Wie kann es zu vorzeitig beginnenden Wechseljahren kommen?

Häufig gibt es eine ganz offensichtliche Ursache vorzeitiger Wechseljahre: zum Beispiel, wenn beide Eierstöcke operativ entfernt wurden oder die Eierstöcke durch Bestrahlungen oder eine Chemotherapie im Rahmen einer Krebstherapie geschädigt worden sind.

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Liegt eine solche bekannte und in gewisser Weise planbare Ursache nicht vor, ist längst nicht immer sicher zu ermitteln, warum sich die Funktion der Eierstöcke frühzeitig erschöpft. Als Auslöser von frühzeitig einsetzenden Wechseljahren (Ärzte sprechen von Klimakterium praecox) in Betracht kommen beispielsweise genetische Faktoren. Dazu passt, dass es in manchen Familien gehäuft zum Klimakterium praecox kommt.

Als weitere Faktoren, die einen frühzeitigen Beginn der Wechseljahre fördern können, gelten:

  • Autoimmunerkrankungen (etwa rheumatoide Arthritis oder eine autoimmun bedingte Schilddrüsenentzündung)
  • Stoffwechselerkrankungen (beispielsweise Diabetes mellitus)
  • Infektionen (beispielsweise eine bakteriell bedingte Entzündung der Eierstöcke)
  • Rauchen (führt aber eher zu leichter Unterfunktion der Eierstöcke als zu vorzeitigem Ausfall der Eierstockfunktion)
  • operative Eingriffe nahe an den Eierstöcken (beispielsweise eine Gebärmutterentfernung oder eine Sterilisation oder eine Myom-Embolisation)
  • Fehlernährung, Magersucht, vegetarische Ernährung (letzteres aber nur in ganz seltenen Fällen)

Autorin: Anna Haugg

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Kommentare (2)
Vorzeitige Wechseljahre
2 Sonntag, den 15. November 2015 um 11:32 Uhr
Tina
Ich war erst 36 Jahre alt, da hat meine Ärztin festgestellt, dass ich einen Östrogen-Mangel habe. Mein Hals hat nur gejuckt, wurde rot. Aber ich habe jetzt fast jegliches Symptom von den Wechseljahren. Ich bekomme die Hitzewallungen in der Nacht und die gehen nicht weg.
temporäre Unterernährung & Kilmakterium praecox
1 Freitag, den 25. September 2015 um 20:06 Uhr
Franziska Buch
Ich war ca. 2,5 Jahre untergewichtig, in diesem Zuge blieb meine Periode aus. Auch als ich sukzessive wieder an Normalgewicht gewann, stellte sich kein normaler Zyklus mehr ein.
Es stellte sich heraus, dass ein Steuerungshormon nicht mehr aktiv war (was wohl generell irreversibel ist); nach einiger Zeit des Abwartens (ob sich nicht doch noch ein Zyklus einstellt) und Probierens (Dreierlei Pillen) gab ich auf.
Im Jahr 9 nach erstmaligem Ausbleiben der Tage nehme ich nun ein Altfrauen-Östrogenpräparat... Ich hoffe, das schont zumindest vor der Osteoporose.
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