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Die Leber erfüllt als eines der größten Organe unseres Körpers zentrale Funktionen unseres Stoffwechsels. Sie sorgt dafür, dass Nährstoffe aus der Nahrung umgewandelt und an die Zellen weitergeleitet werden. Auch giftigen Stoffen nimmt sich die Leber an und hilft dabei, sie auszuscheiden. Wie kommt es dazu, dass sich eine nicht-alkoholische Fettleber entwickelt? Was sind die Symptome und welche natürliche Hilfe gibt es? Antworten auf diese und weitere Fragen rund um Leberprobleme finden Sie in diesem Beitrag.

Eine wichtige Aufgabe der Leber ist der Abbau von Fetten. Dabei hilft eine spezielle Flüssigkeit, die von den Leberzellen produziert wird: die Galle. Die etwa 800 bis 1000 ml der gelb-braunen Flüssigkeit ist dafür verantwortlich, Fette zu spalten und aufzunehmen. So entsteht übrigens Energie.

Das Leiden der Deutschen

Gerät das Verhältnis von Fettzufuhr und Fettverbrauch aus dem Gleichgewicht, kann die Leber verfetten. Befinden sich dauerhaft zu viele Neutralfette (Triglyceride) in der Leber, entwickelt sich im Laufe der Zeit eine Fettleber (Steatosis hepatis).

Dabei handelt es sich keinesfalls um eine Ausnahme, sondern um die häufigste chronische Lebererkrankung in Deutschland. Rund 20 – 30% der Bevölkerung sind betroffen. Und das sind wohlgemerkt nur die Zahlen für eine nicht-alkoholische Fettleber. Neben der nutritiven, also ernährungsbedingten Leberverfettung gibt es eine toxisch bedingte Leberverfettung, unter der insbesondere Menschen leiden, die übermäßig viel Alkohol, Medikamente oder Drogen konsumiert haben.

Wird die Fettleber nicht behandelt, kann sich eine Leberentzündung (Hepatitis) oder sogar eine Leberzirrhose entwickeln. Nicht selten enden diese Probleme in einem Leberversagen.

Symptome und Diagnostik

Bei der Diagnostik gibt es gleich mehrere Herausforderungen. Zunächst ist es nicht einfach, zwischen einer alkoholischen und einer nicht-alkoholischen Fettleber zu unterscheiden. Dazu muss der Arzt sensible Fragen stellen, die mit dem Lebensstil und dem Trinkverhalten zu tun haben.

Eine weitere Problematik besteht darin, dass Beschwerden erst im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit auftreten. Von einer schweren Fettleber spricht man übrigens, wenn mehr als zwei Drittel der Leberzellen übermäßig verfettet sind. Weil die Leber sich dann vergrößert, sind ein Völle- und Druckgefühl häufige Symptome. Betroffene einer noch leichtgradigen Fettleber haben hingegen meist gar keine Beschwerden. Deshalb bleibt eine Fettleber nicht selten jahrelang unentdeckt. Einige Anhaltspunkte gibt es dennoch. So sollten Übergewicht, ein erhöhter Blutdruck sowie erhöhte Blutfettwerte als Warnzeichen begriffen werden und einen Arztbesuch veranlassen. Dabei können bestimmte Blutuntersuchungen und ein Bauchultraschall Aufschluss darüber geben, ob und in welchem Stadium eine Fettlebererkrankung vorliegt.

Vorbeugung und Rückbildung durch Ernährung

Nun zur guten Nachricht: Eine Fettleber ist sowohl vermeidbar, als auch heilbar, wenn sie denn frühzeitig erkannt und ernstgenommen wird. Dabei sind die Maßnahmen, die zur Vorbeugung helfen denen ganz ähnlich, die die Symptome im frühen Stadium lindern können. Die wichtigste Rolle spielt dabei die Ernährung. Auch die gezielte Einnahme bestimmter Pflanzenstoffe kann positive Effekte haben.

Wirksame Medikamente konnten bisher nicht entwickelt werden. Dafür häufen sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Behandlung durch ernährungstherapeutische Maßnahmen. Im Zuge einer Veränderung des Lebensstils ist neben regelmäßiger Bewegung also vor allem eine ausgewogene Ernährung zur Regeneration der Leber zu empfehlen.

