Wie wirkt sich Östrogen-Mangel auf das Gehirn aus?

Das Gehirn von Frauen setzt tatsächlich andere Schwerpunkte als das männliche. Als Auslöser für gravierende Unterschiede benennt die Neuropsychiaterin Louann Brizendine in ihrem Buch „Das weibliche Gehirn“ differente Hormonspiegel bei beiden Geschlechtern.

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Östrogen-MangelHormone prägen das Denkorgan in jeder Phase des Lebens – und somit natürlich auch in den Wechseljahren. Da dann der Östrogenpegel sinkt, kommt das Testosteron stärker zum Tragen. Testosteron fördert die Aggressivität, was zu bislang ungewohnter Streitlust führen kann. Außerdem steigt die Empfindlichkeit des Gehirns für Stress – die Frau wird reizbarer und anfälliger für Stimmungsschwankungen. Im Lauf der Zeit stellt sich das Denkorgan dann auf den niedrigeren Östrogenspiegel ein, wodurch mentale Wechseljahresbeschwerden wieder verschwinden.

Neben dem Östrogenspiegel sinkt im Klimakterium übrigens auch der Level des Beziehungs- und Fürsorgehormons Oxytocin im Blut. Das mache Frauen selbstbezogener und scheidungsfreudiger, erklärt Brizendine. Sie kümmern sich dann weniger um Gefühlsnuancen und sind nicht mehr so bemüht, den häuslichen Frieden aufrecht zu erhalten.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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Kommentare (1)
Durchsetzungskraft
1 Dienstag, den 19. Dezember 2017 um 22:00 Uhr
Verena Rothen
Wie wäre es, statt Streitlust - an sich schon ein tendenziöses Wort - einfach schlicht und wie bei Männern nie anders, schlicht und einfach ebenfalls von Durchsetzungskraft zu sprechen. Genau das ist es nämlich. Und das haben wir genauso. Streit wird durch die Reaktion der Umwelt daraus erst konstruiert. Und das hat schon viel zu lange gewährt. Damit muss endlich Schluss sein. - Durchsetzungskraft also. Danke.
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