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Corona-Tests und Corona-Zahlen: Wie groß ist die Gefahr wirklich?

Der folgende Beitrag ist von einer Ärztin, die sich in den letzten Wochen recht intensiv mit dem Thema Corona beschäftigt hat und einiges an den publizierten Zahlen für fragwürdig hält. Und damit auch einige der Maßnahmen, die seitens der Politik ergriffen werden.

Wir sind der Ansicht, dass auch solche Stimmen und Einschätzungen Gehör finden sollten, zumindest dann, wenn sie wie hier recht gut belegt sind.

Wie aussagekräftig sind die Virus-Tests?

In diesem Beitrag trage ich wichtige Hintergrundinformationen darüber zusammen, wie derzeit getestet und gezählt wird.

Eine offene Frage ist derzeit, wie zuverlässig die Corona-Tests sind. Eine Anfang März in der Fachpresse erschienene chinesische Studie ergab, dass der PCR-Test zu mindestens 50%, potenziell sogar 80%, falsch positiv ausfällt.Falsch positiv würde bedeuten, der Test zeigt eine Erkrankung an, obwohl keine vorliegt (Anmerkung der Redaktion: Diese Studie wurde mittlerweile wieder zurückgezogen, die Gründe kennen wir nicht. Möglicherweise waren diese Ergebnisse wissenschaftlich nicht haltbar). 

Bei den in Deutschland eingesetzten Tests wissen wir die Fehlerrate nicht, da Validierungsstudien hier bislang fehlen. Die Tests sind lediglich von miteinander kooperierenden Instituten „befürwortet" worden.2

Laut der Originalpublikation der Entwickler wurde der Test in einem Schnellverfahren in Abwesenheit originaler Patientenproben oder SARS-CoV-2-Isolate erarbeitet.3 Dieser Test detektiert SARS-ähnliche Viren, die bereits vor Wuhan weltweit vorkamen. Die Urheber gehen selbst davon aus, dass wahrscheinlich alle asiatischen SARS-verwandten Viren von diesem Test angezeigt werden.3

Mehr zu den Symptomen bei einer Corona-Virus-Infektion lesen Sie hier.

Was hat es mit dem rasanten Anstieg der Fallzahlen auf sich?

Selbst das Robert-Koch-Institut (RKI) wusste zunächst nicht, wie viel in Deutschland wirklich getestet wird, es gab nur Schätzungen. Denn: bis vor Kurzem wurde die Gesamtzahl der Tests nicht berichtet, sondern lediglich die Zahl der positiv Getesteten. Nun sollen auch Tests ohne Virusnachweis gemeldet werden, sodass sich die Zahlen überhaupt ins Verhältnis setzen lassen.4

Warum ist das wichtig? Am 9. März 2020 wurden 300 „Neuinfizierte“ (korrekter: neue Test-Positive) gemeldet. Am 16. März schon 1.900 und am 23. März sogar 3.200. Die Gesamtfallzahl nahm in diesen zwei Wochen von etwas über 1.000 auf 32.000 zu. Stand 28. März waren es ungefähr 50.000.4 Dies vermittelte den Eindruck, dass sich das Virus unaufhaltsam im gesamten Land ausbreitet und im Zuge dessen wurden die gravierendsten Grundrechtseinschränkungen seit Bestehen der Bundesrepublik angeordnet.5,6

Wer viel testet, findet auch viel

Ein näherer Blick zeigt uns jedoch, dass die besorgniserregende, beinahe Verdreifachung der Fallzahlen im Wesentlichen daher rührt, dass fast dreimal so viele Tests stattfanden. In KW 11 wurden in Deutschland knapp 130.000 Tests durchgeführt, in KW 12 dagegen fast 350.000. Die reale Zunahme der Fälle, bezogen auf die Menge der Tests, beträgt lediglich einen (!) Prozentpunkt: In KW 11 wurde bei knapp 6% der Untersuchten das Virus nachgewiesen, in KW 12 hingegen bei 7%.4  Die Zahl der Fälle losgelöst von der Anzahl der Tests darzustellen ist schlicht irreführend, wie auch die Tagesschau am 19. März einräumen musste.

