Östrogenspritze: Was sind die Vorteile, wo liegen die Nachteile?

Die Hormonspritze appliziert der Arzt/die Ärztin etwa alle vier Wochen in den Muskel (Gesäß oder Oberarm). Im Unterhautfettgewebe entsteht ein Hormondepot, aus dem kontinuierlich geringe Mengen an Östrogen abgegeben werden.

Die Vorteile: Frau braucht nicht täglich an ihre Hormontherapie zu denken, kann die Hormoneinnahme somit auch nicht vergessen. Medizinisch bedeutend ist diese Möglichkeit für Frauen, die keine Tabletten nehmen können, weil sie beispielsweise an Schluckstörungen, Übelkeit/Erbrechen oder Magen- bzw. Darmerkrankungen leiden.

Nachteilig ist, dass man für die Injektion jeden Monat einen Arzt aufsuchen muss, und dass der Einstich (geringe) Schmerzen verursacht. Außerdem kann man die Dosis bei einer Unverträglichkeit oder Überdosierung nicht binnen Kürze reduzieren. Zum Einstieg in eine Hormontherapie gegen Wechseljahrsbeschwerden ist die intramuskuläre Applikation deshalb nicht zu empfehlen.

Und wohlgemerkt: Die generellen Vorbehalte gegen eine Hormontherapie (siehe dazu passende Fragen) bestehen selbstverständlich auch hier.

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