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Nevirapin (Viramune): Wirkung und Nebenwirkungen

Was ist Nevirapin für ein Medikament? Wie wirkt es bei HIV und welche Nebenwirkungen sind möglich? Im folgenden Beitrag finden Sie Antworten auf diese Fragen.

Auf welche Weise wirkt Viramune gegen die HIV-Infektion?

Viramune® enthält den Wirkstoff Nevirapin. Das Mittel gehört zu den sogenannten Nicht-Nukleosid-analogen Reverse-Transkriptase-Hemmern. Oder kurz: zu den NNRTIs. Die Vertreter dieser Gruppe blockieren das Enzym "Reverse Transkriptase". Und zwar nicht wie die Nukleosid-Analoga über eine Nachahmung, sondern über eine direkte Hemmung.

Die Reverse Transkriptase sorgt in menschlichen Zellen dafür, dass RNA-Bausteine in DNA umgewandelt werden. Damit ist sie auch für das HI-Virus relevant. Denn da das HI-Virus keine eigene DNA besitzt, sich also aus eigener Kraft nicht vermehren kann, benötigt es dieses Enzym, um sich im menschlichen Körper fortzupflanzen. Viramune® verhindert das, in dem die Bindungsstellen, mit denen die Reverse Transkriptase an die DNA anheftet, besetzt und damit blockiert werden.

Nevirapin wird in der Regel in Kombination mit anderen Medikamenten gegen Aids eingesetzt. Bei solitärer Anwendung ist sonst die Gefahr von Resistenzen relativ hoch, weil dem Virus eine Mini-Mutation genügt, um die Bindungs-Blockade zu umschiffen.

Welche Nebenwirkungen können unter Nevirapin auftreten?

Am häufigsten treten unter Viramune® Hautauschläge auf. Das kommt in 12,5% der Fälle vor. Auch Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Fieber werden häufig (bei 1-10%) berichtet. Außerdem kann es zu einer Entzündung der Leber (Hepatitis) kommen.

Andere schwerwiegende arzneimittelbedingte Reaktionen sind zwar selten, dennoch ist insbesondere in den ersten 4-5 Monaten der Behandlung eine engmaschige Überwachung wichtig.

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