Einen interessanten Hintergrund-Bericht hierzu finden Sie hier.

Ursache oder Nebensache: Wie werden Todesfälle gezählt?

RKI-Präsident Lothar Wieler bestätigte im Rahmen eines Corona-Lageberichtes, dass jeder Verstorbene, bei dem das Virus nachgewiesen wird, als Corona-Toter geführt wird, völlig gleich, ob er an oder lediglich mit dem Virus gestorben ist.8  Ein Beispiel hierfür ist der erste sog. „Corona-Tote" in Schleswig-Holstein: ein 78jähriger Mann, der mit Speiseröhrenkrebs im Endstadium auf einer Palliativstation verstarb. Einige Tage vor seinem Tod wurde der Virusabstrich durchgeführt und nach seinem Tod das Ergebnis mitgeteilt, woraufhin er sofort zur Liste der Corona-Toten hinzugefügt wurde, als Nr. 52 in Deutschland.9

Diese Verzerrung der Statistik betrifft aber nicht nur Deutschland. In Italien ging dies soweit, dass auch Verkehrstote und Krebstote nach ihrem Tod noch getestet und bei positivem Befund als Corona-Tote vermeldet wurden.10

Mit Corona oder durch Corona gestorben?

Egal, in welchem Umfeld man misst, ob bei Symptomfreien, bei Menschen mit Schnupfen, bei Schwerstkranken oder sogar Toten: in etwa 7-15% wird man immer auch auf Coronaviren stoßen. Diese Rate ist aus den Vorjahren bekannt.11 In der Regel ist es eine sich jede Saison verändernde Mischung von Viren (Grippeviren, Rhinoviren und eben Coronaviren), die uns gemeinsam befallen und krank machen können, aber nicht müssen. In der Infektiologie wird daher unterschieden zwischen

  • a) einer Person, die einen bestimmten Erreger zwar in sich trägt, deren Immunsystem diesen Erreger aber in Schach hält und
  • b) einer Person, deren Abwehr sozusagen überrannt wird und die dann Krankheitssymptome entwickelt.12

Leider treffen viele Mainstream-Medien auch diese wichtige Unterscheidung bei ihrer Berichterstattung nicht. Da die absolute Mehrheit der Test-Positiven keine oder nur milde Symptome entwickelt, ist es massiv irreführend, in dieser Höhe von Neuerkrankungen zu sprechen.13

Wo und wer wird getestet?

Für die Einordnung der Fallzahlen ist es darüber hinaus wesentlich, wo die begrenzt verfügbaren Tests zum Einsatz gekommen sind. Aus den aktuell verbreiteten Daten ist nicht erkennbar, welche Gruppen in welchem Umfang getestet wurden. Es fehlt somit die wissenschaftliche Vergleichbarkeit.7 In anderen Ländern werden anscheinend vermehrt Schwerkranke getestet, während Personen mit mildem Verlauf, die vielleicht nur ein Halskratzen haben, gar nicht erst abgestrichen und gezählt werden.4 Dass man von Tests unter Bewohnern von Altenheimen oder auf Intensivstationen, also bei relevant Vorerkrankten, Schwerkranken und Sterbenden, nicht auf die Gefährlichkeit eines Erregers für die Normalbevölkerung schließen kann, liegt auf der Hand.5

Die Rolle der Vorerkrankungen

Dass viele der Patienten wegen anderer Gründe als Corona ins Krankenhaus kommen, verrät zum Beispiel eine Untersuchung von Patientendaten durch das Istituto Superiore di Sanità (oberste italienische Gesundheitsbehörde oder ISS). Diese ergab, dass das mittlere Alter positiv getesteter Verstorbener bei 79 Jahren liegt und es bis dato (Stand 30. März) lediglich 19 Tote (2,1%) gibt, bei denen keine weiteren Erkrankungen beteiligt waren.

