Was untersucht der Augenarzt, um ein trockenes Auge festzustellen?

Zunächst werden die Augen mit der sogenannten Spaltlampe untersucht. Das liefert dem Augenarzt meist die entscheidenden Hinweise.

Ggf. wird noch die Menge der Tränenflüssigkeit gemessen. Dafür macht der Augenarzt den Schirmer-Test. Dabei klemmt er zwei ganz kleine Löschblattstreifen einige Zeit in die Unterlider.

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Die Stabilität des Tränenfilms lässt sich mit verschiedenen Tests prüfen, z.B. in dem die beschädigten Oberflächenanteile der Hornhaut und Bindehaut mit Farbstoffen angefärbt werden („Bengal-Rosa-Test“).

Nicht immer fühlt sich das trockene Auge auch trocken an

Da sich ein trockenes Auge nicht unbedingt trocken anfühlt, sind manche irritiert über die Diagnose. Dies gilt besonders in Fällen, in denen die Betroffenen ganz andere Beschwerden als auffällig empfinden.

Unabhängig von der Ursache und den diversen Veränderungen des Tränenfilms unterscheidet man zwei Formen des trockenen Auges. Denn davon hängt es ab, welche Behandlung geeignet ist.

  • Hypovolämische Form:
    zu wenig Tränenflüssigkeit. Dadurch kommt es meist zu Rötung, Fremdkörpergefühl, müden Augen und Blendempfindlichkeit
  • Hyperevaporative Form:
    Zu viel Tränenflüssigkeit wird abgesondert. Dennoch verdunstet die Flüssigkeit aufgrund eines zu geringen Fettanteils sehr schnell, und/oder die Tränenflüssigkeit haftet nicht mehr richtig auf dem Auge. Die Lidränder werden dann wund, und es bildet sich ein schaumiger Tränenfilm. Die Augen brennen und tränen bei Rauch und Wind stark. Kontaktlinsen werden schlechter oder gar nicht mehr vertragen.

Autorin: Anna Haugg

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