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Traubensilberkerze: Wirkung und Nebenwirkungen

Wie wirkt die Traubensilberkerze? Was muss ich bei der Therapie beachten? Welche Nebenwirkungen können eintreten? Im folgenden Beitrag finden Sie Fragen und Antworten rund um die Heilpflanze Traubensilberkerze.

Einführung

Die Traubensilberkerze ist eine in Nordamerika und Kanada beheimatete Pflanze und wird auch indianische Frauenwurzel oder Wanzenkraut genannt. Der wissenschaftlicher Name lautet Cimicifuga racemosa.

Wem hilft die Traubensilberkerze?

Die Traubensilberkerze kann bei unterschiedlichen Beschwerden Linderung verschaffen. Dazu zählen Probleme während des Monatszyklus oder den Wechseljahren. Sogar bei Haarausfall nach den Wechseljahren soll die Heilpflanze helfen.

Wirkung

Die Kraft steckt in der Wurzel

Bei der Traubensilberkerze geht es medizinisch vor allem um die Wurzel. Sie enthält sogenannte Triterpenglykoside, die ähnliche Wirkungen wie Östrogene entfalten. Der Effekt ist nachgewiesen, tritt aber erst nach zwei bis vier Wochen ein und setzt eine regelmäßige Einnahme voraus. Das gilt übrigens für fast alle pflanzlichen Arzneistoffe. Sie brauchen Zeit, um zu wirken, dann aber ist der Effekt umso nachhaltiger.

Wie wirkt Traubensilberkerze auf Zyklus und PMS?

Traubensilberkerze hat positive Effekte auf unregelmäßige Zyklen und schmerzhafte Monatsblutungen.

Auf welche Weise wirkt Traubensilberkerze gegen Wechseljahresbeschwerden?

Man geht davon aus, dass der Extrakt aus dem Wurzelstock der Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) ein sogenannter Selektiver-Östrogen-Rezeptor-Modulator (SERM) ist. Das bedeutet, dass die Inhaltsstoffe der Pflanze ihre östrogenähnlichen Effekte zwar wie gewünscht auf Knochen, Herz, Psyche, Scheide und Harnblase haben, jedoch nicht auf das Gewebe der Brust und der Gebärmutter. Denn an letzteren beiden können Östrogene möglicherweise das Risiko für die Entwicklung bösartiger Geschwulste (Krebserkrankungen) erhöhen.

Bei Frauen in den Wechseljahren kann das Phytotherapeutikum zudem die Hitzewallungen lindern. Insbesondere die Wirkung auf Hitzewallungen ist unter Experten aber umstritten, weil einige Studien keinen derartigen Effekt zeigen konnten.

Traubensilberkerze stoppt hormonell bedingten Haarausfall

Die Traubensilberkerze scheint dem sogenannten androgenetischen Haarausfall bei Frauen entgegenzuwirken. Dies zumindest hat eine Studie an der Universitätsklinik Bochum ergeben.

Nach sechsmonatiger Behandlung mit dem Pflanzenwirkstoff nahm sowohl das Haarwachstum als auch die Haardicke zu. Zurückgeführt wird dieser Effekt auf die Östrogen-ähnliche Wirkung der Traubensilberkerze. Zum Hintergrund: Das schüttere Haar nach den Wechseljahren wird auf einen Mangel am weiblichen Geschlechtshormon Östrogen zurückgeführt.

Einnahme

Wie nimmt man Traubensilberkerze-Präparate am besten ein?

Empfohlen wird eine Tagesdosis von 40-80 mg. Wie bei den meisten pflanzlichen Arzneimitteln setzt die Wirkung nicht sofort ein, die positiven Effekte zeigen sich in der Regel vier bis sechs Wochen nach der ersten Einnahme.

Nebenwirkungen

Kann die Einnahme von Cimicifuga-Extrakten (Traubensilberkerze) Nebenwirkungen verursachen?

Zu unerwünschten Wirkungen kam es durch Einnahme von Extrakten aus dem Wurzelstock der Traubensilberkerze in Untersuchungen nur sehr selten. Einzelne Frauen klagten über Magen-Darm-Beschwerden, Durchfälle, allergische Hautreaktionen (Nesselsucht, Hautjucken, Hautausschlag), Gesichtsschwellungen oder Wassereinlagerung in Armen und Beinen. Ob diese Beschwerden tatsächlich infolge der Cimicifuga-Einnahme entstanden, lässt sich bislang nicht eindeutig beurteilen.

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

Was ist bei Traubensilberkerze-Präparaten zu beachten, wenn man Marcumar oder ähnliche Blutverdünner einnehmen muss?

Produkte mit Traubensilberkerze können den Blutgerinnungswert (INR-Wert) im Rahmen einer gerinnungshemmenden Behandlung beeinflussen. Frauen, die dennoch ein Präparat mit diesem Wirkstoff einnehmen möchten, sollten den INR-Wert zur Sicherheit mindestens einmal wöchentlich kontrollieren, um die Dosis des Gerinnungshemmers gegebenenfalls anzupassen.

Wer sollte kein Präparat aus der Traubensilberkerze einnehmen?

Frauen mit hormonempfindlichem Brustkrebs (der medizinische Fachausdruck dafür ist Hormonrezeptor-positives Mammakarzinom) dürfen Cimicifuga-Präparate nicht einnehmen.

Frauen mit Lebererkrankungen sollten ebenfalls kein Cimicifuga-Extrakt nehmen. Denn in Untersuchungen fand man Hinweise darauf, dass die Substanzen möglicherweise leberschädigend (hepatotoxisch) sein könnten. Deshalb ein Hinweis: Bekommen Sie während der Einnahme Leberbeschwerden (etwa Schmerzen in der rechten Seite des Oberbauchs) oder unerklärliche Übelkeit und Appetitverlust, sollten Sie das Cimicifuga-Präparat zunächst sicherheitshalber nicht weiter einnehmen und einen Arzt konsultieren.

Wissenswertes

Unter welchen Namen ist die Traubensilberkerze noch bekannt?

Die Traubensilberkerze ist unter einer Vielzahl an Namen bekannt. Sie wird auch bezeichnet als: Cimicifuga racemosa (wissenschaftlicher Name), Christophskraut, Frauenwurzel, Nordafrikanische Schlangenwurzel und Wanzenkrautwurzel.

Zu den Präparaten, die Traubensilberkerze enthalten, gehören u.a.:

  • Remifemin®
  • Femikliman® uno
  • NaroFem
  • Cimicifuga Stada®

Quellen:

Mit Pflanzenkraft Wechseljahresbeschwerden effektiv lindern

Heilpflanzen gegen den Östrogenmangel

Egal, ob Sie sich für oder gegen eine Hormonersatztherapie entscheiden: Heilpflanzen können Wechseljahresbeschwerden lindern – und zwar ganz sanft. Pflanzenstoffe wie Hopfenblüte, Mönchspfeffer oder Traubensilberkerze helfen, dem Östrogenmangel in der Menopause entgegenzuwirken. Das ist wissenschaftlich nachgewiesen.

Nutzen Sie die Kraft der Pflanzen für Ihre Gesundheit. Mehr dazu erfahren Sie hier: Sieben Heilpflanzen, die Ihnen in den Wechseljahren wirklich helfen

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

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