  • Bei 21,6% bestand vor Corona-Infektion eine Vorerkrankung,
  • bei weiteren 24,5% zwei Vorerkrankungen
  • und bei der Mehrheit (57,1%) sogar drei und mehr, teils schwere bis lebenslimitierende, Vorerkrankungen (in dieser Alterssparte vermehrt chronische Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen).14

Für Deutschland sieht die Datenlage vergleichbar aus. Die bisher Verstorbenen, über die in den Medien berichtet wurde, waren durchschnittlich über 80 Jahre alt und 81% wiesen mindestens eine Vorerkrankung auf.2

Warum Zahlen ohne Referenzgrößen problematisch sind

Weiterhin ist es irreführend, uns absolute Zahlen ohne die in der Medizin normalerweise üblichen Referenzgrößen zu präsentieren. Das beanstandet auch das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (EbM) e.V.: „Die Darstellung von Rohdaten ohne Bezug zu anderen Todesursachen führt zur Überschätzung des Risikos."15 Gemeint sind hier Größen wie die Gesamttodesfälle oder die Sterberate durch andere akute Atemwegsinfektionen.

Basierend auf Daten des statistischen Bundesamtes verstarben in Deutschland 2018 insgesamt 954.874 Menschen. Der Tag mit der höchsten Sterbezahl war der 3. März 2018, an diesem Tag verstarben 3.863 Menschen, davon waren 2.302 über 80 Jahre alt.11,16 

Weltweit über 300.000 Grippe-Tote jährlich

Laut Studien der WHO infizieren sich jedes Jahr 15% der Weltbevölkerung mit einem der umlaufenden Influenzastämme. Anders ausgedrückt: jedes Jahr infizieren sich etwa eine Milliarde Menschen mit einem der saisonalen Grippeviren. Von diesen infizierten Menschen sterben jährlich 290.000 bis 650.000 Personen ursächlich durch die Grippe. Viren mutieren, also verändern sich, unentwegt. Daher ist es normal, dass es ständig „neue" Viren gibt und die Zahl der Todesfälle schwankt.17

25.000 Grippetote in Deutschland 17/18: Wo war die Panik?

Laut RKI wurden bis KW 11 allein in dieser Saison 165.036 Grippefälle labordiagnostisch bestätigt. Während der besonders starken Grippesaison 2017/18 verstarben in Deutschland 25.100 Menschen an Influenza. Damals waren die Wartezimmer kuschelig dicht gepackt mit Schnupfnasen, ohne dass Personal in Raumanzügen herumgelaufen wäre. Und es gab auch keine Meldungen, dass unser Gesundheitssystem überlastet war, obwohl alle 25 Tsd. Grippetoten vor ihrem Tod gewiss in irgendeiner Form medizinisch versorgt wurden, die meisten sicher stationär oder gar intensivmedizinisch.15

Noch einige weitere Vergleichsgrößen:

  • In Deutschland versterben jedes Jahr 40.000 bis 50.000 Menschen an schweren Lungenentzündungen.18
  • Jährlich kommt es zu 400.000 bis 600.000 Infektionen und bis zu 20.000 Todesfällen durch Krankenhauskeime.19
  • Geschätzt 25.000 bis 58.000 Patienten sterben außerdem jedes Jahr aufgrund von Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten.20

Respekt ja, Panik nein

Die noch abrufbaren amtlichen Statistiken zur Sterblichkeit und diverse nationale Grippemonitoring-Institute zeigen bislang normale Kurvenverläufe, also insgesamt keine höhere Übersterblichkeit durch Atemwegserkrankungen als in den Vorjahren.11,21 Die Zahl der Atemwegsinfektionen geht laut RKI-Bericht KW 13 aktuell zurück – wie in den Vorjahren ohne Lockdown.11,22 Bei Routineproben auf infrage kommende Viren sind derzeit in weniger als 10% Coronaviren nachweisbar. Der einzige Unterschied bei SARS-CoV-2 könnte sein, dass die Infektionsraten bisher nie gemessen worden sind, meint auch Stanford-Professor John Ioannidis.13

