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Eine ST-Senkung ist eine Auffälligkeit im EKG. Es handelt sich um eine Absenkung der sogenannten ST-Strecke. In der EKG-Kurve ist die ST-Strecke die halbwegs gerade Linie nach dem großen Zacken, den man von EKG-Kurven kennt.

Möglicher Hinweis auf verengte Herzgefäße

Eine ST-Senkung tritt relativ häufig auf und ist in vielen Fällen ohne jeden Krankheitswert. Allerdings kann sie auch ein Hinweis auf eine Durchblutungsstörung des Herzens sein. Bei einer Gefäßverengung der Herzkranzarterien infolge einer Arteriosklerose ist eine ST-Strecken-Senkung ein typischer Befund. Wenn man zum Beispiel unter körperlicher Belastung (Fahrrad-Ergometer beim EKG) irgendwo am Herzen eine Minderdurchblutung hat, weil ein oder mehrere Herzgefäße verengt sind, dann kann sich das im EKG in einer Senkung dieser ST-Strecke äußern.

Allerdings ist das kein Beweis. Eine ST-Strecken-Senkung im EKG kann auch ohne weiteres auftreten, obwohl das Herz völlig gesund ist. Sollte bei Ihnen eine bisher unbekannte ST-Strecken-Senkung entdeckt worden sein, wird man dieser Frage wahrscheinlich bei Ihrem Kardiologen näher nachgehen und die Herzkranzgefäße genauer anschauen.

Auch Herzrhythmusstörungen können eine Ursache sein

Neben der Durchblutungsstörung gibt es auch einige andere Herzprobleme, die in selteneren Fällen Ursache der ST-Senkung sein können. Zum Beispiel ein sogenannter Schenkelblock oder ein Präexzitationssyndrom – beides spezielle Formen von Herzrhythmusstörungen.

Die ST-Strecke ist übrigens körperlich betrachtet die Periode, in der die Erregung der Herzkammer voll ausgebildet ist, um dann kurz danach wieder runterzufahren.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten)

