Wie wird Haarausfall (chronisch telogenes Effluvium) diagnostiziert?

Während der Wechseljahre haben Frauen manchmal einen dauerhaft erhöhten Haarwechsel. In der medizinischen Fachterminologie nennt man dieses Phänomen „chronisch telogenes Effluvium“ (CTE). Der Verdacht auf ein CTE liegt nahe, wenn täglich 100 bis 200 Haare verloren gehen. Die Haarpracht verliert dann etwas an Fülle; kahle Stellen auf der Kopfhaut entstehen jedoch in aller Regel nicht.

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CTE entwickeln vor allem Frauen ab 40 Jahren, die von Natur aus relativ dichtes Haar haben. Die Wachstumsphase (Anagenphase) ist bei CTE auf etwa zwei bis drei Jahre verkürzt. Diagnostizieren lässt sich das dies mit Hilfe eines sogenannten Trichogramms.

Vor der Untersuchung darf man die Haare drei Tage lang nicht waschen und sollte sie nur vorsichtig kämmen. Bei der Untersuchung werden dann mit einer Pinzette 50 bis 100 Haare ausgezupft. Unter dem Mikroskop werden anschließend die Haarwurzeln beurteilt und den einzelnen Wachstumsphasen zugeordnet.

Normalerweise finden sich maximal 20% der Haare in der Endphase des Haarzyklus (der sogenannten Telogenphase), die dann in den nächsten zwei bis vier Monaten ausfallen. Findet sich im Trichogramm über längere Zeit eine Telogenrate von 30% oder mehr, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein chronisch telogenes Effluvium (CTE).

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