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HPV-Infektion: Symptome und Behandlung

Wie häufig steckt man sich mit HPV an? Was sind typische Anzeichen für die Vireninfektion? Und wie sieht die Behandlung aus? Antworten auf diese Fragen finden Sie demnächst in diesem Beitrag, der momentan noch im Aufbau ist.

Basiswissen

Wie häufig ist eine HPV-Infektion?

Eine Infektion mit HP-Viren (humanen Papillomviren) kommt sehr häufig vor. Sie verschwindet aber in den meisten Fällen innerhalb von Monaten oder bis zu zwei Jahren wieder oder wird vom Körper unter Kontrolle gebracht. Man nimmt an, dass sich nach Kontakt mit einem bestimmten HPV-Typ eine Immunität im Körper bildet, die eine erneute Infektion mit exakt dem gleichen Typ verhindert. Darauf beruht auch das Prinzip der HPV-Impfung.

Bevorzugt an Gebärmutter und Penis

Zum Hintergrund: Die HPV-Viren sind Genital-Viren, siedeln sich also vor allem im Geschlechtsbereich an. Bei Frauen bevorzugt am Eingang der Gebärmutter, bei Männern am Penis. Der verfügbaren Datenlage zufolge infizieren sich etwa 80% aller Frauen irgendwann in ihrem Leben einmal mit einem der HPV-Virustypen. Wenn Frauen und Männer zusammen betrachtet werden, sind 50% der Gesamtbevölkerung davon betroffen. Die Übertragung erfolgt vor allem beim Geschlechtsverkehr.

Die tatsächliche Anzahl an bestehenden Infektionen, die sogenannte Prävalenz, ist altersabhängig. Sie beträgt bei Frauen unter 30 Jahren bis zu 25% und bei den über 30-Jährigen bis 8%. Eine amerikanische Studie ermittelte eine Infektionsrate von knapp über 18% bei den 14- bis 19-Jährigen.

Hohe Verbreitung unter Männern – meist unbemerkt

Da bei den Männern keine vergleichbaren regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden, sind Angaben zur Häufigkeit bei ihnen Mangelware. Allerdings weiß man, dass im Falle eines positiven HPV-Tests bei der Frau die Wahrscheinlichkeit für eine gleichzeitige HPV-Infektion beim männlichen Partner 70% beträgt. Die Männer sind sich ihrer Rolle als Virusüberträger aber meist nicht bewusst, da sie die Infektion und die oft nur winzigen Veränderungen am Penis gar nicht bemerken.

Es gibt übrigens große regionale Unterschiede bei der Verbreitung des HPV. Besonders häufig sind HPV-Infektionen in Afrika, am niedrigsten ist die Rate in Europa und Asien. Aber eben auch dort immer noch gefährlich hoch.

Infektionsrisiko

Wie hoch ist das Ansteckungsrisiko mit HPV beim Geschlechtsverkehr?

HPV-Viren (Humane Papillomviren) gelten als Hauptursache für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. Das Ansteckungsrisiko ist recht hoch, in absoluten Zahlen aber seriös kaum zu beziffern. Humane Papillomviren werden hauptsächlich, wenngleich nicht ausschließlich, durch Sexualkontakt übertragen. Eine Kondomnutzung kann das Risiko einer Ansteckung vermutlich reduzieren, aber nicht verhindern.

Nach wissenschaftlichen Untersuchungen weisen an die 70% der Partner von Frauen mit einer HPV-Infektion im Gebärmutterhals ebenfalls HPV-assoziierte Veränderungen auf, nämlich in Form kleiner Läsionen an ihrem Penis. Die werden aber leicht von beiden Partnern übersehen. Eine unbewusste Virusübertragung ist in diesem Fall wahrscheinlich, aber oftmals schwer nachzuweisen.

Ansteckungen schwer feststellbar

Es ist auch meistens nicht möglich, genau festzustellen, wann und von wem HPV übertragen wurde. Genitalwarzen bilden sich nach einem entsprechenden Viruskontakt normalerweise in einem Zeitkorridor  von etwa 4 Wochen bis 8 Monaten heraus. Bei einem geringen Prozentsatz von infizierten Frauen bleiben die Viren aber Jahre oder Jahrzehnte im Körper, bevor sie sich in Form von Warzen oder Gewebeveränderungen im Gebärmutterhals bemerkbar machen.

Kein Ping-Pong-Effekt in fester Partnerschaft

Verschiedene Studien zeigen übrigens, dass die „gemeinsame HPV-Infektion“ in einer festen Partnerschaft nicht den Ping-Pong-Effekt bewirkt, von dem immer wieder die Rede ist. Man steckt sich also nicht laufend wieder an. Der fortdauernde Kontakt mit dem gleichen HPV-Typ verzögert auch nicht die Heilung von Warzen oder Gewebeveränderungen im Gebärmutterhals, da sich das Immunsystem in Eigenregie darum kümmert, unabhängig vom Viruskontakt. Das ist eine wichtige Erkenntnis für Paare, deren Geschlechtsleben sonst aus Furcht vor gegenseitiger Ansteckung beeinträchtigt würde.

Bei einem Partnerwechsel besteht allerdings ein Infektionsrisiko, wenn die Läsionen noch nicht abgeheilt sind und die HPV-Infektion nicht verschwunden ist. Das tut sie in der Regel nach etwa 8-14 Monaten von selbst. Oder besser gesagt, dank Ihres Immunsystems.

Quellen:

  • S2k Leitlinie - HPV-assoziierte Läsionen der äußeren Genitalregion und des Anus. Herausgeber: Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V.(PEG), AG HPV Management Forum in der PEG. www.awmf.org.

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