Sind Depressionen in den Wechseljahren wirklich häufiger?

Nein. Zu Depressionen kommt es in den Wechseljahren nicht häufiger als in anderen Lebensspannen. Und auch im Geschlechter-Vergleich zeigen sich keine Unterschiede: Frauen zwischen 45 und 65 Jahren sind nicht öfter depressiv verstimmt als Männer im gleichen Alter.

Studien sagen "nein"

Der bei vielen vorherrschende Verdacht, dass die Wechseljahre depressive Phasen fördern, wurde in zahlreichen Studien widerlegt. Es gibt zwar teilweise auch widersprüchliche Ergebnisse, aber die Mehrzahl der darauf ausgelegten Studien sagt zu dieser These "nein".

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Es gibt aber so etwas die "zur Depression neigende Veranlagung". Frauen, die bereits in jüngeren Jahren an Depressionen litten, entwickeln auch während der Wechseljahre überdurchschnittlich häufig depressive Symptome. Das gilt aber in gleicher Weise auch für Männer: Ist dieses Problem einmal da, begleitet es einen leider oft – mehr oder minder – lebenslang.

Am Ende vielleicht auch egal. Aber Fakt ist: Wenn Sie im bisherigen Leben mit Depressionen nichts am Hut hatten, bleiben Sie in den Wechseljahren ziemlich sicher auch verschont davon.

Autoren: Anna Haugg & Dr. med. Jörg Zorn

Alle Fragen und Antworten dazu finden Sie hier:
Depression: Ursachen

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