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Canephron: Wirkung und Nebenwirkungen

Wie wirkt Canephron gegen Blasenentzündungen? Welche Heilpflanzen sind darin enthalten? Kann es zu Nebenwirkungen kommen? Im folgenden Beitrag finden Sie Fragen und Antworten zum pflanzlichen Kombinationspräparat Canephron.

Wirkung

Auf welche Weise wirkt Canephron gegen Blasenentzündungen?

Canephron® ist ein rein pflanzlich wirkendes Arzneimittel aus drei verschiedenen Heilpflanzen. Diese Dreierkombination wirkt entzündungshemmend, krampflösend, schmerzlindernd und antiadhäsiv.

Bei einer Blasenentzündung lindert Canephron® das Brennen beim Wasserlassen und die krampfartigen Schmerzen in der Blase. Durch seine antiadhäsiven Eigenschaften kann es zudem der Anheftung der auslösenden Bakterien entgegenwirken.

Bei akuten und wiederkehrenden Blasenentzündungen wirksam

Damit eignet sich Canephron® sehr gut zur unterstützenden Behandlung von akuten und wiederkehrenden Blasenentzündungen. Wird das pflanzliche Arzneimittel schon bei den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung eingenommen, werden nicht nur die Beschwerden effektiv behandelt, sondern auch der Ausheilungsprozess gefördert. Neben dem Einsatz in der akuten Phase einer Blasenentzündung eignet sich Canephron® deshalb zudem auch zur Vorbeugung wiederkehrender Blasenentzündungen.

Seit 2007 auf dem Markt

Seit 2007 ist Canephron® als sogenanntes „traditionelles pflanzliches Arzneimittel“ eingetragen. Nach dem Arzneimittelgesetz werden damit Medikamente registriert, deren medizinische Anwendung seit mindestens 30 Jahren nachgewiesen ist.

Welche Wirkstoffe enthält Canephron?

Sowohl die Tabletten als auch die Tropfen von Canephron® enthalten eine einzigartige Kombination aus drei pflanzlichen Wirkstoffen:

  • Tausendgüldenkraut
  • Liebstöckelwurzel
  • Rosmarinblätter

Alle drei Arzneistoffe können die Beschwerden bei einer Blasenentzündung lindern und haben zudem antiadhäsive Eigenschaften.

Das Enziangewächs Tausendgüldenkraut entspannt die Blasenmuskulatur und hilft damit gegen die krampfartigen Schmerzen, die bei einem Harnwegsinfekt auftreten können. Hinzu kommen entzündungshemmende Eigenschaften. Außerdem hat Tausendgüldenkraut harntreibende sowie antiadhäsive Effekte und wirkt damit auch vorbeugend gegen wiederkehrende Blasenentzündungen.

Ein sehr ähnliches Wirkspektrum hat die Liebstöckelwurzel. Bei der Liebstöckelwurzel sind allerdings die harntreibenden und krampflösenden Eigenschaften etwas ausgeprägter als die antientzündlichen Effekte.

Auch Rosmarin wirkt entzündungshemmend. Die in den Rosmarinblättern enthaltene Rosmarinsäure hemmt nach neueren Erkenntnissen die Bildung des Enzyms Cyclooxygenase-2 (COX-2). Dieses Enzym aktiviert das Prostaglandin E2, einen Entzündungsaktivator. Dadurch erklärt sich der antientzündliche Effekt der Rosmarinblätter. Zudem hat die Pflanze krampflösende Effekte.

Die Kombi macht's

Gerade im Zusammenspiel der drei Wirkkomponenten kommen die einzelnen Effekte zur Geltung. Mit der Kombination der drei Heilpflanzen verfügt Canephron® zusammenfassend über mehrere pharmakologische Wirkmechanismen:

  • entzündungshemmend: Insbesondere für Rosmarin und Tausendgüldenkraut sind antientzündliche Effekte nachgewiesen.
  • krampflösend: Die unangenehmen Krämpfe im Unterleib lassen nach.
  • schmerzlindernd: Die Schmerzen lassen ebenfalls nach.
  • antiadhäsiv: Für die drei Heilpflanzen in Canephron® sind direkte antiadhäsive (die Anheftung verhindernde) Wirkungen nachgewiesen.

