Gibt es ein pflanzliches Mittel gegen Stimmungstiefs in den Wechseljahren?

Ja. Und wenn Sie nur unter leichten depressiven Verstimmungen leiden, sollten Sie es auch zunächst lieber mit pflanzlicher Medizin versuchen. Mit "leicht" ist gemeint, dass Sie schon noch in der Lage sind, Ihren Alltag halbwegs zu durchleben.

Am besten erprobt: Johanniskraut

Das bekannteste und am besten erprobte pflanzliche Mittel gegen Stimmungstiefs oder leichte Depressionen ist Johanniskraut. Es gibt zahlreiche Studien, die eine stimmungsaufhellende Wirkung von Johanniskraut nachweisen. Bei sehr schweren Depressionen sind dem pflanzlichen Mittel aber Grenzen gesetzt, hier ist es nicht mehr ausreichend wirksam.

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Johanniskraut-Präparate gibt es in der Apotheke und z.T. auch bereits in Supermärkten. Allerdings empfiehlt sich, vor dem Kauf auf die Wirkstoffmenge zu achten. Es gibt nämlich mitunter deutlich zu niedrig dosierte Präparate. Um leichtere Depressionen effektiv zu behandeln, werden pro Tag 500-800 mg Johanniskraut-Extrakt empfohlen.

Baldrian, Melisse, Rosenwurz & Co

Darüber hinaus sind bei depressiver Verstimmung oft auch beruhigende Mittel hilfreich, aus der Pflanzenmedizin also Baldrian, Melisse oder Lavendel. Denn Depressionen sind ja oft auch von Angst- und Unruhezuständen begleitet. Auch ein Versuch mit Rosenwurz-Extrakten kann sich lohnen.

Einige Experten empfehlen bei Depressionen auch Kurkuma (Safranwurz, Gelber Ingwer).

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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