Großmutter-Hypothese

Die Großmutter-Hypothese ist die Theorie des Evolutionsbiologen George C. Williams, um zu erklären, warum sich in der menschlichen Evolution die Menopause entwickelt hat und wieso Unfruchtbarkeit im höheren Lebensalter einen evolutionären Vorteil für Frauen darstellen kann.

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Selbst in reinen Jäger-Sammler-Gesellschaften ist ein Drittel der Frauen älter als 45 Jahre (wogegen unter weiblichen Schimpansen, die ähnlich lange fertil sind wie Menschen, nur 3% älter als 45 Jahre sind).

Im Gegensatz zu anderen Primaten (einschließlich Schimpansen) können sich Kinder am Ende des Säuglingsalters noch nicht selbständig ernähren. Sie sind noch jahrelang auf die Hilfe von Erwachsenen angewiesen. Frauen in der Menopause können sich an der Versorgung der Kinder ihrer jüngeren Verwandten beteiligen.

Damit entsteht ein evolutionärer Vorteil zugunsten einer höheren Lebenserwartung über die eigene Fruchtbarkeit hinaus. Untersuchungen an historischen Daten haben bestätigt, dass die Langlebigkeit einer Frau positiv mit der Zahl ihrer Enkel korreliert.


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