Wann darf Denosumab (Prolia) nicht angewendet werden, wann ist besondere Vorsicht geboten?

Denosumab-Injektionen sollten nicht verwendet werden in folgenden Situationen:

  • niedriger Kalziumspiegel im Blut (Hypokalzämie)
  • Überempfindlichkeit (Allergie) gegen Denosumab oder einen der sonstigen Bestandteile der Injektionslösung (beispielsweise Sorbitol [E420]).

Wenn Sie eine Latexallergie haben, ist der Einsatz von Denosumab (Prolia®) kritisch zu bewerten und sollte nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt erwogen werden. Denn die Nadelschutzkappe der Fertigspritze enthält Latex. Ähnliches gilt, wenn Sie jemals schwere Probleme mit den Nieren hatten, oder falls bei Ihnen irgendwann mal eine Dialyse notwendig war.

Vorsicht bei Zahnproblemen

Falls Sie an einer Krebserkrankung leiden, sich einer Chemotherapie oder Strahlenbehandlung unterziehen, Kortison-Präparate einnehmen oder an einer Zahnfleischerkrankung leiden, sollte eine zahnärztliche Untersuchung erwogen werden, bevor Sie die Behandlung mit Prolia® beginnen. Befinden Sie sich zur Zeit des Therapiebeginns unter zahnärztlicher Behandlung oder müssen Sie sich demnächst einem zahnärztlichen Eingriff unterziehen, sollten Sie Ihrem Zahnarzt mitteilen, dass Sie Denosumab erhalten.

Worauf Sie während der Behandlung achten sollten

Prinzipiell ist wichtig, dass Sie während der Behandlung mit Prolia® für eine gute Mundhygiene sorgen.

Falls sich während der Behandlung mit Prolia® an der Haut eine geschwollene, gerötete Stelle entwickelt, sollten Sie umgehend Ihren behandelnden Arzt aufsuchen. Am häufigsten beobachtet wurden solche Hauterscheinungen im unteren Bereich der Beine. Möglich ist eine bakterielle Hautinfektion, dann fühlen sich die geröteten Stellen heiß und schmerzhaft an. Möglicherweise haben Sie zusätzlich auch Fieber.

Autorin: Anna Haugg

Weitere Fragen und Antworten zum Thema Osteoporose finden Sie unter Navigator-Medizin.de/Osteoporose

