Brauchen Frauen, die wegen Wechseljahresbeschwerden eine Hormontherapie erhalten, trotzdem eine Empfängisverhütung?

Ja. Selbst massive Hitzewallungen oder andere schwere Begleiterscheinungen der Wechseljahre sind kein sicheres Zeichen für das Ende der Fruchtbarkeit. Und die Hormontherapie aufgrund von Wechseljahresbeschwerden ist keine Verhütungsmethode, da sie den Eisprung nicht unterdrückt. Deshalb ist auch während einer Hormontherapie an Verhütung zu denken.

Unsere 10 wichtigsten Tipps für die Wechseljahre

weiterlesen...

Für Frauen, die Hormone gegen Wechseljahrsbeschwerden nehmen, sind nichthormonelle Verhütungsmethoden am besten geeignet. Dazu zählen Kupferspiralen, ein Diaphragma oder Lea Contraceptivum, sowie Kondome.

Eine natürliche Empfängnisverhütung – etwa mittels Temperaturkontrolle oder Verhütungscomputer – ist während einer Hormontherapie nicht zu empfehlen. Denn die Hormone verändern den Vaginalschleim und die Aufwachtemperatur (Basaltemperatur) des Körpers. Der Zeitpunkt des Eisprungs lässt sich demzufolge mit diesen Methoden nicht zuverlässig feststellen.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
Kommentare (1)
Wechseljahre
1 Samstag, den 04. März 2017 um 22:56 Uhr
Irina
Ich bin 47 Jahre alt und habe BS und Jucken und Kopfspannungsschmerzen vor der Menstruation. Deswegen nehme ich seit zwei Monaten Agnus castus 4 mg. Ich verhüte mit Temperatur-Methode und Lh-Tests. In diesem Zyklus war in der Mitte deutlicher LH-Peak aber kein Temperaturanstieg.
Ich habe hier gelesen, dass Hormonpräparate die Temperatur verfälschen, kann auch Mönchspfeffer die Temperatur verfälschen? Kann das sein, dass ich Eisprung hatte, weil LH-Peak deutlich zu sehen war, aber meine Temperatur wegen dem Agnus castus nicht ansteigt die letzten zwei Monate und Eisprung aber trotzdem stattfindet?
Vielen Dank im voraus, LG Irina