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Wie wird die Chemotherapie mit Docetaxel (Taxotere®) bei Prostatakrebs verabreicht? Muss man zur Behandlung in eine Klinik? Und welche Nebenwirkungen können unter Docetaxel auftreten? Diese und weitere Fragen beantworten wir im folgenden Beitrag.

Wirkung

Wie wirkt Docetaxel (Taxotere) bei Prostatakrebs?

Docetaxel (Taxotere®) ist derzeit das bevorzugte Medikament in der chemotherapeutischen Behandlung des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms. Das zur Gruppe der Taxane gehörende Zytostatikum hemmt die Zellteilung und somit das Krebswachstum.

So wird Taxotere® eingesetzt

Das Chemotherapeutikum wird als Infusion über die Vene gegeben. Auf diese Weise soll erreicht werden, dass sich der Wirkstoff Docetaxel möglichst schnell und gleichmäßig im gesamten Körper verteilt. Durch den besonderen Wirkmechanismus verhindert Docetaxel die Ausbreitung des Prostatakrebses und die Bildung von Tochtergeschwülsten (Metastasen).

Die Behandlung erfolgt in Abständen von drei Wochen und kann ambulant im Krankenhaus oder in einer geeigneten Praxis durchgeführt werden. Für jede Sitzung sollten Sie mindestens eine Stunde einrechnen.

Die empfohlene Dosierung liegt bei 75 mg pro Quadratmeter Körperoberfläche. Um die potentiellen Nebenwirkungen dieser Therapie so gering wie möglich zu halten, wird empfohlen, zusätzlich zweimal täglich 5 mg Prednisolon (Kortison) in Tablettenform einzunehmen.

Pro und Contra abwägen

Viele Chemotherapien gehen leider mit erheblichen Nebenwirkungen einher. Der Grund ist, dass sie nicht nur selektiv auf die sich schnell teilenden Krebszellen einwirken, sondern auf unseren ganzen Organismus Einfluss nehmen. Daher finden sie im Falle des Prostatakarzinoms meist auch erst dann Anwendung, wenn alle hormonellen Möglichkeiten ausgeschöpft sind oder wenn eine schnell und effektiv wirkende Therapie notwendig ist.

Man muss also immer individuell abwägen, ob der Nutzen einer solch aggressiven Behandlung über das Risiko der Nebenwirkungen gestellt werden kann. Ein Beispiel für eine Entscheidung zugunsten der Chemotherapie könnte etwa eine drohende Querschnittslähmung aufgrund von Wirbelsäulen-Metastasen sein oder eine akute Lebensgefahr durch bestehende Lungenmetastasen.

Quellen:

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Kommentare

Autorin unseres Artikels
 
Dr. med. Sonia Trowe, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie

Dr. med. Sonia Trowe
Fachärztin für Dermatologie und Venerologie

    Studium:
  • Medizinische Hochschule Hannover (MHH)
    Berufliche Stationen:
  • BG Klinikum Hamburg, iDerm, Dermatologische Gemeinschaftspraxis in Hamburg

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Medizinische Prüfung
des Artikels
Dr. med. Monika Steiner, Ärztin / Gutachterin für medizinische Fortbildung

Medizinisch geprüft von
Dr. med. Monika Steiner
Ärztin / Gutachterin für medizinische Fortbildung

    Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
    Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung bei esanum.de

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Dr. med. Sonia Trowe, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie

Autorin
Dr. med. Sonia Trowe
Fachärztin für Dermatologie und Venerologie / medizinische Fachautorin

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Medizinisch geprüft von
Dr. med. Monika Steiner
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