Osteoporosetherapie: Was ist Denosumab und wie wirkt die Substanz?

Der Effekt von Denosumab ist relativ einfach zu erklären: Die Knochendichte nimmt zu, und das Risiko für Knochenbrüche nimmt ab.

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Etwas komplizierter ist die Antwort auf den ersten Teil der Frage: Was ist Denosumab?

Denosumab ist ein humaner monoklonaler Antikörper. Doch was bedeutet das?

  • Antikörper sind Eiweißmoleküle, die das Immunsystem als Antwort auf eine fremde Substanz (etwa Krankheitserreger) herstellt, um diese unschädlich machen können.
  • Monoklonale Antikörper sind hochspezialisierte und zielgerichtet wirkende Antikörper, die mit Hilfe biotechnologischer Verfahren synthetisch hergestellt werden. Das besondere an ihnen ist, dass sie in der Lage sind, natürliche Abwehrprozesse des Körpers gegen eine Krankheit zu aktivieren.
  • Der ständige Auf- und Abbau von Knochen beruht auf einem komplexen Zusammenspiel verschiedener spezieller Knochenzellen, deren Aktivitäten fein aufeinander abgestimmt sind. Die Koordination dieser Auf- und Abbauprozesse erfordert eine ausgeklügelte Kommunikation innerhalb der Knochenzelle.
  • Wissenschaftler fanden nun heraus, dass ein bestimmtes Eiweiß, der so genannte „Receptor Activator of Nuclear Factor Kappa B Ligand“ (RANKL), Signale überträgt zwischen den Osteoblasten (Zellen, die verantwortlich sind für Knochenaufbau) und den Osteoklasten (Zellen, die verantwortlich sind für den Knochenabbau). RANKL wandelt die Vorläuferzellen von Osteoklasten in aktive Osteoklasten (Zellen die Knochensubstanz abbauen) um. RANKL steigert also die Aktivität der für den Knochenabbau verantwortlichen Zellen.
  • Der Wirkstoff Denosumab hemmt spezifisch den RANKL.

Weitere Fragen und Antworten zum Thema Osteoporose finden Sie unter Navigator-Medizin.de/Osteoporose



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