Was versteht man unter einer „lokalen Hormontherapie“ gegen eine trockene Scheide?

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr durch eine trockene Scheide bessern sich bei 80-90% der Frauen durch eine lokale Hormonbehandlung. "Lokal" bedeutet hier, dass man keine Tabletten schluckt, sondern die Hormone nur örtlich in Form einer Salbe aufträgt. Dafür genügt eine sehr niedrige Dosis.

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Der in diesen Produkten meist enthaltene Wirkstoff Östriol hat in der ausgesprochen geringen Dosierung – soweit bislang bekannt – keine Auswirkungen auf den Gesamtorganismus. Auch sexuelle Lust, Erregung und Orgasmusfähigkeit werden durch die Hormontherapie nicht beeinflusst.

Zahlreiche verschiedene Varianten

Möglich ist die Verabreichung von Östrogenen in Form von Vaginaltabletten, Vaginalzäpfchen, Vaginalcremes oder auch durch einen Vaginalring, der permanent eine geringe Hormonmenge abgibt. Diese hormonhaltigen Mittel sind allesamt rezeptpflichtig.

Wer keine Hormone nehmen möchte, auch nicht als Salbe, kann es aber auch durchaus mit einem simplen Gleitmittel probieren.

Autorin: Anna Haugg

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