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Sjögren-Syndrom: Ursachen, Symptome, Behandlung

Basiswissen

Was ist das Sjögren-Syndrom?

Es beginnt mit trockenen Augen und einem trockenen Mund. Sowohl die Tränendrüsen als auch die Speicheldrüsen produzieren immer weniger Flüssigkeit. Später breitet sich diese "Austrocknung" auch auf andere Körperregionen aus, in denen Sekret benötigt wird. Die Rede ist vom sogenannten Sjögren-Syndrom. Was das für eine merkwürdige Erkrankung ist, hat die Deutsche Rheuma-Liga kürzlich in einer Publikation zusammengefasst.

Nicht selten gemeinsam mit Rheuma

Das Sjögren-Syndrom gehört zu den sogenannten Kollagenosen. Darunter versteht man im weitesten Sinne Bindegewebserkrankungen, die auf fehlerhaften Immunprozessen im Körper beruhen. Abwehrzellen greifen dabei gesundes Gewebe an. Das Sjögren-Syndrom ist also eine Autoimmunerkrankung, ganz ähnlich wie die rheumatische Arthritis (entzündliches Rheuma) oder der Lupus erythematodes (eine chronische Haut- und Bindegwebserkrankung). Nicht selten kommen diese Immunerkrankungen auch gemeinsam  vor.

Beim Sjögren-Syndrom greifen körpereigene Antikörper fälschlicherweise die sekretbildenen Zellen an. Zuerst die Tränendrüsen und Speicheldrüsen, später auch andere Schleimhäute, z.B. in den Atemwegen oder im Intimbereich. Durch den Sekretverlust kommt es dann irgendwann zu ersten Beschwerden, z.B. trockenen, empfindlichen Augen, trockenem Mund und wegen der mangelnden Spülung zu Infektionen in diesen Bereichen.

Frauen erkranken häufiger als Männer. Insgesamt ist das Sjögren-Syndrom aber selten.

Hoffnung auf neue Forschungsergebnisse

Spätestens, wenn sich dieses Krankheitsgeschehen auch auf andere Körperregionen ausbreitet, ist das Allgemeinbefinden erheblich beeinträchtigt. Abgeschlagenheit und Müdigkeit, ständige Infektionen und auch rheumatische Beschwerden können auftreten.

Bis heute gilt das Sjögren-Syndrom als nicht heilbar. Zumindest gelingt es meist, die Symptome zu lindern. Aber aufhalten lässt sich die Krankheit nicht.

Immerhin wartet die Rheuma-Liga am Schluss auch mit einer guten Nachricht auf: Es gebe hoffnungsvolle Ansätze in der Forschung, das Sjögren-Syndrom vielleicht in absehbarer Zukunft doch stoppen zu können.

Quellen:

  • Deutsche Rheumaliga

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Autor unseres Artikels
 
Dr. med. Jörg Zorn, Arzt

Dr. med. Jörg Zorn
Arzt

    Studium:
  • Universitätsklinik Marburg
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
    Berufliche Stationen:
  • Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag

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Medizinische Prüfung
des Artikels
Dr. med. Monika Steiner, Ärztin / Gutachterin für medizinische Fortbildung

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Dr. med. Monika Steiner
Ärztin / Gutachterin für medizinische Fortbildung

    Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
    Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung bei esanum.de

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