Kommentare  
St Streckensenkumgen
Guten Morgen Herr Doktor Zorn, komme gerade vom Kardiologen. Er hat bei mir im Belastungs EGK St Senkungen festgestellt, die sich seit letztem Jahr etwas verstärkt haben. Muss allerdings dazu sagen, dass diese ST Senkungen bereits seit einigen Jahren (2016) bekannt sind. Und zur eigenen Beruhigung vor 1 Jahr im Krankenhaus (kardiialer Kernspintomograhie) untersucht wurden. Es zeigte sich „kein“ Hinweis auf ein chronisches Koronarsyndrom!! Alles im grünen Bereich. Mein Kardiologe meinte heute, man sollte das noch mal untersuchen, Wie sehen Sie das? Ist das wirklich notwendig? Möchte diese ganze Diagnostik eigentlich nicht mehr!!! Zur weiteren Untersuchung und Ergebnis: Geringgradige Mitralklappeninzuffienz, Röntgen Herz, Ruhe EKG, Langzeit EKG, Echokardiograpfie, Fahrradergometer im Sitzen (175Watt), Labor, „Alles im grünen Bereich „ Laut Kardiologen wäre ich für mein Alter noch sehr belastbar?! Zu meiner Person: männlich, 73 Jahre, Größe 181 cm, Gewicht 79 kg, sehr sportlich (Rad/Wandern,Yoga) allgemein guter Gesundheitszustand, Keine besonderen Krankheiten!! „Neige allerdings seit Jahrzehnten zu Herzrhythmusstörungen.“ Würde mich über eine Antwort sehr freuen. Vielen Dank und freundliche Grüße. Johannes Neuser Mobil 0171/4278042 E-Mail Hans.neuser@outlook.de
an Johannes
Hallo Herr Neuser, darauf zu antworten, wäre nicht seriös. Ich kenne Sie ja nicht und kann dann nicht Ihrem Kardiologen reinreden. Aber ich sehe es wie Sie: Ihr Befund sieht nicht besorgniserregend aus. Viele Grüße, Jörg Zorn
Streckensenkung.
Vielen herzlichen Dank für Ihre schnelle Rückantwort.
Wie schon gesagt, ich war bei einer unbekannten Kardiologin, die sofort eine Überweisung schrieb und sagte: Sie müssen wissen, ob sie mit einem Herzkatheter einverstanden sind.
Voller Angst bin ich zu meinem Hausarzt, der ein Belastungs-EKG machte, das unauffällig war. Am nächsten Tag suchte ich einen anderen Kardiologen auf. Der sah zwar leichte Strecksenkungen, aber sonst sei am Herzen alles in Ordnung. Er sagte genau das, was Sie mir gerade geantwortet haben. Zudem schrieb ich gestern ans Krankenhaus, in dem ich im Dezember 2022 wegen Corona war. Der Professor schrieb mir zu meinem Befund, es sei ja schon lange her mit dem Grönemeyer-Institut. Nach 6 Jahren wäre es vielleicht angebracht, das Herz noch einmal genau zu untersuchen. Also irgendwie nicht aussagekräftig für mich. Mir ging es doch nur darum, ob ich Gefahr laufe, einen Infarkt zu bekommen.
Ich bedanke mich noch einmal recht herzlich bei Ihnen und möchte fragen, ob es ein Spendenkonto gibt. So, wie z.B. bei der Deutschen Herzstiftung.
Mit herzlichen Grüßen – Mona Baden
An Mona zum Thema Spende
Liebe Mona,
das freut mich, dass wir Sie ein bisschen beruhigen konnten.
Ein Spendenkonto haben wir noch nicht, richten aber in Kürze eins ein, weil wir tatsächlich unentgeltlich hier arbeiten und uns etwas Unterstützung gut tun würde, vor allem für unsere Helfer und Helferinnen.
Herzliche Grüße, J. Zorn vom Navigator-Team
Frage
Guten Tag,
ich habe eine Bitte, die mich sehr belastet. Das erste Mal (im Krankenhaus im Dezember 2022) wurde eine Strecksenkung festgestellt. Jetzt stellte der Kardiologe eine leichte Strecksenkung fest. Bisher hat mir niemand gesagt, dass ich herzkrank oder gefährdet sei, einen Infarkt zu bekommen. 2015 wurde im Grönemeyer Institut KHK ausgeschlossen. Nach einem Herz-MRT sagte die Kardiologin nun, sie wisse nicht, ob ich heute, nächste Woche oder in 10 Jahren eine Nervenfahrt bekomme und drückte mir eine Überweisung zum Herzkatheter in die Hand. Ich fragte, ob ich noch zur Reha fahren könne, weil ich mich wunderte, dass sie, wenn es so akut ist, keinen Krankenwagen bestellte. Das so zwischen Tür und Angel zu sagen, hat mir sehr viel Angst und schlaflose Nächte bereitet. Am nächsten Tag war ich bei einem anderen Kardiologen, der dann leichte Strecksenkungen gesehen und gesagt hat, ich könne beruhigt in die Reha fahren. Wenn ich vor der KHK Angst hätte, könnte ich ja noch einmal ein Herzultraschall machen lassen.
Können sie mir vielleicht hilfreich einen Rat geben?
Mit freundlichen Grüßen
ST-Streckensenkung
Liebe Mona,
dazu können wir keinen Rat geben, weil wir viel zu wenig wissen. Aber ich würde an Ihrer Stelle dem Kardiologen vertrauen. Also beruhigt in die Reha fahren. Kein Arzt würde Sie einfach so nach Hause schicken, wenn er einen Infarkt fürchten würde. Und der beschriebene Befund klingt nicht so, als müssten Sie jetzt schlaflose Nächte haben.
Viele Grüße, J. Zorn vom Navigator-Team
RE: ST-Streckensenkung
Herzlichen Dank. Es ist schön, dass es Sie gibt. Ja, Sie konnten mich etwas beruhigen. Viele Grüße.
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Autor unseres Artikels
 
Dr. med. Jörg Zorn, Arzt

Dr. med. Jörg Zorn
Arzt

    Studium:
  • Universitätsklinik Marburg
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
    Berufliche Stationen:
  • Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag

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Medizinische Prüfung
des Artikels
Dr. med. Monika Steiner, Ärztin

Medizinisch geprüft von
Dr. med. Monika Steiner
Ärztin

    Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
    Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung bei esanum.de

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