Wie wirkt Femi-loges gegen Wechseljahresbeschwerden?

Das rezeptfreie Arzneimittel femi-loges® enthält einen Pflanzenextrakt aus der sibirischen Rhabarberwurzel, der Östrogen-ähnliche Wirkungen hat. Das Mittel wird vor allem zur Linderung von Hitzewallungen und nächtlichen Schweißausbrüchen empfohlen. Nach den vorliegenden Daten wirkt Femi-loges aber auch gegen wechseljahresbedingte Stimmungsschwankungen und Schlafprobleme.

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Pflanzenextrakt aktiviert nur bestimmte Rezeptoren

Die Rhabarberwurzel enthält als Wirkstoffe vier verschiedene Moleküle aus der Gruppe der natürlichen Hydroxystilbene, allen voran das Rhaponticin. Sie sind chemisch nicht mit den Östrogenen verwandt und sind auch keine Hormone. Mit ihnen können aber die Beta-Östrogenrezeptoren im menschlichen Körper selektiv aktiviert werden, ohne die Hormonspiegel im Körper zu verändern.

Selektiv bedeutet, das sich die Substanzen nur an diesen Rezeptortyp binden und nicht an die Alpha-Östrogenrezeptoren. Das ist wichtig, denn zur Linderung der Wechseljahresbeschwerden müssen nur die Beta-Rezeptoren aktiviert werden. Über die Alpha-Rezeptoren hingegen werden Effekte hervorgerufen, die bei der Hormontherapie als gefürchtete Nebenwirkungen gelten, etwa ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs oder Gefäßverstopfungen.

Wirkung entspricht niedrig dosierter Hormontherapie

Die Wirksamkeit der täglichen Einnahme von femi-loges® entspricht den wissenschaftlichen Daten zufolge einer niedrig dosierten Hormontherapie. Aber eben ohne deren Nebenwirkungsprofil und mit einem weiteren Vorteil: einer nachgewiesenen Verbesserung der Lebensqualität.

Gegen die Osteoporose-Gefahr in den Wechseljahren kann die Rhabarberwurzel im Gegensatz zu Hormon-Präparaten allerdings nichts ausrichten, weil es im Knochen nur Alpha-Östrogenrezeptoren gibt. Allerdings wird diese Gefahr auch oft ein bisschen überschätzt.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

 

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