Selbst wenn sich doch noch andere Tendenzen abzeichnen würden, erscheint es dringend angezeigt, sich von der aktuell alles andere in den Schatten stellenden Fixierung auf SARS-CoV-2 zu lösen. Medizin bedeutet immer differenzialdiagnostisches Denken: alle theoretisch möglichen Ursachen ins Kalkül zu ziehen, diagnostisch auszuschließen und aus der Schnittmenge zu bestimmen, was das derzeit führende Problem des Patienten ist (denn in den wenigsten Fällen hat ein Patient nur ein einziges Problem, was ihn krank macht).

„Die Frage, inwieweit es aus ethischer Sicht gerechtfertigt ist, nun in den Medien exemplarisch schwer verlaufende Einzelfälle zu berichten, ohne Einordnung in das Gesamtspektrum von Krankheit und Tod, sollte diskutiert werden", schreibt das Netzwerk EbM weiter.15

Warum aus der Fachwelt immer mehr beruhigende Stimmen kommen

Wenn weiter so getestet und gezählt wird, wirkt sich dies natürlich auf alles Weitere aus. So kommen die WHO und andere Stellen beispielsweise auf um Größenordnungen andere Sterblichkeitsraten als Studien (die WHO gibt diese mit 3,4% der Infizierten an). Eine aktuelle, große Untersuchung aus China ergab dagegen eine Sterblichkeit im Promille-Bereich (0,04%).23,24 Auch die Datenlage in Deutschland spricht für eine Rate unter 1%.4

Die Ergebnisse einer am 19. März in der Fachpresse publizierten Studie aus Frankreich sprechen eine ähnliche Sprache: Die Todesrate bei bislang bekannten Coronaviren unterscheidet sich dieser zufolge nicht signifikant von der Rate beim aktuellen Virustyp. Die Autoren fassen zusammen: „Das Problem SARS-CoV-2 wird wahrscheinlich überschätzt, da 2,6 Mio. Menschen jedes Jahr an Atemwegsinfekten sterben, verglichen mit unter 4.000 zum Zeitpunkt der Erstellung der Studie."25

Daher kommen inzwischen aus vielen Richtungen gemäßigte Stimmen.26 Stefan Willich, Epidemiologe und seit 1995 Direktor des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an der Charité, sagte dem Tagesspiegel: „Es gibt keinen Grund, das ganze Land in häusliche Quarantäne zu schicken“. Er macht außerdem auf die gesundheitlichen Kosten der Isolation aufmerksam.27

Der Weltärztebund und dessen Präsident, Frank Montgomery, halten derzeitige Maßnahmen, wie Ausgangssperren, für falsch bzw. ungeeignet. Auch die um sich greifenden Grenzschließungen sind in seinen Augen eher „politischer Aktionismus”.28

Ähnliches äußert die renommierte Virologin Karin Mölling29, ehemals Professorin und Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie an der Universität Zürich. Auch Professor Gérard Krause, Abteilungsleiter Epidemiologie am deutschen Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung warnte bereits im ZDF davor, dass die Anti-Corona-Maßnahmen „zu mehr Toten führen könnten als das Virus selbst.“30 Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin schrieb in einem Leitartikel: „Weder zu COVID-19 selbst, noch zur Effektivität der derzeit ergriffenen Maßnahmen gibt es bisher belastbare Evidenz."15

Experten halten Überlastung deutscher Krankenhäuser durch COVID-19 für unwahrscheinlich

Aus Fachkreisen, u.a. in einem kürzlich im Deutschen Ärzteblatt erschienen Beitrag, kommt immer wieder die Rückmeldung, dass eine Überlastung deutscher Krankenhäuser durch COVID 19 als unwahrscheinlich anzusehen ist.31 Auch sprechen zahlreiche Dinge dagegen, dass ein spanisches oder italienisches Szenario für Deutschland zu befürchten stünde.

