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Welche Substanzen sind häufig die Ursache von Vergiftungen? Was sind die typischen Anzeichen? Und was sollte man über die Erste Hilfe bei Vergiftung wissen? Mehr zu diesen Themen lesen Sie in folgendem Beitrag.

Basiswissen

Was sind die häufigsten Ursachen von Vergiftungen bei Kindern?

Wenn bei Ihrem Kind Vergiftungserscheinungen auftreten (z.B. plötzliches Erbrechen, Benommenheit, Krämpfe oder gar Bewusstlosigkeit), ist natürlich der sofortige Ruf eines Notarztes und die Erste Hilfe das wichtigste. Wenn dann aber das Schlimmste überstanden ist, geht es auch darum herauszufinden, was die Ursache war. Zum einen wegen der Behandlung der Vergiftungswirkungen, zum anderen aber auch, um eine Wiederholung zu verhindern.

Wenn unklar ist, womit sich Ihr Kind vergiftet haben könnte, kommen prinzipiell viele verschiedene Ursachen in Frage. Zu den häufigeren zählen u.a.:

  • Nikotin aus Zigaretten bzw. Zigraettenippen oder auch Asche
  • Pilze
  • giftige Beeren
  • Goldregenblüten
  • Benzin oder Tetrachlorkohlenstoff (Reinigungsmittel gegen Fettflecken)
  • Medikamente aller Art (außer Homöopathika)

Anzeichen

Welche Symptome weisen auf eine Vergiftung beim Kind hin?

Die Symptome einer Vergiftung hängen natürlich entscheidend davon ab, um welchen Gilfstoff es sich handelt. Insofern gibt es keine pauschalen Erkennungszeichen. Aber zumindest gibt es Hinweise, bei denen Sie sofort auch an die Möglichkeit denken müssen, dass sich Ihr Kind etwas Giftiges in den Mund gesteckt hat.

Mögliche Anzeichen einer Vergiftung:

  • plötzlich schwerkranker Eindruck, ohne Fieber
  • Bewusstlosigkeit
  • Krampfanfall
  • plötzliche Atembeschwerden
  • leichtere Beschwerden: z.B. Erbrechen, Durchfall, Benommenheit, Erregungszustände, Sehstörungen, Schweißausbrüche, Bauchschmerzen, Speichelfluss.

Behandlung und Selbsthilfe

Erste Hilfe beim Kind: Was tun bei Vergiftung?

Wenn sich Ihr Kind vergiftet hat oder ein dringender, begründeter Verdacht dazu besteht, ist das allerwichtigste bei ausgeprägten Symptomen der sofortige Ruf des Rettungsdienstes. Außerdem (und in harmloseren Fällen) sind folgende Maßnahmen ratsam:

  • Erbrechen lassen: Stecken Sie Ihrem Kind den Finger in den Hals, um den Würgereflex und damit Erbrechen auszulösen.
  • Lassen Sie Ihr Kind nichts trinken! Ausnahme: bei Anwendung des Ipecacuanha-Sirups.
  • Ipecacuanha-Sirup (rezeptpflichtig): 4 Teelöffel bei Kindern bis zu zwei Jahren, 6 Teelöffel bei älteren Kindern. Lassen Sie Ihr Kind vorher (ausnahmsweise!) möglichst viel Saft trinken, der spätestens nach 30 Minuten wieder erbrochen wird.
  • Kohle: Geben Sie Ihrem Kind eventuell Kohlekompretten, nachdem es erbrochen hat. Sie binden die giftigen Substanzen an sich und reduzieren so die Giftaufnahme durch den Körper.
  • Lösen Sie kein Erbrechen aus, wenn Ihr Kind bewusstlos ist oder wenn es Benzin oder Lösungsmittel getrunken hat!
  • Wenn Sie wissen, was (und wie viel und wann) Ihr Kind geschluckt hat, fragen Sie beim Arzt oder einer Giftzentrale nach, wie gefährlich das Gift ist und ob Ihr Kind zur Magenspülung oder Beobachtung ins Krankenhaus muss.
  • Halten Sie die relevanten Notrufnummern (inklusive der regionalen Gibftnotrufzentrale) immer in Griffnähe beim Telefon bereit.

Quellen:

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Autor unseres Artikels
 
Dr. Hubertus Glaser, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gesundheit e.V. (DEUGE) und medizinischer Fachautor

Dr. Hubertus Glaser
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gesundheit e.V. (DEUGE) und medizinischer Fachautor

    Studium:
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
    Berufliche Stationen:
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag
  • freiberuflich als Entwickler, Berater und Publizist

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des Artikels
Dr. med. Monika Steiner, Ärztin / Gutachterin für medizinische Fortbildung

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Dr. med. Monika Steiner
Ärztin / Gutachterin für medizinische Fortbildung

    Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
    Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung bei esanum.de

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