gemeint.
Solche Wandbewegungsstörungen können auf eine Minderdurchblutung des Herzmuskels hinweisen – also auf eine Verengung der Herzkranzgefäße. Wenn nämlich einzelne Abschnitte des Herzmuskels durch die Durchblutungsstörung unterversorgt sind, arbeitet der Herzmuskel an dieser Stelle nur eingeschränkt – und das kann man in der Ultraschall-Untersuchung sehen. Vor allem unter Belastung, wenn man also während der Untersuchung auf dem Fahrrad strampeln muss (Stress-Echokardiographie), werden die Wandbewegungsstörungen sichtbar.
Typisch nach einem Infarkt
Eine weitere typische Ursache für Wandbewegungsstörungen ist ein vorangegangener Herzinfarkt. Dann ist ja in der Regel ein ganzer Abschnitt des Herzmuskels geschädigt worden, was bei den Pumpbewegungen des Herzens zu typischen Einschränkungen an dieser Stelle führt.
Mitunter können Wandbewegungsstörungen aber auch auf andere Ursachen zurückgehen, zum Beispiel auf Infektionen des Herzens.




Was bedeutet invasiver Ausschluss KHK?
Helga
ein erhöhter NT-proBNP-Wert bedeutet, dass das Herz vermehrt unter Belastung steht. NT-proBNP ist ein Hormon, das vor allem bei einer Dehnung der Herzkammern freigesetzt wird. Häufig ist ein erhöhter Wert ein Hinweis auf eine Herzschwäche, er kann aber auch bei anderen Erkrankungen auftreten, beispielsweise bei Vorhofflimmern, Herzklappenerkrankungen, Bluthochdruck, einer Lungenembolie oder auch bei eingeschränkter Nierenfunktion. Der Wert allein beweist daher keine Herzschwäche, sondern muss immer zusammen mit den Beschwerden und weiteren Untersuchungen beurteilt werden.
Mit „invasiver Ausschluss einer KHK“ ist gemeint, dass eine koronare Herzkrankheit (KHK), also relevante Verengungen der Herzkranzgefäße, mittels Herzkatheteruntersuchung ausgeschlossen werden sollen oder bereits ausgeschlossen wurden. „Invasiv“ bedeutet, dass ein Katheter über eine Arterie – meist am Handgelenk oder in der Leiste – bis zu den Herzkranzgefäßen vorgeschoben wird. Dort wird Kontrastmittel eingespritzt, um mögliche Engstellen direkt sichtbar zu machen. Ergibt die Untersuchung keine bedeutsamen Verengungen, spricht man von einem invasiven Ausschluss einer KHK.
Viele Grüße, Dr. med. Jörg Zorn