Wann darf man einen Vaginalring zur lokalen Östrogentherapie nach der Menopause nicht anwenden?

Schwangere Frauen oder jene, bei denen eine Schwangerschaft vermutet wird, dürfen keinen Vaginalring zur lokalen Behandlung von Östrogen-Mangelsymptomen verwenden. Das gilt auch bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Estradiol oder einen der sonstigen Bestandteile des Rings (beispielsweise Silikon).

Unsere 10 wichtigsten Tipps für die Wechseljahre

weiterlesen...

Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe von Erkrankungen, bei denen ein Vaginalring nicht eingesetzt werden darf:

  • bei Blutungen unbekannter Ursache aus der Scheide
  • bei unbehandelten Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie)
  • bei bestehendem oder früher durchgemachten Brustkrebs bzw. einem Verdacht auf eine maligne Geschwulst in der Brust
  • bei Östrogen-abhängigen bösartigen (malignen) Tumoren (vor allem bei Krebs der Gebärmutterschleimhaut) oder einem entsprechenden Verdacht
  • bei früheren oder bestehenden Gefäßverschlüssen der tiefen Venen oder Gefäßverschluss in der Lunge (Lungenembolie)
  • bei bestehenden oder erst kurze Zeit zurückliegenden Gefäßverschlüssen der Arterien (etwa nach einem Schlaganfall oder Herzinfarkt)
  • bei akuter Lebererkrankung oder zurückliegenden Lebererkrankungen, solange sich die Leberenzymwerte nicht normalisiert haben
  • bei Störungen in der Bildung des roten Blutfarbstoffes (akute intermittierende Porphyrie)
Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
Anzeigen