Wie kann der Arzt feststellen, ob wirklich vorzeitige Wechseljahre vorliegen?

Zunächst wird der behandelnde Arzt nach Symptomen eines frühzeitigen Beginns der Wechseljahre (Klimakterium praecox) fragen: Hitzewallungen, Schlafstörungen, starke Unregelmäßigkeiten bei der Monatsblutung, die in Intervallen auch ausbleibt.

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Liegt der Verdacht auf eine vorzeitige Menopause aufgrund von typischen Symptomen nahe, wird er die Konzentration verschiedener Hormone im Blut kontrollieren. Diese Laboruntersuchungen dienen auch dazu, andere Erkrankungen auszuschließen. Deshalb empfiehlt es sich, neben der Konzentration der Geschlechtshormone auch die Level an Schilddrüsen- und Nebennierenrinden-Hormonen zu bestimmen.

Hormon-Spiegel im Blut sichern die Diagnose

Für ein Klimakterium praecox sprechen erniedrigte Östrogenspiegel und erhöhte Gonadotropin-Konzentrationen im Blutserum. Die Diagnose steht üblicherweise fest, wenn bei der Untersuchung von mindestens zwei unterschiedlichen Blutproben im Abstand von mindestens einem Monat die Serumkonzentration des "Follikel-stimulierenden Hormons" (FSH) erhöht (> 40 U/l) und zugleich der Östradiol-Spiegel vermindert ist.

Zudem ist eine erniedrigte Konzentration des sogenannten Anti-Müller-Hormons (ja, das heißt wirklich so, humorlose Ärzte nennen es aber auch oft nur AMH) im Blut ein Marker, der auf vorzeitige Wechseljahre hinweist.

Um das Risiko für die Entstehung einer Osteoporose abzuschätzen, kann eine Messung der Knochendichte hilfreich sein. Genetische Untersuchungen sind nur in speziellen Situationen angebracht.

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