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Hundebiss oder Katzenbiss: Was tun?

Wie muss eine Wunde versorgt werden, wenn das Kind von einem Hund oder einer Katze gebissen wurde? Sollte man einen Arzt aufsuchen? Und wie lange hält der Tetanus-Impfschutz? Mehr dazu in diesem Kapitel.

Wissenswertes

Was tun, wenn mein Kind von einem Hund oder einer Katze gebissen wurde?

Bei einer Bisswunde durch Hund oder Katze besteht eine hohe Infektionsgefahr für Ihr Kind, da Keime aus dem Maul des Tieres tief in die Wunde gelangen. Es ist deshalb empfehlenswert, die Verletzung möglichst steril (z.B. mit Kompressen aus dem Verbandkasten) abzudecken und gleich den (Kinder-) Arzt oder eine geeignete Klinik aufzusuchen, um die Wunde fachgerecht reinigen und versorgen zu lassen.

Häufig muss die Bisswunde dann etwas eröffnet bzw. drainiert werden, manchmal wird auch ein fester Schienenverband für das verletzte Körperteil erforderlich.

Folgende Maßnahmen können zur Selbsthilfe dienlich sein:

  • Verschmutzte Wunden mit abgekochtem Wasser oder Seifenwasser reinigen.
  • Geeignetes Wundmittel auftragen (z.B. Calendula-Essenz® oder Betaisodona®).
  • Entweder an der Luft trocknen lassen oder verbinden: mit sterilem Verbandsmaterial oder notfalls mit einem frisch gewaschenen und ggf. heiß gebügelten Tuch.
  • Bei stark blutender Wunde: verletztes Körperteil hoch lagern und sterile Kompressen oder sauberes, nicht fusselndes Baumwolltuch 5-10 Minuten lang draufdrücken. Danach Druckverband anlegen und auf aneinanderliegende Wundränder achten.
    Vorgehen:
    • Zehen und Finger mit rundherum geklebtem Pflaster verbinden.
    • Ansonsten ein festeres Knäuel aus einer Mullbinde formen, auf die Wunde legen und mit Klebeband oder Mullbindenrest befestigen.
    • Achtung: Gliedmaßen nicht so abschnüren, dass der Blutfluß in den Adern unterbrochen wird!
  • Blutende Wunden an Lippen oder im Mund: kommen meist von selbst zum Stillstand und heilen ohne Naht oder desinfizierende Behandlung.
  • Wichtig: Tetanusschutz beachten! Bestehenden Vollschutz nach 5 statt 10 Jahren auffrischen.

Wichtig: Auch bei gelungener Erstversorgung ist der Besuch beim Arzt immer empfehlenswert.

Quellen:

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Autor unseres Artikels
 
Dr. Hubertus Glaser, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gesundheit e.V. (DEUGE) und medizinischer Fachautor

Dr. Hubertus Glaser
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gesundheit e.V. (DEUGE) und medizinischer Fachautor

    Studium:
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
    Berufliche Stationen:
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag
  • freiberuflich als Entwickler, Berater und Publizist

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des Artikels
Dr. med. Monika Steiner, Ärztin

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Dr. med. Monika Steiner
Ärztin

    Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
    Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung bei esanum.de

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