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Traubensilberkerze: Wirkung und Nebenwirkungen

Autoren:

Wie wirkt die Traubensilberkerze? Was muss ich bei der Therapie beachten? Welche Nebenwirkungen können eintreten? Im folgenden Beitrag finden Sie Fragen und Antworten rund um die Heilpflanze Traubensilberkerze.

Einführung

Wem hilft die Traubensilberkerze?

Die Traubensilberkerze ist ein Pflanze, die in den USA und Kanada beheimatet ist. Sie kann bei unterschiedlichen Beschwerden Linderung verschaffen. Dazu zählen Probleme während des Monatszyklus oder den Wechseljahren. Sogar bei Haarausfall nach den Wechseljahren soll die Heilpflanze helfen.

Unter welchen Namen ist die Traubensilberkerze noch bekannt?

Die Traubensilberkerze ist unter einer Vielzahl an Namen bekannt. Sie wird auch bezeichnet als: Cimicifuga racemosa (wissenschaftlicher Name), Christophskraut, Frauenwurzel, Nordafrikanische Schlangenwurzel und Wanzenkrautwurzel.

Zu den Präparaten, die Traubensilberkerze enthalten, gehören u.a.:

  • Remifemin®
  • Femikliman® uno
  • NaroFem
  • Cimicifuga Stada®

Wirkung

Wie wirkt Traubensilberkerze auf Zyklus, PMS und Wechseljahre?

Traubensilberkerze hat positive Effekte auf unregelmäßige Zyklen und schmerzhafte Monatsblutungen. Bei Frauen in den Wechseljahren kann das Phytotherapeutikum zudem die Hitzewallungen lindern. Insbesondere die Wirkung auf Hitzewallungen ist unter Experten aber umstritten, weil einige Studien keinen derartigen Effekt zeigen konnten.

Empfohlen wird eine Tagesdosis von 40-80 mg. Wie bei den meisten pflanzlichen Arzneimitteln setzt die Wirkung nicht sofort ein, die positiven Effekte zeigen sich in der Regel vier bis sechs Wochen nach der ersten Einnahme.

Die Traubensilberkerze ist eine in Nordamerika und Kanada beheimatete Pflanze und wird auch indianische Frauenwurzel oder Wanzenkraut genannt. Der wissenschaftlicher Name lautet Cimicifuga racemosa.

Auf welche Weise wirkt Traubensilberkerze gegen klimakterische Beschwerden?

Man geht davon aus, dass der Extrakt aus dem Wurzelstock der Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) ein sogenannter Selektiver-Östrogen-Rezeptor-Modulator (SERM) ist.

Das bedeutet, dass die Phytoöstrogene der Pflanze ihre östrogenähnlichen Effekte zwar wie gewünscht auf Knochen, Herz, Psyche, Scheide und Harnblase haben, jedoch nicht auf das Gewebe der Brust und der Gebärmutter. Denn an letzteren beiden können Östrogene möglicherweise das Risiko für die Entwicklung bösartiger Geschwulste (Krebserkrankungen) erhöhen.

Traubensilberkerze stoppt hormonell bedingten Haarausfall

Gegen den Haarausfall nach den Wechseljahren ist ein Kraut gewachsen: Die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) scheint dem sogenannten androgenetischen Haarausfall bei Frauen entgegenzuwirken. Dies zumindest hat eine Studie an der Universitätsklinik Bochum ergeben.

Nach sechsmonatiger Behandlung mit dem Pflanzenwirkstoff nahm sowohl das Haarwachstum als auch die Haardicke zu. Zurückgeführt wird dieser Effekt auf die Östrogen-ähnliche Wirkung der Traubensilberkerze. Zum Hintergrund: Das schüttere Haar nach den Wechseljahren wird auf einen Mangel am weiblichen Geschlechtshormon Östrogen zurückgeführt. Die Traubensilberkerze wird deshalb schon seit langem auch bei anderen Wechseljahresbeschwerden therapeutisch eingesetzt.

Wie lange dauert es, bis Traubensilberkerze seine Wirkung gegen Wechseljahresbeschwerden entfaltet?

Das kann rund vier bis sechs Wochen dauern. Geben Sie hier auf keinen Fall zu früh auf, wenn nicht gleich zu Beginn eine Besserung eintritt. Für Traubensilberkerze ist es, wie für viele andere pflanzliche Arzneimittel auch, völlig normal, dass sie eine ganze Weile benötigt, bis sie ihre Wirkung entfaltet.

Wenn bei Ihnen nichts dagegen spricht, sind pflanzliche Mittel wie Narofem ➚ aus unserer Sicht durchaus einen Versuch wert.

Nebenwirkungen

Hat die Einnahme von Cimicifuga-Extrakten (Traubensilberkerze) unerwünschte Nebenwirkungen?

Zu unerwünschten Wirkungen kam es durch Einnahme von Extrakten aus dem Wurzelstock der Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) in Untersuchungen nur sehr selten. Einzelne Frauen klagten über Magen-Darm-Beschwerden, Durchfälle, allergische Hautreaktionen (Nesselsucht, Hautjucken, Hautausschlag), Gesichtsschwellungen oder Wassereinlagerung in Armen und Beinen. Ob diese Beschwerden tatsächlich infolge der Cimicifuga-Einnahme entstanden, lässt sich bislang nicht eindeutig beurteilen.

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

Was ist bei Traubensilberkerze-Präparaten zu beachten, wenn man Marcumar oder ähnliche Blutverdünner einnehmen muss?

Produkte mit Traubensilberkerze (Camicifuga) können den Blutgerinnungswert (INR-Wert) im Rahmen einer gerinnungshemmenden Behandlung beeinflussen. Frauen, die dennoch ein Präparat mit diesem Wirkstoff einnehmen möchten, sollten den INR-Wert zur Sicherheit mindestens einmal wöchentlich kontrollieren, um die Dosis des Gerinnungshemmers gegebenenfalls anzupassen.

Wer sollte kein Präparat aus der Traubensilberkerze einnehmen?

Frauen mit hormonempfindlichem Brustkrebs (der medizinische Fachausdruck dafür ist Hormonrezeptor-positives Mammakarzinom) dürfen Cimicifuga-Präparate nicht einnehmen.

Frauen mit Lebererkrankungen sollten ebenfalls kein Cimicifuga-Extrakt nehmen. Denn in Untersuchungen fand man Hinweise darauf, dass die Substanzen möglicherweise leberschädigend (hepatotoxisch) sein könnten.

Deshalb ein Hinweis: Bekommen Sie während der Einnahme Leberbeschwerden (etwa Schmerzen in der rechten Seite des Oberbauchs) oder unerklärliche Übelkeit und Appetitverlust, sollten Sie das Cimicifuga-Präparat zunächst sicherheitshalber nicht weiter einnehmen und einen Arzt konsultieren.

Quellen:

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

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