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Ja. Aber das ist derart selten, dass man sich darum praktisch keine Gedanken machen muss. Allerdings gibt es andere Probleme rund um den After, die im Kindesalter hin und wieder vorkommen können und mitunter von den besorgten Eltern für Hämorrhoiden gehalten werden.

Beispiel 1: Analprolaps

Hinter diesem merkwürdigen Begriff verbirgt sich ein "Ausklappen" der Schleimhaut des Enddarms aus dem After. Das kann sich in Form kleiner bläulicher Knoten äußern, die aus der Afteröffnung hervortreten (meist aber nur kurz), und es kann wehtun. Bedrohlich ist das nicht, aber es muss mitunter durch einen kleinen chirurgischen Eingriff korrigiert werden. Auch ein Analprolaps ist eher selten, aber nicht so selten wie kindliche Hämorrhoiden.

Beispiel 2: Analfissur

Bei der Analfissur handelt es sich um einen Einriss der Schleimhaut am After. Das kann sehr schmerzhaft sein, vor allem beim Stuhlgang, weshalb bei solchen Beschwerden des Kindes viele Eltern zunächst an Hämorrhoiden denken. Meist heilt eine Analfissur von selbst wieder aus. Trotzdem sollten Sie damit einen Arzt aufsuchen.

Fazit:

Wenn Ihr Kind Schmerzen oder Juckreiz am Popo hat, handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht um Hämorrhoiden. Aber zum Arzt sollten Sie dennoch gehen, zumindest wenn das länger als einen Tag anhält.

Quellen:

  • Marti L. et al. S3-Leitlinie: Analfissur. AWMF-Registriernummer: 081-010. Coloproctology 2020; 42:90–196. https://doi.org/10.1007/s00053-020-00448-7.
  • Müller M. et al. Chirurgie für Studium und Praxis. 2004/2005. 7. Auflage. Medizinische Verlags- und Informationsdienste, Breisach.

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Autor unseres Artikels
 
Dr. med. Jörg Zorn, Arzt

Dr. med. Jörg Zorn
Arzt

    Studium:
  • Universitätsklinik Marburg
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
    Berufliche Stationen:
  • Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag

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