Hysterektomie

Hysterektomie ist der medizinische Fachbegriff für die operative Entfernung der Gebärmutter. Der häufigste Grund für diesen Eingriff sind gutartige Veränderungen an der Gebärmutter. Darunter sind durchaus Fälle, in denen man über den Sinn dieser einschneidenden Vorsorgemaßnahme streiten kann.

Hysterie aus dem Unterleib

Interessant ist die Geschichte dieses Begriffs, an dem ursprünglich so berühmte Männer wie Platon oder Hippokrates mitgewirkt haben. Der Name stammt aus dem Griechischen, denn dort heißt die Gebärmutter "hysteria". Früher dachte man nämlich, dass eine Hysterie durch eine Störung der Gebärmutter entsteht. Und zwar – Achtung, jetzt wird's lustig – in dem sich die Gebärmutter, frustriert durch zu wenig Sex (zu wenig Spermien) von ihrem Ursprungsort löst, durch den Körper bis zum Gehirn wandert, sich dort festbeißt und Unfrieden stiftet.

Offenbar waren die verantwortlichen Wortschöpfer der Meinung, nur ein Mangel an Sex könne die Hysterie einer Frau erklären. Das war aber auch noch rund 2.500 Jahre vor der Emanzipation.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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