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Kommentare (7)
Keine Nebenwirkungen
7 10. April 2019 um 14:22 Uhr
Marion
Da hier bisher nur negative Erfahrungsberichte stehen, möchte ich gerne auch mal die andere Seite schildern.
Ich habe nach einer Krebserkrankung Osteoporose - inklusive mehrerer Wirbelbrüche - bekommen. Eine Zeitlang bin ich (mit Ende 30!) kaum noch aus dem Bett gekommen, weil meine Rückenprobleme so schlimm waren. Behandelt wurde ich daraufhin (nachdem der Zahnarzt wg. des Kiefernekrose-Risikos nochmal mein Gebiss geprüft und grünes Licht gegeben hat) mit Denosumab als Bauchspritze alle 6 Monate, Calcium + D3 sowie Physiotherapie. Mein Zustand hat sich langsam, aber dennoch ganz klar gebessert. Nebenwirkungen bemerke ich keine. Vor einer Woche habe ich die zweite Spritze bekommen und bin danach ganz normal arbeiten gegangen. Es geht mir gut. Ich bereue es nicht, Denosumab eine Chance gegeben zu haben. Meine Lebensqualität hat sich erheblich verbessert. Ich bin wieder arbeitsfähig und in der Lage, Geld zu verdienen.
Prolia
6 01. Februar 2019 um 22:12 Uhr
Carola Richter
Von 12 Wirbelbrüchen wurden 8 operiert. War von den Ärzten erst nicht festgestellt worden. Die Schmerzen bilde ich mir nur ein. Knochendichte war bei der Messung noch unbedenklich. Also keine Osteoporose. Man hat durch Kortisonspritzen unter CD in die Lendenwirbel eine Osteoporose ausgelöst. Haben schlaue Ärzte im Krankenhaus verordnet. Nach den OP wurde mir Forsteo verschrieben. Hatte nur Schmerzen in allen Gelenken, Gliedmaßen und im Kiefer. Nach 5 Monaten hat man mir jetzt Prolia gespritzt. Kann kaum noch laufen. Beckenschmerz, Kieferschmerz, Schulterschmerz, Nierenschmerzen, Taubheitsgefühl, Kribbeln in den Händen und schlimme Wirbelkörperschmerzen. Das Leben ist nicht mehr lebenswert. Werde mir nicht noch einmal Prolia spritzen lassen. Es ist alles schlimmer geworden. Kein Arzt kann mir richtig helfen. Unwissend!?
Haarausfall nach Prolia Spritze
5 29. Mai 2018 um 12:35 Uhr
Hildegard
Im Februar bekam ich meine erste Prolia Spritze. Kurz danach setzte heftiger Haarausfall ein. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Kann der Haarausfall gestoppt werden? Mein Arzt ist ratlos!
Prolia Spritzen
4 07. März 2018 um 21:08 Uhr
Caro
Ich stehe auch vor der Behandlung mit Prolia, und bekomme auch ein wenig Angst, wenn ich die ganzen negativen Erfahrungen lese.
Habe 4 Jahre lang Alendronsäure genommen und dann 1 Jahr pausiert. Aber leider ist die Knochendichte nicht mega gut ausgefallen.
Von -2,8 wieder auf -3.0. Leider! Montag habe ich den Spritzen-Termin.
Schwere Entscheidung
3 01. März 2018 um 21:57 Uhr
Ursula
Ich stehe vor der Prolia-Entscheidung.
Wenn ich die Kommentare/Erfahrungen hier lese, bekomme ich es mit der Angst zu tun. Wer weiß, ob die Nebenwirkungen nach Beendigung der Behandlung wieder verschwinden?
Nebenwirkungen durch Prolia
2 25. Oktober 2016 um 21:32 Uhr
frithjof
Aufgrund der bei mir festgestellten Osteoporose (nehme seit 14 Jahren Marcumar) bekam ich im Mai d.J. die 1. Denosumab-Injektion. Seither hat sich mein körperliches Wohlbefinden kontinuierlich verschlechtert. Ich fühle mich zunehmend schwächer in den Beinen, verbunden mit schmerzhafter Bewegungseinschränkung in den Knie- und Fußgelenken. Ferner sind insbesondere abends die Beine im unteren Bereich teigig verschwollen. Daneben kommt es immer wieder zu Sensibilitätsstörungen und Juckreiz in beiden Beinen. Bei alledem bin ich mir nicht sicher, ob ich mir die im nächsten Monat anstehende 2. Denosumab-Injektion geben lassen soll.
Prolia Spritzen
1 14. September 2015 um 21:45 Uhr
Christin D.
Meine Mutter ist vor vier Jahren an Brustkrebs erkrankt! Seither nahm/ bekam sie die Prolia Spritzen... danach fing es an mit Hautausschlägen (Beine , Hände, Ellenbogen und Unterarm). Sämtliche Hautärzte aufgesucht und keiner konnte feststellen, dass es eine allergische Nebenwirkung von den Spritzen sei!
Alle vier Wochen bekam meine Mum die Spritzen vom Frauenarzt verabreicht. Stand heute?! Brustkrebs im grünem Bereich (linke Brust wurde entnommen) Knochenkrebs, abgefaulter Kiefer bzw. Kieferknochen. Müsste sich eigentlich einer 14-16 h OP unterziehen, d.h. Knochenaufbau (entnommene Knochen+Nerven vom Bein), das viel zu risikoreich ist!
Meine Mum ist mittlerweile 74 Jahre alt und hat nichts mehr von ihrem Leben! Ein Krankenhaus zum Krankenhausaufenthalt zum anderen sonst nichts.
Gibt noch zwei Alternativen, Eisenplatten die vielleicht gar nicht funktionieren, angenommen werden oder überhaupt ihren Sinn erfassen! Geschmacksnerven sind damit hin + taube Unterlippe und heraushängende Zunge!!! Oder gar nichts und der Kiefer fällt einfach in sich zusammen!
Bis heute wissen wir nicht, was wir tun sollen? Stand: linker dicker Arm (von den Lymphen) braucht Bestrahlung wegen den Knochenkrebs. (heilbar nicht mehr, nur noch Zeit hinaus gezögert) mit dem Kiefer? keine Ahnung!!!