Gibt es zur Wirksamkeit von Canephron bei Harnwegsinfekten wissenschaftliche Untersuchungen?

Ja. In einer Studie mit 80 Patienten zeigte sich, dass bei einer Antibiotikatherapie die zusätzliche Einnahme von Canephron® den Heilungsverlauf günstig beeinflusste und vor allem die Rückfallquote um über 70% senken konnte.

An der Untersuchung hatten 80 Patienten mit einer akuten Blasenentzündung teilgenommen. Alle Probanden wurden mit Antibiotika behandelt. 34 der Studienteilnehmer nahmen ergänzend dazu dreimal täglich Canephron® ein, und zwar auch noch über den akuten Erkrankungszeitraum hinaus.

Das Ergebnis: Unter der zusätzlichen Behandlung mit Canephron® wurden die Symptome rascher und umfassender reduziert als unter der alleinigen Antibiotikatherapie.

Auch die Rückfallquote sinkt

Noch deutlicher und statistisch signifikant war der Unterschied in Bezug auf die Rückfallquote. Während der Beobachtungsdauer bekamen 22% der Studienteilnehmer, die nur Antibiotika eingenommen hatten, eine erneute Blasenentzündung. Unter der zusätzlichen Behandlung mit Canephron® lag diese Rückfallquote bei nur 6%. Dies entsprach einem Rückgang der Rate erneuter Harnwegsinfektionen um 73%.

Weshalb kann Canephron auch vor dem erneuten Auftreten einer Blasenentzündung schützen?

Das hängt mit dem Wirkspektrum von Canephron® zusammen. Die drei enthaltenen Heilpflanzen Tausendgüldenkraut, Liebstöckelwurzel und Rosmarinblätter wirken unter anderem antiadhäsiv. Das heißt, eingedrungene Keime werden in der Anheftung an die Blasenschleimhaut gehemmt, zudem kann die Ausspülung der Bakterien aus den Harnwegen unterstützt werden.

Wird bei einer akuten Blasenentzündung zusätzlich zu einer Antibiotikatherapie Canephron® eingenommen, kann so die Wahrscheinlichkeit des erneuten Auftretens eines Harnwegsinfekts gesenkt werden. Das konnte auch in der genannten Studie bestätigt werden.

Blasenentzündung: Nützt das pflanzliche Arzneimittel Canephron auch dann, wenn man schon Antibiotika einnimmt?

Ja. Canephron® ist sehr gut zur unterstützenden Therapie zusätzlich zu Antibiotika bei Blasenentzündungen geeignet.

Die entzündungshemmenden und krampflösenden Eigenschaften der Inhaltsstoffe (Tausendgüldenkraut, Liebstöckel, Rosmarin) können helfen, die akuten Beschwerden zu lindern und den Heilungsverlauf zu fördern. Aufgrund seiner antiadhäsiven Eigenschaften kann Canephron®, zusätzlich zu einem Antibiotikum eingenommen, helfen, das Risiko des erneuten Auftretens eines Harnwegsinfekts zu senken.

Einnahme

Wann ist bei einer Blasenentzündung die Einnahme von Canephron sinnvoll?

Canephron® ist ein pflanzliches Arzneimittel, das zur unterstützenden Behandlung bei akuten und wiederkehrenden Blasenentzündungen eingesetzt werden kann. Mit seinen drei kombinierten pflanzlichen Wirkstoffen werden die typischen Beschwerden behandelt und der Heilungsverlauf gefördert. Empfohlen wird deshalb, mit der Einnahme schon bei den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung zu beginnen, ggf. auch als ergänzende Maßnahme zusätzlich zu Antibiotika.

Wie wird Canephron eingenommen?

Das pflanzliche Arzneimittel Canephron® ist in Tablettenform (Dragees) und als Tropfenlösung erhältlich.

