Können Weißmacher (Tetryzolin-Augentropfen) trockene Augen verursachen?

Ja, wenn man sie zu lange anwendet.

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Tetryzolin-haltige Augentropfen, die man auch als „Weißmacher“ bezeichnet, sollten deshalb immer nur kurzzeitig (nicht länger als eine Woche) verwendet werden! Denn die durch die Tropfen verengten Gefäße ernähren das Auge schlechter und lassen es schneller austrocknen. Werden Weißmacher über längere Zeit benutzt, kann es sogar zur Verhornung der Bindehaut kommen. Mögliche Folge ist dann ein trockenens Auge.

Der Wirkstoff Tetryzolin dient in Form von Augentropfen zur symptomatischen Behandlung von Bindehautreizungen und -entzündungen. Die frei verkäuflichen (nicht verschreibungspflichtigen) Arzneimittel wirken als „Weißmacher“ bei Augenreizungen, indem sie die Blutgefäße der Bindehaut verengen und die Blutzufuhr in die Bindehaut verringern. Allerdings kommt es vier bis sechs Stunden nach der Verwendung zur sogenannten „reaktiven Hyperämie“: Die Blutgefäße erweitern sich wieder, um die unterversorgte Bindehaut zu ernähren. Das Auge dann wird erneut rot.

Der Wirkstoff Tetryzolin ist u. a. in folgenden Augentropfen enthalten: Berberil® N, Berberil® N EDO, Ophtalmin® N, Ophtalmin® N sine, Vasopos® N, Yxin®.

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Kommentare (1)
Trockene Augen?
1 23. Dezember 2019 um 06:33 Uhr
Felix
Ich habe die Augentropfen leider über ein Jahr hinweg ab und zu benutzt (ca. 3-4 mal die Woche), und lebe nun seit einem halben Jahr mit Augenschmerzen. Ein Jucken, ein Kribbeln, ein Fremdkörpergefühl. Manchmal wache ich Nachts deswegen sogar auf, und quäle mich durch die Nacht. Augenärzte wissen auch nicht, was ich habe. Ich kann jedem nur raten, diese Augentropfen nicht als Weißmacher zu missbrauchen! Ich habe diesen Fehler begangen. Nun muss ich mit den Folgen leben...