Eine konsequente Ernährungsumstellung ist unabdingbar, um die nicht-alkoholische Fettleber abzubauen. Dabei geht es darum, langfristig kalorienarm und gesund zu essen und abzunehmen. Aber Achtung: Ein zu schneller Gewichtsverlust ist allerdings kontraproduktiv, er fördert sogar die Leberverfettung anstatt sie zu reduzieren.

Hilfe durch Heilpflanzen

Dazu, welche Pflanzenstoffe zur Vorbeugung und Rückbildung einer Fettleber beitragen können, wird immer weiter geforscht. Als besonders vielversprechend und wirksam gelten zwei Pflanzen, die man zunächst nicht in Verbindung mit Leberbeschwerden bringen würde: Mariendistel und Artischocke.

Mariendiestel

Die Mariendistel wird bereits seit der Antike aufgrund ihrer vielfältigen gesundheitsfördernden Wirkung eingesetzt. Die positiven Effekte auf die Leber wurden im 19. Jahrhundert entdeckt. Als pflanzliche Medizin kommt ein ganz besonderer Wirkstoff der 1,5 Meter hohen Pflanze zum Einsatz: die Mariendistelfrüchte. Diese enthalten den Stoff Silymarin, der heutzutage effektiv extrahiert und in Kapselform gebracht werden kann. Ein einfacher Mariendistel-Tee ist leider nicht ausreichend, um positive Effekte auf die Leber zu entfalten. Hochdosiertes Silymarin hingegen unterstützt die Stabilität der äußeren Hülle der Leberzellen. Das hat gleich zwei Vorteile. Zum einen können schädliche Stoffe nicht so gut in die Leber eindringen und zum anderen können wichtige Bestandteile wie die Leberenzyme nicht entkommen. So sind sich Forscher mittlerweile einig, dass Mariendistel dabei helfen kann, eine Fettleber zu verhindern und zu heilen. (Ein empfehlenswertes Mariendistel-Präparat finden Sie beispielsweise hier.)

Artischocke

Eine weitere in den Fokus der Wissenschaft gerückte Heilpflanze ist die Artischocke. Die distelartige Pflanze ist vor allem aufgrund ihrer lilafarbenen Blütenknospen, die ebenfalls bis zu 1,5 Meter in die Luft ragen, leicht zu erkennen. Auch die Artischocke blickt auf eine lange medizinische Tradition zurück. Bereits in der Antike wurde die Wirkung der Artischocke geschätzt, besonders von den Römern. So war sie essenzieller Bestandteil der römischen Esskultur und wurde zu Festmahlen gereicht oder nach durchzechten Nächten verzehrt. Sie galt als Wohltat für Magen und Leber und war Zeichen von Wohlstand und Gastfreundschaft. Auch heute ist die Artischocke Bestandteil der mediterranen Küche und wird immer noch als Heilpflanze eingesetzt. Wissenschaftlich konnten mittlerweile ihre verdauungsfördernden Eigenschaften bestätigt werden. Sie entfalten sich, indem Bauchspeicheldrüse und Galle stimuliert werden. Damit vereinfacht sich schlussendlich sich die Fettverdauung für den Körper. Aber nicht nur das: Die Artischocke enthält spezielle Bitterstoffe, die die Leber schützen. Sie zählt zu den besten antioxidativen Nahrungsmitteln der Welt. Außerdem finden sich zahlreiche Vitamine und Nährstoffe wie Folsäure, Vitamin C, Kalium, Eisen und Vitamin B in der lilanen Pflanze.

Fazit

Die nicht-alkoholische Fettleber gehört zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Nicht behandelt kann sie zu Folgeerkrankungen führen und die Lebensqualität stark einschränken. Eine Schwierigkeit stellt die Diagnostik dar, weil die Symptome für gewöhnlich erst im späten Stadium auftreten. Im frühen Stadium oder vorbeugend hilft eine Ernährungsumstellung. Die Heilpflanzen Mariendistel und Artischocke werden immer häufiger zur Prävention und Rückbildung einer Fettleber eingesetzt. Nahrungsergänzungsmittel können ein Therapieprogramm ergänzen. Ein aus unserer Sicht sinnvolles Präparat, das Artischocke und Mariendistel vereint, finden Sie hier ➚.

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Medizinische Prüfung
des Artikels
Dr. med. Monika Steiner, Ärztin / Gutachterin für medizinische Fortbildung

Medizinisch geprüft von
Dr. med. Monika Steiner
Ärztin / Gutachterin für medizinische Fortbildung

    Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
    Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung bei esanum.de

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