Wann ist eine medikamentöse Vorbeugung vor Osteoporose sinnvoll?

Das ist gar nicht so leicht zu beantworten, und von unterschiedlichen Experten erhalten Sie dazu unterschiedliche Antworten. Tatsache ist: Für einige Frauen macht eine medikamentöse Vorbeugung durchaus Sinn, und zwar dann, wenn bereits deutliche Anzeichen für Knochenschwund bestehen oder aber weitere Risikofaktoren für eine Osteoporose vorhanden sind.

Problem künstlich hochgejazzt?

Tatsache ist aber auch, dass das eher die Ausnahme ist: Die meisten Frauen in oder nach den Wechseljahren haben kein besonderes Problem mit Knochenschwund oder Osteoporose. Das Thema wurde von den Herstellern der entsprechenden Präparate in den letzten Jahren leider über Gebühr gepusht, und der eine oder andere Experte, der eine Osteoporose-Prophylaxe empfiehlt, erhält zur gleichen Zeit üppige Vortragshonorare vom Hersteller.

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Besprechen Sie das Thema am besten einmal in Ruhe mit Ihrem Arzt. Wenn Sie mehrere Risikofaktoren für das Entstehen einer Osteoporose haben, kann eine Vorbeugung mit Medikamenten durchaus sinnvoll sein. Sonst eher nicht, zumindest nicht mit verschreibungspflichtigen Medikamenten.

Mehr Fragen und Antworten zum Thema Osteoporose finden Sie auf Navigator-Medizin.de/Osteoporose

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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