Hitzewallungen & Co: Wechseljahre oder andere Erkrankung?

Wenn um das 50. Lebensjahr herum Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafprobleme oder depressive Verstimmungen auftreten, sind das in aller Regel erste Anzeichen der beginnenden Wechseljahre. Allerdings kann es natürlich auch mal vorkommen, dass sich dahinter ganz etwas anderes versteckt. Das ist zwar unwahrscheinlich, aber davon wissen sollte man schon.

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Grundsätzlich muss man sagen, dass viele Wechseljahresbeschwerden für sich genommen recht unspezifisch sind. Das heißt, sie können prinzipiell zahlreiche Ursachen haben. Wie etwa Schlafstörungen oder erhöhte Reizbarkeit. Aber auch die typischeren Anzeichen der natürlichen Hormonumstellung wie Hitzewallungen können durch andere, „echte“ Erkrankungen ausgelöst werden. Dazu zählen v.a.:

  • Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose)
  • chronische Entzündungen
  • Angststörung
  • Diabetes
  • Rheuma
  • Nebenwirkung von Medikamenten, die wegen anderer Erkrankungen eingenommen werden
  • sehr selten: Phäochromozytom (hormonell aktiver Tumor des Nebennierenmarks oder des Grenzstrangs)
  • sehr selten: Karzinoidsyndrom (verursacht durch Tumore aus neuroendokrinen Zellen)

Doch in der Regel gilt: Die Wechseljahresbeschwerden werden meistens auch durch die Wechseljahre verursacht. Aber eben nicht immer. Deshalb wird im Rahmen einer genauen frauenärztlichen Diagnostik der Ausschluss dieser Krankheiten empfohlen.

Autoren: Dr. Hubertus Glaser & Dr. med. Jörg Zorn

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