Was ist Osteoporose und wie entsteht sie?

Osteoporose bedeutet „porös gewordene Knochen“. Die Erkrankung betrifft das gesamte Skelett. Dabei verlieren die Knochen in anormalem Umfang (mehr als 25 Prozent) an Masse.

Durch diesen Substanzverlust kommt es leichter zu Knochenbrüchen. Frauen sind von der Erkrankung häufiger betroffen als Männer. Mehr als 30% aller Frauen über 60 Jahren entwickeln irgendwann eine Osteoporose.

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Eine Diagnose, die Geld bringt

Allerdings muss man bei dieser Diagnose auch etwas vorsichtig sein, dass einem nicht eine Krankheit angedichtet wird, die man de facto noch gar nicht hat. Da sich nämlich mit Osteoporose-Medikamenten viel Geld verdienen lässt, haben viele Pharma-Hersteller viel dafür getan, bei praktisch jeder Frau jenseits der Menopause eine Osteoporose zu vermuten – und die Angst davor zu schüren. Bei diesem Marketing-Spiel haben sich leider auch viele Ärzte vor den Karren spannen lassen.

Fakt ist: Ja, es gibt die Osteoporose. Aber nur die wenigsten Frauen erleiden tatsächlich einen Knochenbruch deswegen. Medikamente sind in der Regel wirklich erst notwendig, wenn nachweislich die Knochendichte stark abgenommen hat und Kochenbrüche zu befürchten sind, oder wenn starke Beschwerden bestehen.

Ständiger Auf- und Abbauprozess

Auslöser einer Osteoporose sind Störungen im Knochenstoffwechsel. Im Prinzip unterliegen Knochen während des gesamten Lebens ständig einem Auf- und Abbauprozess. Knochenbildende Zellen, die sogenannten Osteoblasten, nehmen Kalzium und Mineralien aus dem Blut auf und binden sie im Knochen. Knochenabbauende Zellen, die Osteoklasten, verhindern überschießendes Knochenwachstum.

Ist dieser Umbauprozess im Gleichgewicht, bleibt die Knochenmasse erhalten. Normalerweise erreicht die Knochenmasse etwa um das 30. bis 35. Lebensjahr ihr Maximum. Mit zunehmendem Alter nimmt die Knochenmasse dann etwas ab. Wird jedoch zuviel an Knochenmasse abgebaut, spricht man von krankhaftem Knochenschwund (Osteoporose).

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

Mehr Fragen und Antworten zum Thema Osteoporose finden Sie auf Navigator-Medizin.de/Osteoporose

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