Warum so starke Überlastung in Italien?

Um nur wenige Punkte zu nennen: Italienische Krankenhäuser hatten bereits vor der Krise mit gravierenden Schwierigkeiten zu kämpfen, die in Deutschland in dieser Form nicht bestehen. Die Rate von multiresistenten Keimen ist in Italien bedeutend höher (das Land belegt mit weitem Vorsprung den europäischen Spitzenplatz bei Todesfällen durch Antibiotikaresistenzen)32. Des Weiteren steht eine weit geringere Zahl von (Intensiv-)Betten und Pflegekräften umgerechnet auf die Einwohnerzahl zur Verfügung. Deutschland ist etwa um den Faktor 2,5 besser aufgestellt, sagte Reinhard Busse (Leiter des Fachgebiets Management im Gesundheitswesen an der TU Berlin und Co Direktor des European Observatory on Health Systems and Policies) dem Ärzteblatt.31 Die Region Lombardei belegt einen weiteren tödlichen Spitzenplatz: sie verzeichnet die schlimmste Luftverschmutzung in Europa.33

Und unsere Intensivstationen? 

Nun wird der ein oder andere berechtigterweise fragen: woher dann derzeit manche Schlagzeile, dass Intensivstationen voll seien? Ich kann nicht für die spezifische Situation in jedem einzelnen Krankenhaus sprechen, was ich aber aus eigener und der Erfahrung von befreundeten Kollegen sagen kann:

  • dass Hektik auf Intensivstation herrschen kann,
  • dass diese sich auch mal keine Neuzugänge mehr aufnehmen kann, sei es aus Personalmangel oder weil die Betten belegt sind, dies kann sich alle paar Stunden ändern

gehören für uns zum Alltag, seit Jahren schon. Da auch dies von den Nachrichten nicht ins Verhältnis gesetzt wird, lässt sich nicht einordnen, ob es derzeit mehr solcher Geschehnisse gibt als früher und ob diese wirklich alleinig Corona-bedingt sind. 

Auch Busse meint, dass durch Verzicht auf elektive Behandlungen ausreichend Personal frei geworden ist.31 Aus den Häusern selbst kommen ähnliche Rückmeldungen, zum Beispiel postete das Klinikum rechts der Isar in München am 1. April über die sozialen Medien, dass keine Kapazitätsprobleme bestehen, dass alles ruhig und geregelt verläuft und bat die Menschen, mit der Verbreitung falscher Panik-Nachrichten aufzuhören.

Vorsicht mit einem Urteil

Insgesamt ist es hier aber für ein Urteil noch zu früh. Und wenn es in den kommenden Wochen und Monaten zu keiner Überlastung kommt, wird immer etwas unklar bleiben, ob das Folge des Lockdowns ist (das werden die Politiker sagen) oder ob das auch ohne Lockdown der Fall gewesen wäre. Alles in allem ist es in jedem Fall gut, dass jetzt mit Hochdruck mehr Intensivbetten bereitgestellt werden. Sicher ist sicher.

Schlusswort

Einen sehr empfehlenswerten Beitrag möchte ich Ihnen abschließend noch mitgeben: Corona-Krise: Offener Brief an die Bundeskanzlerin von Prof. Sucharit Bhakdi. Prof. Dr. med. Sucharit Bhakdi leitete 22 Jahre lang das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und gehört zu den international angesehensten Infektiologen und meistzitierten Medizinforschern Deutschlands. Für seine Arbeiten erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Preis der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie und den Aronson-Preis.

Autorin: Dr. med. Stefanie Kadenberger, letzte Aktualisierung 9.4.2020 

(Der Name wurde von uns geändert. Die Autorin ist eine approbierte Ärztin, die wir gut kennen. Aus Sorge, wegen ihrer konträren Ansichten Zielscheibe in den sozialen Netzwerken zu werden, bat sie uns um Anonymität.)   

Quellen:

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