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In der Regel beträgt das Fassungsvermögen der Harnblase etwas weniger als einen halben Liter (350-400 ml). Es gibt allerdings eine enorme Spannweite, auch ein Füllungszustand von 1 Liter wurde bereits gemessen.

Da wir unsere Blase nicht ständig mit einem Ultraschallgerät abtasten und somit nie genau wissen, wie viel gerade drin ist, gibt es einen automatischen Regelkreis zwischen Harnblase, Rückenmark, Gehirn und Blasenmuskeln. Ähnlich wie ein Rauchmelder über Sensoren ein Zuviel an Rauch registriert und zu fiepen beginnt, registrieren Sensoren in der Blasenwand eine zu starke Dehnung. Statt zu fiepen, schicken sie einen Nervenimpuls zum Rückenmark und von dort ins Gehirn.

Wenn der Harndrang ins Bewusstsein gelangt

Bei Babys und kleinen Kindern schickt das Gehirn daraufhin einen Entleerungsimpuls zurück zur Harnblase. Ab etwa dem dritten Lebensjahr wird dieser Impuls unterdrückt und stattdessen ein bewusster "Harndrang" wahrgenommen. Wenn man dann zur Toilette geht, unterbindet man durch einen bewussten Akt diese Impulshemmung und die Harnblase kann sich entleeren.

Dieser Ablauf macht auch deutlich, warum autonome, fehlgeleitete Nervenreize wie bei der Dranginkontinenz mit purer Willenskraft praktisch nicht zu unterdrücken sind.

Noch ein Extra-Tipp:
Mit den richtigen Mikronährstoffen können Sie viel für Ihre Gesundheit tun.
Unsere Empfehlungen dazu finden Sie hier.

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Autor unseres Artikels
 
Dr. med. Jörg Zorn, Arzt

Dr. med. Jörg Zorn
Arzt

    Studium:
  • Universitätsklinik Marburg
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
    Berufliche Stationen:
  • Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag

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Dr. med. Jörg Zorn, Arzt / medizinischer Fachautor

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Dr. med. Jörg Zorn
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