Von den Tabletten (Canephron® N Dragees) sollten dreimal täglich jeweils 2 Dragees eingenommen werden. Bei den Tropfen wird eine Dosierung von dreimal täglich 5 ml empfohlen.

Diese Dosierungsempfehlungen gelten für Jugendliche ab 12 Jahren und für Erwachsene. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen, Sie sollten aber auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.

Neu: Canephron® Uno

Seit April 2018 erweitert Canephron® Uno die Produkt-Familie. Es enthält die doppelte Wirkstoffmenge pro Tablette im Vergleich zu Canephron® N Dragees, wodurch sich die Tagesdosierung auf 3mal täglich 1 Dragee reduziert. Die eingenommene Wirkstoffmenge pro Tag von Canephron® N Dragees und Canephron® Uno ist damit gleich.

Zum Hintergrund: Viele Betroffene müssen wegen anderer Erkrankungen oder Beschwerden eine große Anzahl von Tabletten einnehmen. Die Reduktion auf nur 1 Dragee Canephron® pro Einnahme sorgt hier für eine erleichterte Anwendung.

Canephron® Uno ist zur Anwendung bei Jugendlichen ab 12 Jahren und Erwachsenen geeignet.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können unter der Behandlung mit Canephron auftreten?

Canephron® ist ein pflanzliches Medikament und insgesamt gut verträglich. Schwerere Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Es kann zu Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Durchfall kommen.

Sehr selten treten allergische Hautreaktionen auf einen der Inhaltsstoffe auf. Wenn Allergien gegen eine der drei Heilpflanzen Tausendgüldenkraut, Liebstöckel oder Rosmarin bekannt sind, darf Canephron® nicht eingenommen werden.

Darf man Canephron einnehmen, wenn man eine Laktoseintoleranz hat?

Die Tabletten nicht, die Tropfen schon. Die Dragees enthalten in geringer Menge Laktose. Wenn Sie eine Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) haben, sollten Sie daher lieber die Canephron® N Tropfen verwenden. Diese sind komplett laktosefrei.

Welche Zusatzstoffe sind in Canephron enthalten?

Nahezu jedes Arzneimittel enthält neben den aktiven Wirkstoffen auch zahlreiche weitere Inhaltsstoffe, die unter anderem für den Herstellungsprozess und die Haltbarkeit des Arzneimittels notwendig sind und von manchen Menschen unter Umständen nicht vertragen werden. Neben den drei pflanzlichen Wirkstoffen Tausendgüldenkraut, Liebstöckelwurzel und Rosmarinblätter enthalten Canephron® N Tropfen auch 19 Vol.-% Alkohol.

Weitere Zusatzstoffe in den Canephron® N Dragees sind:

  • Calciumcarbonat
  • Dextrin
  • sprühgetrockneter Glucose-Sirup
  • Lactose-Monohydrat
  • Magnesiumstearat (pflanzlich)
  • Maisstärke
  • Montanglycolwachs
  • Povidon (25, 30)
  • natives Rizinusöl
  • Sucrose (Saccharose)
  • Schellack (wachsfrei)
  • hochdisperses Siliciumdioxid
  • Talkum
  • Farbstoffe: Eisen-(III)-oxid (E 172), Riboflavin (E 101), Titandioxid (E 171)

Weitere Zusatzstoffe in Canephron® Uno sind:

  • Lactose-Monohydrat
  • Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]
  • Maisstärke
  • Povidon K 25
  • Siliciumdioxid (hochdispers)
  • Calciumcarbonat
  • natives Rizinusöl
  • Eisen(III)-Oxid (E172)
  • Dextrin (aus Maisstärke)
  • sprühgetrockneter Glucose-Sirup
  • Montanglycolwachs
  • Povidon K 30
  • Sucrose (Saccharose)
  • Schellack (wachsfrei)
  • Riboflavin (E101)
  • Talkum
  • Titandioxid (E171)

Quellen:

  • Ivanov, D. et al. (2004). Therapeutic effects of Canephron N in treatment of urinary tract infections in diabetes II type patients with metabolic syndrome, Zdorov'ya Ukrainy (Health of Ukraine), 21(106)
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