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Cetuximab (Erbitux): Wirkung und Nebenwirkungen

Cetuximab (Erbitux®) ist ein ein monoklonaler Antikörper, der in der Krebstherapie eingesetzt wird. Bei welchen Krebsarten genau und welche Nebenwirkungen können bei der Behandlung auftreten? Diese und weitere Fragen beantworten wir für Sie im folgenden Beitrag rund um das Thema Cetuximab.

Cetuximab bei Darmkrebs

Wann kommt bei Darmkrebs eine Behandlung mit Erbitux (Cetuximab) in Betracht?

Cetuximab (Handelsname: Erbitux®) ist ein künstlich produzierter Antikörper. In Betracht kommt diese Behandlung bei schon recht weit fortgeschrittenem Darmkrebs. Der Antikörper richtet sich gegen einen bestimmten Rezeptor auf Darmkrebszellen. Sind die Tumorzellen mit diesem Rezeptor ausgestattet, kann Cetuximab das Wachstum des Tumors unterbinden.

Kein Tumorwachstum durch Rezeptorblockade

Die Rede ist vom sogenannten EGFR-Rezeptor. Die Abkürzung steht für "Epidermal Growth Factor Receptor". An der englischen Bezeichnung erkennt man schon, dass es sich hier um einen Rezeptor für einen Wachstumsfaktor handelt, über den also Wachstumssignale vermittelt werden. Insofern macht dessen Hemmung oder Blockade sehr viel Sinn.

Allerdings tragen längst nicht alle Darmkrebsknoten diesen Rezeptor. Und nur wenn sie ihn tragen, kommt die Behandlung mit Cetuximab in Betracht. Außerdem hat sich herausgestellt, dass der Antikörper nur dann wirken kann, wenn das sogenannte KRAS-Gen in den Krebszellen unverändert ist. Summa summarum bedeutet das: Erst wenn in der Laboruntersuchung der Tumorzellen sowohl der Rezeptorstatus als auch der Genstatus passen, ist ein Therapieversuch mit Erbitux® sinnvoll.

Eine Option bei fortgeschrittenem Darmkrebs

Zur Zeit ist Cetuximab nur bei weit fortgeschrittenem Darmkrebs mit Metastasen zugelassen. In früheren Stadien macht diese Behandlung, die mit einer Reihe ernster Nebenwirkungen einhergeht, keinen Sinn, weil man hier mit einer Operation deutlich mehr erreichen kann. Erbitux® ist vor allem dann eine Option, wenn man nicht operieren kann oder nach der Operation im Körper verbliebene Krebszellen möglichst weit eindämmen will.

Der Antikörper kann dann entweder in Kombination mit einer Chemotherapie oder auch allein eingesetzt werden. Die Behandlung findet in Form von Infusionen statt.

Cetuximab bei anderen Tumoren

Neben fortgeschrittenen Darmkrebserkrankungen wird Cetuximab auch noch bei zwei anderen Krebsarten zur Behandlung eingesetzt:

  • Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich (Tumor der Haut oder Schleimhäute)
  • nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom (Lungenkrebs)

Auch hier wird Erbitux® in einer Kombinationsbehandlung verwendet, entweder zusammen mit einer Bestrahlung oder einer Chemotherapie.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei Cetuximab auftreten?

Zu den schweren Nebenwirkungen von Cetuximab, die verhältnismäßig häufig (bei mehr als 5% der Betroffenen) auftreten, gehören Infusionsreaktionen und eine akneförmige Dermatitis. Die Infusionsreaktion ist eine systemische Entzündungsreaktion, die bei der Gabe von Antikörpern und anderen Medikamenten auftreten kann, und vor allem zu Kreislaufreaktionen wie Übelkeit, Erbrechen und schnellem Puls führen kann. In solchen Fällen wird die Infusion sofort unterbrochen und beispielsweise mit Kortison-Präparaten behandelt.

Schmerzhafte Entzündung der Haut

Die zweite häufige Nebenwirkung von Erbitux® ist die akneförmige Dermatitis, eine flächige, rötliche Entzündung der Haut. Hier kann eine Vitamin-K1-Creme helfen, die auf die betroffenen Stellen aufgetragen wird.

Bei stärkerer Ausprägung der Hautreaktion werden auch prophylaktisch Antibiotika wie Doxycyclin oder Minocyclin verwendet. Diese sollen verhindern, dass es auf der ohnehin schon angegriffenen Haut zusätzlich zu einer bakteriellen Infektion kommt.

Weitere Nebenwirkungen von Cetuximab sind:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Magnesiummangel
  • Müdigkeit/Abgeschlagenheit
  • Schwindel
  • Anstieg der Leberwerte

Noch ein Extra-Tipp:
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Quellen:

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