Was ist verestertes Östrogen?

Veresterte Östrogene spielen vor allem in den USA eine wichtige Rolle, werden inzwischen aber auch in Deutschland eingesetzt. Die synthetisierten Präparate enthalten vor allem Östron (75-85%) und Equilin (6-15 %) als Sulfate.

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Ester von Östrogenen (Valerate, Succinate, Sulfate, Glucuronide) verändern lediglich die sogenannten phamakokinetischen Eigenschaften des Hormons, etwa die Aufnahme des Arzneistoffes (Absorption), dessen Verteilung im Körper (Distribution), den biochemische Um- und Abbau (Metabolisierung) sowie die Ausscheidung (Exkretion). Durch die Veresterung nicht verändert werden die pharmakodynamischen Eigenschaften der Östrogene – also deren Effekte im Organismus.

Hintergrund, für die, die es interessiert: Ester entstehen durch eine chemische Reaktion zwischen Alkoholen und (anorganischen oder organischen) Säuren. Bei der Veresterung wird Wasser abgespalten (Kondensationsreaktion), und zwar so, dass der Alkohol das Wasserstoffatom (H) und die Säure die Hydroxylgruppe (-OH) für die Bildung des Wassers liefern.

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