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Cyclophosphamid: Wirkung und Nebenwirkungen

Wie wirkt Cyclophosphamid (Endoxan®) bei Multipler Sklerose? Was muss ich bei der Einnahme beachten und welche Nebenwirkungen können unter der Behandlung auftreten? Diese und weitere Fragen beantworten wir in folgendem Beitrag.

Wirkung

MS: Was für ein Medikament ist Cyclophosphamid (Endoxan)?

Wie Mitoxantron ist Cyclophosphamid ein sogenanntes Zytostatikum, also ein Zellgift. Das Medikament, das auch in der Krebstherapie eingesetzt wird, wirkt vor allem gegen schnell wachsende Zellen und damit auch gegen Immunzellen. Es handelt sich damit um ein sehr starkes Immunsuppressivum.

Nur in Ausnahmefällen

Cyclophosphamid (Endoxan®) ist eine Option, wenn die Basismedikamente zur MS-Behandlung nicht helfen und der Krankheitsverlauf rasch voranschreitet. Wegen der erheblichen Nebenwirkungen zählt es aber nicht zur Standardbehandlung, sondern bleibt Einzelfällen vorbehalten, in denen eine schwerwiegende Behinderung wie etwa Gehunfähigkeit droht. Eine Zulassung für die MS-Behandlung gibt es nicht, es kann aber vom Arzt bei entsprechender Begründung dafür verschrieben werden.

Cyclophosphamid wird als Infusion in die Vene oder in kleinen dreimal täglichen Einzeldosen in Tablettenform verabreicht. Letzteres hat den Vorteil geringerer Nebenwirkungen. Die Infusionen werden meist alle vier bis sechs Wochen verabreicht und sind aufgrund der höheren Dosierungen häufiger mit Nebenwirkungen verbunden.

Fazit:

Die Entscheidung für eine Behandlung mit Cyclophosphamid will gut überlegt sein. Es gibt keine Garantie für die Wirksamkeit der Therapie, sehr wohl aber eine relevante Gefahr für Nebenwirkungen. Auch fehlen größere Behandlungsstudien, die einen Behandlungserfolg sicher belegen könnten. Kleine Untersuchungen konnten eine Wirksamkeit aber nachweisen, es gibt also schon Hoffnung auf einen günstigen Einfluss auf den Krankheitsverlauf. Letztlich bleibt es auch eine persönliche Entscheidung, ob man einen Versuch damit starten will.

Nebenwirkungen

Was für Nebenwirkungen kann Cyclophosphamid hervorrufen? 

Cyclophosphamid ist ein Zellgift und kann dosisabhängig schwere Nebenwirkungen verursachen. Zwar leidet nicht jeder Behandelte in gleichem Maße darunter. Aber die insgesamt doch potentiell gravierenden Nebenwirkungen machen eine sorgsame Abwägung über das Für und Wider der Behandlung in jedem Fall notwendig.

Häufigere Nebenwirkungen von Cyclophosphamid:

  • Übelkeit, manchmal auch Erbrechen
  • Haarausfall
  • Zyklusstörungen bei der Frau
  • erhöhtes Infektionsrisiko

Seltenere Nebenwirkungen:

  • blutige Blasenentzündungen (hämorrhagische Zystitis)
  • Blutbildveränderungen, v.a. mit Verminderung der weißen Blutzellen
  • Unfruchtbarkeit
  • Cyclophosphamid kann auch viele Jahre nach Beendigung der Behandlung Krebs auslösen, vor allem dann, wenn es über einen längeren Zeitraum verabreicht wurde.

Quellen:

  • Beipackzettel Endoxan® überzogene Tabletten (2015). Herausgeber: Baxter Oncology GmbH. www.gelbe-liste.de.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).

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Kommentare: Archiv

Krebs: nach Cyclophosphamid gehunfähig
2015-11-11 14:54:38, reinhid nabert
Welche Schäden sind da entstanden? Was kann man unternehmen, um die Schäden zu beseitigen oder zu mildern?
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