Schützt Kurkuma vor Osteoporose in den Wechseljahren?

Laborversuche und tierexperimentelle Studien zeigen, dass der in Kurkuma enthaltene Wirkstoff Curcumin den Knochenabbau mindern kann.

Es senkt die Konzentration des RANK-Liganden (Rezeptor-Aktivator des NF-kappa-B-Liganden) im Knochenmark, wodurch die Osteoklasten (das sind Zellen, die die Knochensubstanz auflösen) in ihrer Aktivität gehemmt werden. Auf diese Weise kann Curcumin den Abbau der Knochensubstanz reduzieren.

Östrogen-ähnliche Wirkung?

Mediziner vermuten zudem, dass Curcumin eine östrogene Wirkung besitzt und damit einen durch Östrogen-Mangel bedingten Knochenschwund während der Wechseljahre vorbeugen und sogar entgegenwirken kann. Nach der Menopause sinkt der Östrogenspiegel und es kann dadurch zu einem Knochenabbau (Osteoporose) kommen. Curcumin könnte hier eventuell das Hormondefizit bei Östrogenmangel ausgleichen.

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Außerdem werden dem gelben Farbstoff antioxidative Eigenschaften nachgesagt, welche sich zusätzlich positiv auf den Erhalt der Knochensubstanz auswirken könnten. Der Grund: Die im Curcumin enthaltenen Wirkstoffe können das Vorkommen freier Radikale (und oxidativen Stress), welche einen Knochenabbau begünstigen, reduzieren.

Ob Kurkuma aber tatsächlich vorbeugend gegen Osteoporose eingesetzt werden kann, wird sich erst anhand weiterer wissenschaftlicher Studien herausstellen.

Weitere Informationen zu Kurkuma finden Sie hier.

Autorin: Nina Peterz

Quellen:
Oh et al.: Curcumin inhibits osteoclastogenesis by decreasing receptor activator of nuclear factor-kappaB ligand (RANKL) in bone marrow stromal cells. Mol. Cells. Volume 26, Issue 5, 2008, S. 486–489.
Kim et al.: Curcumin protects against ovariectomy-induced bone loss and decreases osteoclastogenesis. J. Cell. Biochem. 2011.

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